Im Anflug auf Karlsruhe

Am Montag (22. Mai) um acht Uhr fuhr ich los mit dem Ziel Karlsruhe. Meine chromglänzende Stella Veneta (der Stern Veneziens) von 1960 war mit Packtaschen, Zelt und Schlafsack ordentlich beladen, und ich fuhr bei Hartheim über den Rhein und fuhr auf der französischen Seite neben ihm her, auf laubbeschatteten Straßen mit wenig Verkehr. Um drei Uhr am Nachmittag hatte ich Straßburg durchquert und Kehl erreicht.Ich übernachtete bei einem Verwandeten, den ich einige Jahre nicht gesehen hatte. Er war früher Rektor einer Schule gewesen, engagiert sich für Flüchtlinge und schenkte mir einen interessanten Gedanken, indem er mir sagte: »Die Schöpfungsgeschichte hat die Welt entgöttlicht. Nun war der Himmel kein Gott mehr, und auch die Sonne keiner mehr. Alle waren von diesem einen Gott geschaffen, kamen von ihm her. Das Christentum ist keine Religion des Buches, denn Jesus wollte kein Buch. Es ist die Religion einer Beziehung: der Beziehung zwischen Gott und dem Menschen.«

Am Abend fuhr ich an den Rhein. Einen Blick auf die Welt mit anderen Augen ließ ein Kunstwerk dieses Titels zu.

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Am nächsten Tag fuhr ich über eine Brücke nach Frankreich hinüber und folgte meinem Kurs nach Norden. Ich sah: eine Mauer aus alten Citroën-Lieferwagen, bevor ich nach Sessenheim kam.

004In Sessenheim traf der junge, 20-jährige Goethe auf Friederike Brion. Man huldigt dem Autor mit einem kleinen Monument, in dem er als gereifte Geistesgröße dargestellt ist. Franzosen lieben das Pathos.

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Hier unten sehen wir ein Kreuz, umgeben von einem Blumenmeer.

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Der zweite Tag endete auf dem Campingplatz von Lauterburg. Da gab es Pizza und 2 Flaschen Erdinger Weißbier mit dem passenden Glas dazu. Im warmen Licht des Abends stand eine Fläche mit Buddhas und anderen indischen Versatzstücken.

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Dann ging es am Mittwoch mit einer Fähre über den Rhein und zum Karlsruher Schloss, wo man sich für die Fahrrad-Veranstaltung eintrug. Als ich eintraf, tanzten Kinder vor dem Schloss.

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