Archiv der Kategorie 'Feuilleton'

Die Scheune der motorisierten Drahtesel

Donnerstag, den 6. Oktober 2016

Schwer zu übersetzen, dieses Grange à bécanes, der Name eines Motorradmuseums in Bantzenheim gleich jenseits des Rheins im Elsass. Eine bécane ist ein Drahtesel, und Motobécane ist eine bekannte Firma. Kleb einen Motor an ein Fahrrad, und du hast ein Motorrad; wir sind ja eigentlich Brüder im Geiste und alle Biker.

Bauen Wohnen

Dienstag, den 27. September 2016

Für Architektur hatte ich mich lange Zeit interessiert. Warum eigentlich? Da ist ein Gedanke, der Form annimmt; und die ideale Form wäre der weiße Kubus mit großen Fenstern vor dem Meer, in dem der Bewohner viel Platz hat. Ungestört wandert er in den Räumen umher, ist behaust und dennoch frei. Das ist wohl der Gedanke.

Fernzündung

Montag, den 15. August 2016

Soll das eine gute Nachricht sein, dass der Schweizer, der in einem kleinen Zug Feuer legte und um sich stach, kein terroristisches oder politisches Motiv hatte? Die Tat erinnere an die Attacke eines jungen Mannes in Würzburg am 18. Juli, heißt es; sehr richtig beobachtet, ihr Medien, denkt mal drüber nach.

Flugverkehr (56): Elstern und Flieger

Samstag, den 2. Juli 2016

Es gibt ja weitaus bessere Fotografen als mich. Helmut Krämer zum Beispiel und Karl Heinz Renner. Sie gestalten diesen Beitrag, den ersten im Juli, mit ihren Arbeiten. Helmut fotografiert gern Vögel, darum lassen wir mal wieder einen Flugverkehr vom Stapel.

London, Fotos

Dienstag, den 28. Juni 2016

Gefallen hat mir auch eine Begehung des East End mit Tina und Silvia. Da sieht man unglaublich schöne Beispiele von Street Art und schicke Modeläden, denn die Viertel Islington/Hackney sind »gentrifiziert« worden — gerettet vorm Verfall und aufgewertet durch Künstler. Dann kamen die Besserverdienenden, vertrieben die Armen und zahlten gern die horrenden Mieten. Eine kleine […]

Ruhm durch Rom

Dienstag, den 14. Juni 2016

Die letzten Spuren im Leben der Dichter John Keats und Percy Bysshe Shelley führten nach Rom; dort sind sie bestattet. Ein anderer Künstler, auf den ich in London stieß — der Maler Francis Townes —, reiste nach Rom und errang Ruhm dadurch: aber erst 100 Jahre nach seinem Tod.

Victor Schoelcher

Freitag, den 13. Mai 2016

Der kleine elsässische Ort Fessenheim, gleich drei Kilometer hinter dem Rhein, besitzt seit einem Jahr ein schönes Museum für Victor Schoelcher (1804-1893), der Mitte des 19. Jahrhunderts fast im Alleingang die Sklaverei auf den französischen Gebieten abschaffte. Das ist ein Pluspunkt, kennen doch alle nur das dortige Atomkraftwerk.

Schlaffheit

Mittwoch, den 11. Mai 2016

Horaz sollte man immerzu lesen. Auch wenn er manchmal grob ist und überdeutlich. In der Epode 12 fällt er (verbal) über eine Frau her, über die er zuvor real hergefallen war, wobei jedoch seine Erregung ausblieben, er nicht zum Höhepunkt kam. So etwas, zweitausend Jahre alt, darf man schon einmal zitieren.

Elektrobeats

Freitag, den 29. April 2016

Für eine Recherche vertiefte ich mich in das Buch Elektroschock, das der berühmte DiscJockey Laurent Garnier mit David Brun-Lambert geschrieben hat und das 2013 erschien. Es bietet eine Geschichtsschreibung aus erster Hand über die House- und Techno-Bewegung, die von 1988 bis 2003 Europas Jugend faszinierte. Fesselnd!

Roger Nelson und David Robert Jones

Mittwoch, den 27. April 2016

Die Namen im Titel sind die Geburtsnamen der beiden Musikhelden, die hinaufgerufen wurden in den Olymp: Prince (vergangene Woche) und David Bowie (im Januar). Beide hatte ich seinerzeit in Hamburg live gesehen, und dass ich zwei Mal Bowie miterlebt habe, hatte ich sogar vergessen …