Alice im Spiegelland

Ich habe hier eine wunderschöne Ausgabe des Buchs Alice hinter den Spiegeln, der Fortsetzung von Alice im Wunderland von Lewis Carroll. Endlich habe ich es gelesen. 2010 gab es den großartigen Wunderland-Film (mit Johnny Depp), und vielleicht ist ja auch da eine Fortsetzung zu erwarten. Alice through the Looking-Glass (1871) ist ein zauberhaftes Buch.    

Im Mai in Italien habe ich mich schwergetan mit Schreiben. Ich hielt es einfach für Faulheit und machte immer mehr Beiträge mit Bildern. Jetzt merke ich, dass ich nicht mehr viel argumentieren will; ja, die Worte schieben sich vor die Dinge und verstellen uns ihre Wahrnehmung. Ich bastle nur an meinem Buch herum, da entsteht eine eigene Welt mir Paradoxien und Querverbindungen, neue Erkenntnisse tauchen auf durchs Assoziieren, durch das Aneinanderreihen von Zitaten.  (Bild: das Buch, 2006.)

Wenn manipogo einjährigen Geburtstag feiert, werde ich nicht mehr täglich schreiben. Aber das ist nicht schlimm. Was zählt, sind die Emotionen. Wenn man das Alice-Buch gelesen hat, ist man traurig, dass es zu Ende ist. Still she haunts me, phantomwise … Das steht in einem traumhaften Gedicht, das den Band abschließt und das ich nun auswendig kann. Ich schreibe es hin, es ist ein einfaches Englisch mit Reim. Life, what is it but a dream?

Alice im Spiegelland: meine Nichte Franziska in Lübeck, 2011

 

A boat, beneath a sunny sky,
Lingering onward dreamily
In an evening of July −

Children three that nestle near,
Eager eye and willing ear,
Pleased a simple tale to hear −

Long had paled that sunny sky:
Echoes fade and memories die:
Autumn frosts have slain July.

Still she haunts me, phantomwise,
Alice moving under skies
Never seen by waking eyes.

Children yet, the tale to hear,
Eager eye and willing ear,
Lovingly they nestle near. 

In a Wonderland they lie,
Dreaming as the days go by,
Dreaming as the summers die:

Ever drifting down the stream −
Lingering in the golden gleam −
Life, what is it but a dream?

 

 

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