Flugverkehr (44): die Naxos Air-Show

Für den letzten Sonntag im September hatten Plakate die Naxos Air Show der Frecce tricolori angekündigt. Die Dreifarbigen Pfeile (für die Nationalfarben rot, weiß, grün) sind eine weltberühmte Kunstflugtruppe. Drei Stunden spektakuläres Fliegen warteten auf uns, für alle von der Küste aus bequem zu beobachten. Es kam dann anders …

Denn erst einmal warteten wir. Hatten uns auf den Balkon postiert. Um 14.30 Uhr hatte es beginnen sollen, doch 40 Minuten geschah nichts. Dann tauchte eine Maschine auf und drehte zwei Runden und entschwand. Die hunderte Zuschauer warteten weiter. Es waren Zelte aufgestellt worden, der Zivilschutz war in Kompaniestärke versammelt, Uniformierte zeigten sich, geparkte Autos wurden von Abschleppwagen weggebracht: Das war Italien. Volksfest und gehobene Stimmung.

Noch ein paar Flugzeuge drehten ihre Runden. Ein Hubschrauber brummte vorüber. Vier Doppeldecker flogen vorbei. Das sollte die Air-Show sein?

Die hab ich erwischt. Unscharf. Dafür ist die Nikon nicht gut genug

Zwei sich langweilende Zuschauerinnen auf dem Balkon

Nach zwei Stunden bot wenigstens ein Pilot eine gute Show, stieg mit seiner kleinen Maschine steil in den Himmel auf und ließ sich dann sacken, ins Trudeln und Taumeln geraten, fing das Ding wieder ab und flog wieder hoch. Das war recht effektvoll und auch mutig. Leider hatte mein Fotoapparat keinen Saft mehr, und auch den Höhepunkt, als neun Maschinen quer vorbeiflogen und die Nationalfarben hinter sich als Rauch ausstießen, konnte ich nicht ablichten. Zwei Bilder gelangen mir noch, die einen kleinen Eindruck vermitteln.

Bei Flugschauen gibt es nicht selten Unglücke. Das schlimmste ereignete sich am 28. August 1988 in Ramstein: Drei Maschinen der 1961 gegründeten Frecce tricolori stießen in der Luft zusammen und stürzten ab. 70 Menschen starben, 1000 wurden verletzt. Ich glaube, ich kriegte den Unfall im Großraum der dpa in Hamburg mit, und ich erinnere mich auch an die Katastrophe der Challenger am 28. Januar 1986, die 73 Sekunden anch dem Start auseinanderbrach. Lähmendes Entsetzen. Die sieben Astronauten starben.

 

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