Clean City

Heute und morgen Abend jeweils um 19.30 Uhr im Maxim-Gorki-Theater in Berlin: das griechische Stück Clean City, das ich vor zwei Wochen im Kurthater Baden (Aargau) gesehen habe. War sehr kurzweilig, lustig und lehrreich. Auf Griechisch, mit deutschen (und in Berlin auch englischen) Untertiteln.

So sah die Bühne des Badener Theaters aus, bevor die fünf Grazien auftraten und Leben in die Bude brachten (Foto G. Braghetti):

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Das Programmheft schrieb:

Die rechtsextreme Partei Goldene Morgenröte will Griechenland von den Migranten säubern. Im Gegenzug zu dieser Rhetorik fragen die beiden griechischen Regisseure Anestis Azas und Prodromos Tsinikoris: Wer putzt eigentlich in diesem Land? In ihrem Dokumentartheater kommen fünf Frauen unterschiedlichen Alters zu Wort, die es als Migrantinnen aus Südafrika, Bulgarien, Russland, den Philippinen und Albanien nach Griechenland verschlagen hat und die dort als Putzfrau ihr Glück versuchen. Die fünf Protagonistinnen sind keine Opfer, sondern lebenserfahrene Expertinnen, die mit Witz, Chuzpe und Charme berichten, was es heisst, in Griechenland sauber zu machen.

Die fünf Darstellerinnen sind Mabel Matchidiso Mosana (Südafrika), Rositsa Pandalieve (Bulgarien), Friedelyn Resurreccion (Philippinen), Drita Shehl (Russland), Valentine Ursache (Albanien). Die Länder habe ich den Darstellerinnen, die zum Teil erfundene Namen tragen, so zugeordnet, wie ich es meinte. Vielleicht irre ich mich auch. Sind sie wirklich Putzfrauen oder Schauspielerinnen? Beim Theater weiß man es nie.

Valentine Ursache wurde so zitiert:

»Mit Clean City auf Reisen gehen – das ist jedes Mal wie Aschenputtel. Gerade war noch der Ball mit dem Prinz, alles glitzert und glänzt, und dann fährst du wieder vor Sonnenaufgang U-Bahn, ziehst deinen Kittel an und putzt dunkle Räume.«

Sponsor des Theaterabends mit kafari poli im Kurtheater Baden war die Reinigungsfirma Rohr AG in Hausen in der Schweiz. Da hatte jemand mal einen witzigen Einfall und hat ihn verwirklichen können. Bravo.

… aufgeräumt haben sie meine Bucht neun: Als ich hinkam, war alles hochstehende Gemüse und Blattwerk am Strand weggehobelt; da war wohl eine Kolonne am Werk! Nun liegen da immer noch Plastikflaschen rum, da werden wohl Sack 21 und 22 fällig, ich freu mich fast auf Donnerstag!

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