Kirchspiel

Nach elf Tagen beende ich hiermit meine vorbereitete Rom-Serie (und sollte selbst wieder zurück sein). Ich zeige ein paar Bilder von Kirchen, das ist unaufwendig. Dabei denke ich an eine Verlagsmitarbeiterin, deren sehnlichster Wunsch es war, ein »unaufwendiges« Buch zu machen, das ein Bestseller würde. Das kann klappen, wenn man zuerst ein paar Jahrzehnte seinen Job gelernt hat. Aufwendig!

Obenan die Fassade der Basilika San Paolo fuori le mura in Rom. Ganz oben an ihr steht die Schrift: spes unica. (Einzige Hoffnung.)

 

Dazu gehört noch der Heilige Paulus, der Völkerapostel. Er steht im Atrium der Basilika und hält das Schwert, Symbol des Wort Gottes, mit dem das Licht von der Dunkelheit geschieden wird. Aber so streng war er nicht; immer weist er darauf hin, er sei früher Saulus gewesen und überhaupt ein Stümper, der nicht richtig reden und sich mit den Oberaposteln nicht messen könne.

 

Die nächste Kirche sah ich in Südfrankreich. Die Öffnung in der Mitte existiert nicht; sie ist bloß aufgemalt. Ein wirkungsvolles trompe l’oeil!

Die nächste Kirche wirkt ganz nordisch. Sie steht irgendwo im Grenzgebiet zwischen Frankreich und Luxemburg.

Und zum Schluss San Pietro, besser: seine Fassade. Ich hätte sie nicht für ungewöhnlich gehalten, hätte nicht Romano ausgerufen: »Ohne Kuppel!« Für Römer ist das anscheinend höchst seltsam.

 

 

 

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