Cycle Revolution

Zum Glück fand ich in London heraus, dass die Ausstellung Cycle Revolution noch bis 30. Juni im Design Museum zu sehen war. Tina wollte mich begleiten; 20 Minuten mit der tube zu London Bridge, 20 Minuten zu Fuß, und hinein ins Vergnügen! Es war ein Genuss, eine Pracht.

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So wurden wir empfangen: Tina vor dem großen Bild. Links davon ging es hinein

»Schläft ein Lied in allen Dingen, / Die da träumen fort und fort, / Und die Welt hebt an zu singen, / Triffst du nur das Zauberwort«, sang Joseph von Eichendorff. Ich hatte drei Zauberwörter: London / museum / bicycles. Und die Welt tat sich auf.

Der Ausstellungsraum war ein langer Schlauch, den man entlangwanderte bis zum Ende, und dann ging es rechtsherum wieder zurück. An der langen Wand hingen gleich drei Objekte: das Rad, mit dem Chris Boardman 1992 das Zeitfahren der Olympischen Spiele von Barcelona gewonnen hatte; das Rad von Eddy Merckx in seinem triumphalen Jahr 1969; das Zeitfahr-Rad von Sir Bradley Wiggins von 2015. Da sieht man schön, wie filigran das Merckx-Rad war und wie bullig und kraftvoll sich heute Räder, Häuser und Autos geben.

057058059064062Rechts das Strida SX von 1987, inspiriert vom MacLaren Baby-Buggy, rechts außen ein Moulton von 1962 (oder war es umgekehrt?). Ferner, unten zu sehen: das Rover Safety von 1885 mit Vollgummireifen: Es war das erste echte Fahrrad, gebaut von James Kemp Starley aus Coventry; darunter ein Fahrrad aus Holz, das diverse Designpreise einheimste.

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So sieht das also aus, wenn ein bedeutendes Museum das Fahrrad vorstellt, dachte ich mir. Es gab Interviews mit wichtigen Leuten der Szene, man sah Pläne für London, das durch Bürgermeister Boris Johnson, einem begeisterten Radfahrer, wichtige Impulse erhielt: Der Rad-Highway auf der Themse wäre schön, ist aber noch nicht realisiert. Große Fotografen erhielten den Auftrag, weltweit Fotos von Rädern und Radfahrern zu machen … und Fotos von Fahrern, die hinter sich auf dem Gepäckträger turmhoch Waren transportieren, lassen einen sprachlos. Ach ja, Waren: An einer Wand hingen Transporträder.

063Draußen bewunderten wir noch ein paar Fahrrad-Spezialentwürfe in einem verglasten Container.

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