Tod im Wald der Hardt

Jedes Mal, wenn ich ins Nachbarland fahre, werde ich im Wald der Hardt an die verzweifelten, verlustreichen Kämpfe um Mülhausen erinnert, die sich Franzosen und Amerikaner gegen deutsche Truppen lieferten. Das war vor 70 Jahren, vom 28. November bis zum 4. Dezember 1944.

Von Ottmarsheim führt der Weg in den Wald und nach zwei Biegungen schnurgerade hindurch. Man kommt am Grab für Jean Devif vorbei, der am 3. Dezember 1944 im feindlichen (deutschen) Panzerfeuer fiel. In der Nähe steht auch ein überwucherter, eingebrochener Bunker. (Ein solcher tauchte schon einmal in einem Beitrag auf, Golf du Rhin.)

Direkt am Waldpfad liegt das Grab, dahinter breitet sich eine kleine Lichtung aus mit einer Bank. An einem Baum hängt ein verblichener Zettel, auf dem der damalige Regimentschef erklärt, Devif sei bei tapferem Einsatz getötet worden.

Etwas weiter, am Kanal, steht dann ein Monument, das ich nicht fotografiert habe. Es erinnert an diese Woche des Endkampfs um Mülhausen im zweiten Weltkrieg. Straßburg war schon am 23. November genommen worden, und allmählich wurde die deutsche 19. Armee im Südelsass eingeschlossen. 20 Kilometer östlich von Ottmarsheim fiel damals Anfang Februar 1945 der Flieger Marin la Mesleé.

Wenn man den Wald durchquert hat, muss man auf eine Brücke hochfahren. Auf der anderen Seite des Kanals steht ein alter Sherman-Panzer, eine Erinnerung an den Krieg.

 

 

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