Cambiamenti

Seit 2. Januar gehe ich zur Arbeit: in ein kleines Altenheim im Nachbarort. Da ist Disziplin gefordert. Die Flexibilität muss woanders rein: in manipogo. Ich werde mich von meinem mir selbst auferlegten Diktat befreien.

Das hieße, den »Pfeiler der Strenge« zu verlassen und sich Freiheit zu schenken. Unregelmäßiges Erscheinen; ihr werdet ja von jedem neuen Artikel benachrichtigt. Als ich Zeit und Lust hatte, habe ich schon einen Monat voraus Beiträge verfertigt, akkurat und liebevoll. Aber die Abrufzahlen sind nicht besonders ermutigend: 150 Klicks für die meisten Beiträge bei einem Feed-Bestand von fast 130.000 … das heißt, die meisten Beiträge liest einer von tausend Lesern. Jeden lachhaften Zeitungsartikel lesen vermutlich 10.000 Leute, wenn eine Zeitung 100.000 Abonnenten hat: einer von zehn.

Ich habe mein Ding jedenfalls auf 10.000 Klicks im Monat gebracht, und damit kann man zufrieden sein. Einer von zehn Lesern liest einen manipogo-Beitrag im Monat. Über 1400 Beiträge sind in den Jahren entstanden, das ist ein schönes Archiv. Es geht weiter, nach Lust und Laune. Doch ich denke, mindestens alle vier Tage wird es etwas Neues geben. Meine Fan-Leser dürfen beruhigt sein. Ich widme mich der Arbeit mit alten Menschen, lese viel Poesie, schreibe gemütlich an meinen Büchern (die ja auch niemand kauft), aber dennoch ist man als stille Kraft jederzeit präsent.

Vielleicht muss man sich langsam aus dieser Welt ausklicken, in die man durch einen Job nochmal eingetreten ist. Schon ein gutes Gefühl, nach 20 Jahren des Herumhängens wieder (ein wenig) Geld zu verdienen. 2018 wird ein Jahr der Stabilität. Ich möchte noch fünf Jahre kontinuierlich arbeiten und dann nach Apulien verschwinden. Dennoch hoffe ich, dass meine Mutter noch möglichst lange lebt; sie will ich nicht im Stich lassen. Haltet manipogo die Treue!

2 Kommentare zu “Cambiamenti”

  1. Regina

    Lieber Mandy! Es hat also geklappt – herzlichen Glückwunsch! Obwohl ich nicht genau weiß, ob ich mich freuen soll? Jede Woche Dienstpläne… Ich hasse planen und ordnen und schade um die Mandy-Donnerstag-coffeetime – wollte schon fragen: „Kommst du heute“? Lieben Gruß gina

  2. Victoria

    Lieber Manfred, finanzielle Absicherung für einen gewissen Zeitraum mit einer Arbeit mit alten Menschen ist nicht schlecht. Sicher wirst Du noch Zeit zum Schreiben haben. Ich hoffe, Du hattest einen guten Start! Ciao Victoria

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