Archiv der Kategorie 'Feuilleton'

Geistesfrische durch Geisteskranke

Donnerstag, den 2. März 2017

Der österreichische Grafiker Alfred Kubin (1877-1959) war 1922 schon ein bekannter Mann, als er dafür plädierte, ständige Räume für die Prinzhorn-Sammlung mit Kunst von Psychiatriepatienten einzurichten. 80 Jahre später geschah das: in Heidelberg. Nun erinnert eine dortige Ausstellung an Kubins Interesse für die Kunst am Rand der Gesellschaft.

Mardi gras

Dienstag, den 28. Februar 2017

Mardi gras ist der Faschingsdienstag in New Orleans. Auch hier ist Fasnacht, Fasnet, Karneval, darum lässt manipogo den Monat mit einem kunterbunten Bilderbogen enden, den ich aus unveröffentlichten Fotos zusammengestellt habe. 2013 im Februar habe ich die Fasnacht gut gecovert. Fasching ist das Winteraustreiben; der März steht vor der Tür, wir haben es geschafft, mein […]

Flugverkehr (62): Rolf Hannes‘ Kunstbügelvogel

Samstag, den 19. November 2016

Bis 19. November um Mitternacht können in Freiburg Bieter künstlerisch gestaltete Kleiderbügel ersteigern. Das ist eine Kunstauktion des 1960 gegründeten Modehauses Kaiser. Rolf Hannes, der futura99phoenix verwaltet, hat mitgemacht und auch einen Kleiderbügel gestaltet: einen Vogel.

Die Welt des Cosmopolitan

Freitag, den 11. November 2016

Mit meiner alter Mutter beim Zahnarzt gewesen. Blick aus dem Wartezimmer auf die Staufener Burgruine. Zu lesen gab’s neben einer Batterie überflüssiger Zeitschriften auch den Cosmopolitan, das Novemberheft. Ich kam mir, lesend, wie ein Ethnologe vor. Eine fremde Welt tat sich vor meinen Augen auf.

Rom, klaustrophobisch

Samstag, den 29. Oktober 2016

Tourist sein heißt, die Unterschiede zum eigenen Land, die man wahrnimmt, einzuschlürfen und dahinzuschlurfen, den audio guide am Ohr, in dessen Informationen man ertrinkt. Schön aber, einen kundigen und kritischen Führer aufzuspüren wie Julien Gracq in seinem Buch Autour des sept collines.

Die Scheune der motorisierten Drahtesel

Donnerstag, den 6. Oktober 2016

Schwer zu übersetzen, dieses Grange à bécanes, der Name eines Motorradmuseums in Bantzenheim gleich jenseits des Rheins im Elsass. Eine bécane ist ein Drahtesel, und Motobécane ist eine bekannte Firma. Kleb einen Motor an ein Fahrrad, und du hast ein Motorrad; wir sind ja eigentlich Brüder im Geiste und alle Biker.

Bauen Wohnen

Dienstag, den 27. September 2016

Für Architektur hatte ich mich lange Zeit interessiert. Warum eigentlich? Da ist ein Gedanke, der Form annimmt; und die ideale Form wäre der weiße Kubus mit großen Fenstern vor dem Meer, in dem der Bewohner viel Platz hat. Ungestört wandert er in den Räumen umher, ist behaust und dennoch frei. Das ist wohl der Gedanke.

Fernzündung

Montag, den 15. August 2016

Soll das eine gute Nachricht sein, dass der Schweizer, der in einem kleinen Zug Feuer legte und um sich stach, kein terroristisches oder politisches Motiv hatte? Die Tat erinnere an die Attacke eines jungen Mannes in Würzburg am 18. Juli, heißt es; sehr richtig beobachtet, ihr Medien, denkt mal drüber nach.

Flugverkehr (56): Elstern und Flieger

Samstag, den 2. Juli 2016

Es gibt ja weitaus bessere Fotografen als mich. Helmut Krämer zum Beispiel und Karl Heinz Renner. Sie gestalten diesen Beitrag, den ersten im Juli, mit ihren Arbeiten. Helmut fotografiert gern Vögel, darum lassen wir mal wieder einen Flugverkehr vom Stapel.

London, Fotos

Dienstag, den 28. Juni 2016

Gefallen hat mir auch eine Begehung des East End mit Tina und Silvia. Da sieht man unglaublich schöne Beispiele von Street Art und schicke Modeläden, denn die Viertel Islington/Hackney sind »gentrifiziert« worden — gerettet vorm Verfall und aufgewertet durch Künstler. Dann kamen die Besserverdienenden, vertrieben die Armen und zahlten gern die horrenden Mieten. Eine kleine […]