Supernatural Girlz Radio

Robin Foy, der mit seiner Frau Sandra in England einen tollen spiritualistischen Zirkel hatte, ist im Juni im Supernatural Girlz Radio aufgetreten; mit seiner Stimme natürlich, es ist ja Radio. Der Name interessierte mich, die Girlz auch, doch nie ging ihre Internetseite auf: bis jetzt. Da blitzt und funkt es, und das sieht gut aus: rot vor dem schwarz-weißen Wald, »unser« Schwarzwald, da ruhen die Geheimnisse.

Die Girlz sind so jung nicht mehr. Helene Olsen ist ein Medium, und Patricia Baker macht Traumanalyse. Die beiden fingen erst im März mit ihrer Radiostation an, die über Blogtalk-Radio zu hören ist. Das Programm dauert ganze zwei Stunden: Samstagabend von 21 bis 23 Uhr. Helene und Patricia reden erst über ihren Alltag (Haus, Kinder, Wetter) und über ihre paranormalen Erlebnisse, und dann haben sie einen Studiogast. Sie machen das wohl gut, denn gleich zu Beginn hatten sie 35000 Hörer, wofür andere Stationen Jahre brauchen.

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Von wo sie arbeiten, wird nicht ganz klar. Ich vermute, im Bundesstaat Texas (überhaupt, wenn man im Netz wissen will, wo genau ein Institut angesiedelt ist, muss man lange suchen. Alles ortlos, im Netz eben, nur Firmen geben genau an, wie man zu ihnen kommt. Die anderen wollen vielleicht nicht gestört werden.). Da haben sie nicht so schönen Wald wie wir im Südschwarzwald, aber dafür eine Menge Wüste. 

Geheimnisvoller deutscher Wald: Thüringen

 

Anscheinend gibt es in den USA viele Radiosender mit paranormalen Inhalten. Am 27. Juli sprach der Alchimist Tom Waters über Alchemie, ein Spiegel Gottes? Die Sendung mit Robin war am 8. Juni, es ging um das Leben nach dem Tod, dann eine Woche später Geheimnisse in Mesopotamien, Interview mit Heather Lynn, die als weiblicher Indiana Jones verkauft wurde. Weiter im vergangenen Juni: das Geheimnis des Namens; gibt es eine Zombie-Welle? Und im Juli ein Interview mit Kaveeta Suniel, der irgendeine kosmische Kraftquelle vorstellt.  

Natürlich ist da viel Fragwürdiges dabei, aber wo bekommt in der heutigen Medienwelt jemand die Chance, ausgedehnt über ein Thema zu sprechen? Eine Stunde dafür ist schon eine wunderbar lange Zeit. Die Girlz haben Ahnung von der Materie, werden sich vorbereiten, und zwei Frauen am Mikrofon, das könnte lebendig sein.  

Ich weiß noch, dass vor sehr langer Zeit (es kommt mir wie ein Menschenalter vor) ich vom Südwestrundfunk eingeladen war, um über mein Buch Phantome der Berge zu sprechen, von 11:30 Uhr bis 12:00 Uhr. Es war das Jahr 1997, ich drückte mich vor dem Freiburger Studio herum und war schrecklich aufgeregt. Darum habe ich nicht mehr viel in Erinnerung, nur das Gefühl, als ginge ich meiner Hinrichtung entgegen, dabei war es nur Radio, eine Stimme irgendwo durch Wellen hinausgetragen und hinein in Autos und Heime. Alles muss man einmal mitgemacht haben, um zu wissen, wie das ist. 

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