Testpiloten (3): Sundbergs Blick von außen

Christian Sundberg erinnert sich an drüben und seine Gespräche mit seinem Geistführer, bevor es wieder losgehen sollte. Vorher hatte er sich eine lange Pause zwischen Leben genommen. Das alles erzählte er den Zuschauern des US-Kanals Passion Harvest und seiner Gesprächspartnerin dort, der zauberhaften Luisa. — Immer wieder kommt ein Na(c)h-Tod-Bericht, darum habe ich retrospektiv eine Serie draus gemacht: Testpiloten. 

Wir verdanken diesen Ausschnitt wiederum Victor Zammit und seinem Newsletter. Sundbergs Geschichte ist derart unglaublich, dass sie erfunden wirkt, aber er bringt die Begeisterung dazu mit und wirkt absolut überzeugend. Warum sollte es unter Milliarden nicht einen geben, der sich an seinen Lebensplan erinnert? Bald kommt sein Buch A Walk in the Physical heraus.

Sundberg ist Anfang dreißig, hatte diese ominösen Erinnerungen noch als sechsjähriger Junge, doch dann verschwanden sie — um viele Jahre später während eines Meditationskurses wieder aufzutauchen. Und plötzlich war er der, der die Perspektive eines jenseitigen Bewohners einnimmt, der zufällig hier gestrandet ist. Diese Perspektive übernimmt man selbst, begleitet von seinem jugendlichen Lachen. Manches kennen wir freilich aus anderen Quellen.

Sundberg betonte, nichts Besseres als ein Leben auf Erden gebe es, um zu lernen. Das sei eine ganz große Chance. Um hinzukommen, führt der Weg nach unten, die Vibrationen verlangsamen sich immer mehr, bis endlich alle Erinnerungen entschwinden und man in der Dunkelheit sitzt und wartet, den Mutterleib verlassen zu können. Sundberg vergaß aber nichts und sagte, er fühle immer noch starke Sehnsucht nach seiner wahren Heimat. Er war verwundert, dass wir auf Erden nicht die Gedanken der anderen kennen; dieses Getrenntsein sei nicht normal, mit allen verbunden zu sein sei es. Und aus seiner Perspektive hat er recht.

Wie viele sagte er: »Den Tod gibt es nicht.« Er sei ein Grund zu Jubel, es sei, als würfe man einen schweren Raumanzug ab oder eine Ritterrüstung: Man sei wieder frei und unbeschwert. In der anderen Welt sei man glücklich. Einmal sei er durch ein außerkörperliches Erlebnis wieder dort gewesen, und das Gras hatte ein so intensives Grün, dass er den ganzen Tag vor ihm hätte sitzen und es bewundern mögen.

Eine neue Inkarnation brach er überhastet ab, und als er beim nächsten Mal schon wieder aufgeben wollte, erzählte er, sei er aufgestiegen, das ganze Universum mit allen Sternen sei um ihn herum und in ihm gewesen, und eine Stimme habe ihm gesagt: »Dies alles bist du, und du kannst es nicht nicht sein.« Auch in neuen Geschichten klingen die Worte Gottes immer archaisch und biblisch und kryptisch. Mellen-Thomas Benedict wurde bei seiner Nahtoderfahrung vom liebenden Licht eingehüllt und fragte es: »Bist du Gott?« Die Antwort war: »Zeig mir etwas, das nicht Gott ist.« Und zu Penny Wittbrodt sagte das Licht: »Ich bin.« Und es wurde deutlicher: »Ich bin in dir drin, du kannst mich ignorieren oder leugnen, das ändert nichts daran. Und außerhalb von dir bin ich auch.«

Er fühle sich geehrt, hier auf diesem Planeten zu sein, erklärte Christian Sundberg, aber die andere Welt ist auch in ihm: »Ich vermisse sie so sehr.« Doch wenn es einem hier gelänge, sich durch Freude und Liebe auszudrücken, bewirke man eine Expansion des Ganzen, dessen Teil man ja sei. (Das wäre: die eigene Entwicklung als Dienst an der Welt) Dienst am anderen könne ein Motiv der Reinkarnation sein; vielleicht komme man nur hierher, um jemandem Freund zu sein, den man gut kenne.

Das Jenseits sei ein extrem breit gefächertes Reich, ein extrem in die tiefe gehendes Multiversum, das man gar nicht erfassen könne. Und die Erde sei nur ein winziger Punkt mit einer einzigen definitiven Realität; das Leben auf ihr erscheine, verglichen mit dem anderer Dimensionen, wie ein Schwarz-Weiß-Film. Dennoch seien wir Menschen ein Ausdruck von Grenzenlosigkeit, voll von einer schier unendlichen Liebe und Freude und Kreativität. Die Seele könne sozusagen mehrere Computerspiele gleichzeitig spielen, sie könne mehrmals inkarniert sein.

Das alles bestätigt ja die Ausführungen von gestern. Es fällt freilich schwer, Sundbergs Perspektive einzunehmen und diese Existenz für eine kleine Episode zu halten, für den Film einer ganzen Serie etwa. Doch es kann nicht schaden, dieses Leben mal nicht für so wichtig zu nehmen. Furcht sei  unnötig, sagt uns Sundberg, es geht alles gut, es geht voran.

 

 

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