Archiv der Kategorie 'Mystik'

Vom Verschwinden der DDR (3): Ausgelöscht

Sonntag, den 9. Juni 2019

600 Seiten ist der erste Teil des Romans Rummelplatz von Werner Bräunig lang. Zu einem zweiten Teil kam es nicht. 1965 verdammten Walter Ulbricht und seine Mitläufer das Buch als unsozialistisch, und der Autor legte das Manuskript beiseite, schrieb weiter, verfiel dem Alkohol, starb zehn Jahre später, 42 Jahre alt. Schade.

Die Farben der Aura

Donnerstag, den 23. Mai 2019

Ich wollte mal was über Farben machen, da ich derzeit viel bastle, und da stieß ich auf eine Stelle in W. H. C. Tenhaeffs Außergewöhnliche Heilkräfte. Er lernte den holländischen Maler und Auraseher A. de Winter kennen, der ihm auseinandersetzte, was er in der Aura sieht und was die Farben für ihn bedeuten.

St. Patrick’s Day

Sonntag, den 17. März 2019

Heute feiern die Iren den St. Patrick’s Day. Der Missionar soll am 17. März 461 gestorben sein und in Irland etliche Wunder vollbracht haben. Er brachte den Katholizismus nach Irland, und 150 Jahre später zogen seine Landsleute Columban und Gallus durch Süddeutschland und bekämpften die Heiden.

Eros und Agape

Dienstag, den 12. März 2019

Agape trat vor sechs Jahren in einem manipogo-Beitrag auf: Geheime Liebe. Auch Japaner trennen zuweilen Eros und Agape. Shimamura trifft in dem Roman Schneeland von Yasunari Kawabata eine junge Geisha, mit der er »ganz rein« beisammen sein will, und er hatte »diese Frau und seine Begierde streng auseinandergehalten«. Der schwedische Theologe Anders Nygren (1890-1978) schrieb […]

Japan und die Liebe

Mittwoch, den 6. März 2019

Die Liebesaffäre muss für Bill im jüngsten manipogo-Beitrag erleuchtend gewirkt haben – zumindest für ein paar Wochen.  Vielleicht eher: der überirdische Sexualakt. Wie ist es eigentlich mit der Liebe, die als romantische Liebe eine Erfindung des 12. Jahrhunderts sein soll? Wir schauen uns das an, mit Japan als Spiegel.

Nur vereint kommen wir weiter

Donnerstag, den 31. Januar 2019

Peter Novak schrieb 1997 das Buch The Division of Consciousness, und ein anderes Buch über Magie auf Hawaii brachte mich wieder auf Novaks wichtige Theorie, die kaum jemand kennt. Der Autor warnt vor dem Auseinanderbrechen der Psyche im Tod.

Ein Fuchs für 2019

Dienstag, den 8. Januar 2019

Ich wollte kurz vor dem Jahreswechsel, um halb elf, das Haus verlassen, und links vom Eingang, durch die Glasscheibe deutlich zu sehen, saß ein Fuchs. Er war schön, mehr silbern als braun, und als er mich sah, stand er lässig auf und ging vor mir am nach rechts vorbei, zeigte mir seinen langen Schwanz und […]

Windpferd entfesseln

Samstag, den 24. November 2018

Ich hatte einmal den Beitrag Unsere fylgia geschrieben, der die Verbindung zwischen dem Rad und dem Pferd hervorhob. Durch die Runenkunde war ich darauf gekommen. Das Windpferd knüpft daran an und ist ein schönes Konzept. Es entstammt dem tibetischen Buddhismus.

Madonnen und Maestros

Dienstag, den 30. Oktober 2018

Wenn man durch Italien fährt, merkt man, wie sehr dort, im Land der geliebten Mamma, Maria verehrt wird, die Mutter Gottes. Viele Standbilder habe ich fotografiert, und zu ihnen gesellen sich Statuen für bedeutende Männer, Schriftsteller wie Leopardi und Manzoni, und freuen wir uns darüber — heute würden sie wohl lieber Fußballspielern ein Denkmal setzen. 

Tote sehen

Montag, den 1. Oktober 2018

Was fürchten Amerikaner am meisten? Vor vielen Leuten zu sprechen und ― den Tod. Das sagte Dr. Christopher Kerr, Leitender Mediziner am Hospiz von Buffalo New York, der hunderte Menschen sterben hat sehen und viele Interviews mit ihnen führte. Viele sehen in der letzten Lebensphase verstorbene Angehörige.