Archiv der Kategorie 'Literatur'

Fünf Sekunden / Gedichte 2

Montag, den 17. Februar 2020

Fünf Sekunden ist toll, da lief’s mir selber kalt über den Rücken vor Rührung, als ich das nach vielen Jahren wieder las. Nehmen wir noch Mister Right und Last Orders hinzu, die auf wahren Geschichten basieren. Paranormale Episoden haben eine starke poetische Qualität und sind wie Märchen, von denen sie unterscheidet, dass sie wahr sind, […]

Der Anruf / Gedichte 1

Samstag, den 15. Februar 2020

Bei einem »Durchblättern« meiner Ordner fiel mir die Überschrift Gedichte auf. 2011 war es, da habe ich eine schöne Menge geschrieben. Wahre Geschichten aus dem Übersinnlichen, in Versform gebracht. Liest sich gut und ist auch gut. Diese Werke sollten nicht im Dunkel der Festplatte vor sich hinkümmern. Fangen wir an.

Flugverkehr (90): Mario Luzis Flüge

Sonntag, den 9. Februar 2020

Elitär und hermetisch könnte man die Poesie von Mario Luzi (1914-2005) nennen, der die italienische Lyrik-Tradition von Quasimodo, Montale und Ungaretti fortführte und als alter Mann noch federleichte, sprachschöpferische Gedichte zuwege brachte. Unter den letzten nachgelassenen Gedichten fanden sich auch zwei übers Fliegen, sie passen in meine Serie.

Danach – mit Heinz Erhardt

Freitag, den 7. Februar 2020

Heinz Erhardt! Am besten schaut man sich den Anfang des folgenden Clips an, um zu begreifen, was für ein Typ das war. Wirkt wie einer vom Niederrhein, war aber in Riga (Lettland) 1909 geboren und aufgewachsen und ließ sich später in Hamburg nieder. In den 1950er und 1960er Jahren war Erhardt eine kabarettistische Größe im […]

das Leben

Samstag, den 1. Februar 2020

Guter Einfall, den Februar mit einer Lyrik-Passage von Octavio Paz (1914-1998) zu beginnen. 1990 war er ein würdiger Literatur-Nobelpreisträger, als aufrechter Demokrat und Mensch mit Güte. Die Gedichte des Mexikaners gelten für die lateinamerikanische Lyrik als ebenso wichtig wie die von Pablo Neruda, mit dem Paz (Frieden) in Frankreich zusammenarbeitete. Das Labyrinth der Einsamkeit (1950) […]

Georg Heym

Donnerstag, den 16. Januar 2020

Aus einem Regal einen dünnen Band über Lyrik des Expressionismus gefischt. Ein Liebesgedicht darin fand ich bemerkenswert. Sein Autor, Georg Heym, wurde nur 25 Jahre alt. Er wurde 1887 in Hirschberg (Jelenia Góra) geboren, studierte, schrieb 500 Gedichte und 7 Novellen, wollte zum Militär, wurde angenommen, starb aber nicht im Ersten Weltkrieg, sondern ertrank schon […]

Lied der Zulima

Dienstag, den 14. Januar 2020

Ich blätterte die zerlesenen Blätter mit ein paar Novalis-Gedichten durch und fand eines, das gut an den Beitrag von gestern anschließt. Heimweh nach dem Osten, Leid im fernen Land, Untergangswünsche. Um die Wende zum 19. Jahrhundert blickten die Dichter über die Grenzen und träumten von Indien und vom Orient. Märchen und Liebesgedichte wurden übersetzt.

Tagore erzählt

Montag, den 13. Januar 2020

Rabindranath Tagore, der indische Literatur-Nobelpreisträger von 1913, schrieb Ende des 19. Jahrhunderts für Zeitschriften, also für Geld, rund 80 Kurzgeschichten. Giovanna erwarb 100 Jahre nach seiner Ehrung in Indien einen schönen Band mit einer Auswahl aus diesen Erzählungen. Ich las um die Jahreswende darin herum und versuche darzustellen, was für uns interessant sein könnte.

Clemens Eich

Samstag, den 4. Januar 2020

Nach Eichendorff nun Eich, Clemens. Sein Vater Günter war ein ausgez-eich-neter Lyriker. Seine Mutter hieß Ilse Aichinger, heiratete 1953 Eich und arbeitete auch unter Inge Aicher-Scholl, der Ehefrau von Otl Aicher, sicher kein Zufall. Wer schreibt, hört auf Reime und Namen. Clemens veröffentlichte Gedichte, dann (1995) den Roman Das steinerne Meer, der sehr gelobt wurde.

Flugverkehr (89): Verflogen

Donnerstag, den 2. Januar 2020

Joseph von Eichendorff (1788-1857), dessen Gedichte unsterblich bleiben, war fast 30 Jahre im preußischen Staatsdienst tätig und wurde Geheimer Regierungsrat, bevor er mit 56 Jahren nach einer schweren Krankheit in den Ruhestand ging. Den Vaganten, Träumer und sehnsüchtig Liebenden in sich ließ Eichendorff in seinen Gedichten frei, und weil Freiheit ihm wichtig war, treten als […]