Flugverkehr (12): der Segelflieger

Ich saß nach der Auffahrt auf den Hochblauen, den Hausberg in meiner Gegend (1061 Meter), an einem Hang, plötzlich hörte ich rechts ein Zischen, und ein Segelflugzeug querte meinen Sichtkreis; es flog ganz nah vor mir vorüber (nie hatte ich so nah einen Segelflieger gesehen), entfernte sich, flog dann von links nach rechts, kam wieder, und das wiederholte sich ein paar Male.

Das muss Spaß machen! Er war schnell, flog davon , legte sich in eine harte Rechtskurve und näherte sich wieder, zischte vor mir vorüber.

 

 Einmal habe ich ihn genau erwischt. Man sieht fast die Instrumente.  

 

Mir fiel dann ein, dass es einen spirituellen Gedanken dazu gab. Irgendwann hatte ich ihn gehabt, und ich weiß auch wo: im St. Galler Amt, in dem Peter und Angelo arbeiten, und ich hatte damals mit meiner Jenseitsausstellung zu tun, wir sprachen übers Segelfliegen, und da hatte ich die Parallele: Das Segelflugzeug wird ja von einem Motorfahrzeug hochgeschleppt mittels einer Schnur, die dann ausgeklinkt wird, und der Flieger ist frei …

 

 Das ist wie der Tod. Das Motorflugzeug ist der Körper, der Segelflieger die Seele, und im Tod wird sie frei, und der Körper verschwindet, wird nicht mehr gebraucht. Schon in der Bibel, im Prediger-Buch, heißt es: »… bis die Silberschnur reisst.« Das ist das Ende (und ein neuer Anfang).  

In der esoterischen Tradition gibt es die Silberschnur, und außerkörperlich Reisende haben berichtet, dass ihr durchsichtiges Körperduplikat mit dem schlafenden Körper durch eine Schnur verbunden ist. Auch bei Materialisationen sind die Geister, nachdem sie sich mit Ektoplasma, das aus dem Medium stammt, eingekleidet haben, immer durch einen Streifen Ektoplasma mit dem Medium verbunden; weit können sie nicht gehen. Die Schnur garantiert das Leben des Körpers.

 

Ich, wenn ich schreibe, schicke etwas von mir hinaus, und wenn ich auf den Sendeknopf drücke, ist es draußen, die Gedanken sind frei, sie gehören mir nicht mehr. Im Leben des Geistes ist die Schnur nicht mehr nötig.

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