Herr Assessor

Marco Pierfranceschi, früher Präsident von Ruotalibera (und als Mario P. in Tod am Tiber verewigt) ist zum Assessor der Mobilität des siebten Stadtbezirks Roms ernannt worden. Gratuliere, Marco! Das war vor einem Monat, am 20. Juni, da am Tag zuvor Monica Lozzi vom Movimento 5 Stelle zur Präsidentin des Bezirks ernannt worden war.

Beginn einer neuen Reise hat Marco seinen Blog-Beitrag genannt, in dem er von seiner Ernennung berichtet. Gleich danach wurde er mit Glückwünschen überschüttet und brauchte einen ganzen Tag, um sich zu bedanken. (Am 11. Juli schrieb die Kontaktbörse LinkedIn mir: »Marco Pierfranceschi hat einen neuen Job bei Municipio VII.« Die Linked-In-Leute halten das wohl für eine Firma. Man solle ihm gratulieren; schon gemacht.) Nun kann er versuchen, seine Vorstellungen zum Radverkehr zu verwirklichen. Einfach wird das nicht, aber versuchen muss man es.

Das war 2007 auf der Piazza del Popolo. Marco links, daneben Manuela, die er im selben Jahr heiratete; rechts davon Elio der "segretario errante" sowie Gianni und Elena, mittlerweile Eltern von zwei Jungs und lebend in Zürich.

Das war 2007 auf der Piazza del Popolo. Marco links, daneben Manuela, die er im selben Jahr heiratete; rechts davon Elio, der „segretario errante“ sowie Gianni und Elena, mittlerweile Eltern von zwei Jungs und lebend in Zürich.

Marco hat ja viele Enttäuschungen mit der Politik hinter sich, jedoch auch drei Jahrzehnte des Engagements und der konkreten Vorschläge. Er ist ein gründlicher Denker und ein Kenner vieler europäischer Mobilitäts-Konzepte. Die Bewegung Movimento 5 Stelle, der auch Bürgermeisterin Virginia Raggi angehört, geht anscheinend neue Wege. Frau Raggi war in ihrem Wahlkampf mit Radlern schon durch Rom unterwegs.

Das Municipio ist nach seiner Einwohnerzahl so groß wie Mannheim oder Augsburg – 300.000 Einwohner. Es war früher die Circoscrizione IX und erstreckt sich in südöstliche Richtung, von der Porta San Giovanni entlang der Via Appia und der Via Tuscolana. (In dieser Gegend spielt ein Teil meines Romans.)

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In seinem Blog Mammifero Bipede wird er dann vielleicht von seinen Erfahrungen berichten. Es ist die Krönung eines langen Kampfes, um es etwas pathetisch auszudrücken. Kann es sein, dass er nach einem Monat die Nase wieder voll hat? Nein, glaube ich nicht. Marco ist Radfahrer und erst kürzlich von Tagliacozzo nach Passo Corese gefahren, 95 Kilometer, 1500 Höhenmeter. Auf dem Beitrag darüber sieht man ihn auch im Bild, gleich zwei Mal: zwei Versionen von ihm. Viel Glück!

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