Archiv der Kategorie 'Literatur'

Vom Verschwinden der DDR (5): Rummelplatz

Freitag, den 9. August 2019

Günter Grass nannte den Rummelplatz von Werner Bräunig ein »großes Buch«. Werner Bräunig zeichnet die ersten acht Jahre nach dem Krieg in der DDR nach, bis hin zum Arbeiteraufstand 1953. (Mit diesem Beitrag geht manipogo in sein achtes Jahr.) Die Wismut AG bei Chemnitz, das Leben unter Tage dort, die politischen Pressionen, Ängste und Hoffnungen […]

Der siebte Geburtstag

Donnerstag, den 8. August 2019

Nun wird manipogo sieben Jahre alt. Dazu kommt ein literarischer Beitrag ohne viel Bedeutung, der mir Anfang Juli so zuflog, und ich ließ mich davon inspirieren. Da ist dann die Entstehungsgeschichte so schön wie der Beitrag selbst, und wie immer Dank für die Treue und – auf weitere sieben Jahre, hoffen wir. Dann wäre ich […]

Hohes Alter

Montag, den 1. Juli 2019

Auch der manipogo-Autor ist der vegetarischen Lebenweise aufgeschlossen, ohne daraus eine Ideologie zu machen. Ist man in Bayern, isst man halt ein paar Mal Leberkäs mit Kartoffelsalat. Bringt einen nicht um, schmeckt sogar gut. Karl Valentin hat in einem Dialog (wie immer ist seine Partnerin Liesl Karlstadt) das Problem auf die Spitze gebracht. Doch da […]

Aus Afrika

Dienstag, den 25. Juni 2019

Gute Literatur verrät einem etwas über Menschen aus anderen Kontinenten. Wir sollten immer hinzulernen wollen, und selbst wenn wir die Handlung vergessen – irgendetwas setzt sich fest. Zwei Bücher will ich kurz besprechen: Eiserne Zeit des Literaturnobelpreisträgers J. M. Coetzee und Drei starke Frauen von Marie Ndiaye. Beide spielen im subsaharischen Afrika, wo’s immer — […]

Chen Cao und die Hure

Sonntag, den 23. Juni 2019

Kommissar Brunetti löste im Mai schon seinen 28. Fall, das macht eine ansehnliche Kollektion im Bücherregal. Ich lese selten Krimis, aber nun habe ich mir den ersten Fall von Chen Cao angetan, der mittlerweile seinen achten gelöst hat. Das Buch heißt Tod einer roten Heldin. Der Autor ist Qiu Xiaolong, 1953 geboren und Dozent in […]

Dantons Tod

Dienstag, den 18. Juni 2019

Am 19. Juni 1956 wurden in Algerien zwei Männer, Zabana und Ferradj, im Namen des Gesetzes durch die Guillotine hingerichtet. Das war 160 Jahre nach der Französischen Revolution und 120 Jahre nach Erscheinen des Dramas Dantons Tod von Georg Büchner. Damals, 1835, war die Revolution noch nah, und auch in Deutschland gärte es. Büchner studierte […]

Weißes Algerien, buntes Nichts

Sonntag, den 16. Juni 2019

Warum Weißes Algerien? Die Autorin bietet mehrere Lösungen an, aber es ist ja egal, ob es das Weiß ist, auf dem Schrift entsteht oder das Weiß einer besudelten Morgenröte oder das Weiß durch den Schnee auf den hohen Bergen Algeriens. Unsere Heimat ist zunächst unsere Sprache.

Über Algerien

Freitag, den 14. Juni 2019

Kürzlich im Landsberger Welt-Laden gekauft und gelesen: das Buch Weißes Algerien (1995) von Assia Djebar, die auf manipogo erst einmal zum Zug kam. Die algerische Autorin, 1936 geboren und am 6. Februar 2015 gestorben (was mir entging), schildert die letzten Tage von Freunden, die von Islamisten ermordet wurden. Im algerischen Bürgerkrieg in den 1990-er Jahren […]

Anzügliches von Valentin

Donnerstag, den 6. Juni 2019

Ziemlich derbe Späße gibt’s in Karl Valentins Couplets; aber nichts, was einen heute erröten ließe. Das war damals in den 1920er und 1930er Jahren beste Comedy, und Valentins Verse über die Ritter sind volkstümlich geworden. Da geht’s um Sex, passend am sechsten sechsten des Jahres. Schmeck‘ ma amoi nei!

Wilhelm Grimm: Über das Märchen

Dienstag, den 21. Mai 2019

In einem Buch gefunden: Eine kleine Abhandlung von Wilhelm Grimm  (1786-1859) über das Märchen. Die Zeit hatte mal einen Artikel darüber, wie Wlhelm Grimm das Märchen »erfand«: auch lesenswert. Ich schreibe also die zwei Seiten von Grimm ab und stelle sie auf manipogo, viel Vergnügen.