Civitavecchia

Vergangenen Sonntag saß ich nach sechs Wochen wieder auf meinem Rennrad. Hoch nach Monte Romano, vorher aber durch Civitavecchia, dessen Friedhof bereits vorgestellt wurde. Da braucht man immer Glück, weil die Italiener mit ihren Autos chaotisch manövrieren. Nach dem Berg landete ich noch an der Hafenpromenade, es war Sonntag. Schön ist die Fahrt hinunter zum Meer, das daliegt wie geschmolzenes Blei.

An der Via Aurelia gibt es eine hübsche Villa mit Engeln. Dahinter jedoch erstreckt sich eine tote Industriezone, wie überhaupt die Gegend um Civitavecchia geschändet und ruiniert ist.

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An der Promenade ragt eine Installation sieben Meter in die Höhe: Unconditional Surrender von Seward Johnson (2004). Komisch: Drei Tage vorher saß ich in einem Hotel im Tessin unter einem großen Poster des berühmten Kusses, fotografiert von Robert Doisneau. – Zu ergänzen noch: Civitavecchia wurde im Mai 1943 von Engländern und Amerikanern bombardiert. Die ganze mittelalterliche Altstadt wurde zerstört ebenso wie der alte Hafen und der Pirgo, die Badeanlagen. Darum ist Civitavecchia wie Frankfurt an der Oder.

Dann fällt der Abend ein.

Viel Gewölk kurz vor Santa Marinella.

Und dann geht die Sonne unter.

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