Flugverkehr (2)

Der Titel Flugverkehr hat mich an zwei Geschichten erinnert, die ich unbedingt erzählen muss. Sie klingen unwahrscheinlich, aber ich glaube denen, die sie erzählt haben. Im ersten Fall geht es um ein Kleinflugzeug, eine Twin Beech, die eine Trauergemeinde in Aufregung versetzt. 

Der Amerikaner Robert Monroe (1915-1980) war einer der größten Astralreisenden des 20. Jahrhunderts. In seinem Buch Über die Schwelle des Irdischen hinaus (ein dummer deutscher Titel; englisch: Ultimate Journey) erzählt er von seinem Freund Agnew, der mit seinem Leichtbauflugzeug auf einem Flugplatz in Ohio abgestürzt und verbrannt war.  

Agnew fliegt davon

Monroe schreibt, während Agnews Beerdigung in North Carolina habe es einen bisher noch unerklärten Vorgang gegeben. »Gerade als sein Sarg ins Grab hinabgesenkt wurde, flog eine Twin Beech im Tiefflug über den Friedhof. Es war genau das gleiche Modell, mit den gleichen Farben und Markierungen wie die, in der Agnew geflogen war. Das kleine Flugzeug winkte uns mit den Tragflächen zu und flog davon. Agnews Witwe brach in Schluchzen aus, und alle, die ihn gekannt hatten, waren zu Tränen gerührt. Später überprüften wir jeden einzelnen Flughafen in einem Radius von dreihundert Meilen. Es gab keinerlei Aufzeichnungen über Starts und Landungen irgendeiner Twin Beech.« (Heyne-Taschenbuchausgabe 2006, S. 224/225)

Robert Crookall sammelte und verglich Berichte von Reisen außerhalb des Körpers und stellte viele Ähnlichkeiten fest. Da man ohne irdischem Körper unterwegs ist, hat man wenig Gewicht und fliegt schnell; aber auf welcher Route? Anscheinend auch in großen Höhen. Crookall zitiert in seinem Buch What Happens When We Die (1978) ein Erlebnis von Jimmy E. Ward, der es eilig hatte und in zehntausend Metern Höhe unterwegs war. » … Nach einer Weile sah ich ein Verkehrsflugzeug und schaute hinein, auf die Leute, die in ihm saßen. Sie sahen mich nicht, außer einem Mädchen von acht oder neun Jahren: Sie schaute zu mir her und lächelte.« Kinder sehen mehr als andere, und manchmal auch Geister oder Astralreisende, die ja nichts anderes als schnell fliegende Geister sind. 

Fliegende Glücksbringer am Himmel über Sri Lanka

Der 46-jährige Ron berichtete in dem Buch Trost aus dem Jenseits von Billy und Judy Guggenheim (2002), nach dem Tod seiner Schwester Bobbie, die mit 53 Jahren gestorben war, habe er – halb in Meditation, halb im Schlaf – ihre Gegenwart und ihre Berührung gespürt. Sie sei jünger gewesen und in bester Verfassung, gekleidet in ein weißes Gewand von fließendem Material. »Meine Schwester war glücklicher, als ich sie je gesehen hatte.« Sie habe telepathisch gesagt: »Komm, wir amüsieren uns jetzt, Ron!« Dann rasten sie los in Richtung Weltraum. Er sah Sterne und Planeten, alles deutlich, intensiv und sehr hell. 

»Als wir immer schneller flogen, drehte sich Bobbie zu mir um und sagte: ›Ist das nicht großartig?‹ Ich sagte: ›Ja, nur weiter so.‹« Sie seien gewiss mit Lichtgeschwindigkeit geflogen. Doch dann überkam Ron große Angst, was dazu führte, dass er zurückzischte in seinen Körper und wieder auf dem Bett lag. »Mein Körper vibrierte, und ich fühlte mich wie mit Energie aufgeladen.«

 

 

 

 

 

Ein Kommentar zu “Flugverkehr (2)”

  1. Rolf Hannes

    Lieber Manfred,
    kennst Du von William Faulkner Als ich im Sterben lag? Du, der Du ganze Bibliotheken schon verschlungen hast, wirst sagen: Nebbich. Wenn aber nicht, dann lies es. Es ist eines der köstlichsten und verrücktesten Bücher, die mir je untergekommen sind. Und, liebe Leute, die ihr hier hineinschaut, lest Faulkner. Er hat nur großartige Bücher geschrieben, und jenachdem wies steht, fangt an mit Als ich im Sterben lag.

    Noch eine Bitte: Manfred, könntest Du für Deine Kommentarkästchen eine Ausrüstung einrichten, die es einem ermöglicht, etwas fett oder kursiv zu drucken.

    Ciao Rolf

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