Mike Marable, Rettungssanitäter im Jenseits

Der Amerikaner Mike Marable hat das neue Buch geschrieben »Wie du nach deinem Tod ein gutes Leben haben kannst« (How You Can Have a Good Life When You’re Dead) und ist nebenher, weil er seit 1987 Astralreisender ist, auch ein »Seelenretter«. Er ist in den unteren Bereichen der Astralwelt tätig, spricht verwirrte Verstorbene an, macht ihnen klar, dass sie tot sind und verhilft ihnen zum Weg ins Licht. Eine wichtige Arbeit.

MikeinervieErwähnt hatte manipogo das schon einmal: Der Schwede Wickland und der Ravensburger Schiebeler waren erwähnt worden. Der Deutsche arbeitete mit einem Team um ein gutes Medium; der Schwede stützte sich auf seine Frau als Medium.

Mike Marable lebt mit seiner Partnerin Gayla und dem Hund Hunter im südlichen Kalifornien, in der Nähe des Ozeans. Er ist nach seinem vielgelobten Buch von dem Australier Victor Zammit über seine Rettungs-Tätigkeit befragt worden, und es muss einem gefallen, wie wenig Aufhebens er davon macht und wie kühl und geschäftsmäßig er sie schildert. Seine außerkörperlichen Erfahrungen begannen 1987. Er wurde gefragt, ob er je die Angaben überprüfe, die er von »Seelen« erhalte. (So könnte man Bestätigung dafür erhalten, dass er tatsächlich drüben mit einem »echten« Toten gesprochen hat.) Mike aber tut das selten. Er sagte, er kümmere sich um die Seelen im traum-artigen Zustand. Sie sitzen nackt herum und sind desorientiert. Wenn sie dann merken, dass sich jemand um sie kümmert, tragen sie plötzlich Kleider aus der Periode, in der sie gelebt haben. Mike bittet sie dann, ihm zu folgen und bringt sie in Regionen, in denen Geistführer zur weiteren Unterstützung anwesend sind.

Victor Zammit versendet übrigens seit 24 Jahren seinen wöchentlichen Jenseits-Newletter, den jeder bekommen kann. Ihm entnehme ich stets einige interessante Videos und Geschichten. Er wollte von Marable wissen, wie es sich mit »Focus 23« verhalte, die der Astralwanderer Robert Monroe oft erwähnt. Er hat die Szenerie in verschiedene Regionen aufgeteilt.

Mike erwiderte, Focus 23 sei eines der Territorien, in denen die Bewohner sich einig sind; es gebe viele dieser Regionen. In Gebiete wie Focus 23 kommen normalerweise die Verstorbenen nach ihrem Lebensrückblick. Er sagte:

DSCN4038Die Menschen akklimatisieren sich schnell und nehmen ihr Leben wieder auf, aber oft tritt Langeweile auf und im folgenden der Wunsch, sich erneut zu inkarnieren. Denk von diesen Zonen wie von Parallel-Universen oder anderen Realitäten. Sie spiegeln die Bewusstseinsfrequenz ihrer Bewohner wider. Feste Grundsätze können einen in ein Land führen, das in Überzeugungen und Umständen dem entspricht, was wir selber vertreten. Das jeweilige Frequenzniveau erkennst du aus dem Himmel und dem Auftreten ihrer Bewohner.

035In einem Gespräch mit Jürgen Ziewe, auch er ein Astralreisender, waren sich beide einig, dass in »Summerland«, einer Stufe weit über Focus 23, die Umwelt prächtig sei und die Bewohner besser und glücklich aussehen. Robert Monroe, der ein Institut zur Erlernung von Astralreisenden gegründet hat, nannte die Regionen Focus 24 bis Focus 26 ausdrücklich »Glaubenssystem-Territortien«. In ihnen findet sich gewiss auch das Paradies der Christen mit allen von ihnen erwarteten Personen und Ingredienzien. Focus 27 ist der »Park«, also eine Aufnahmestation, während Focus 28 bereits sehr weit von der Erde entfernt ist. Wer in Focus 28 eintritt, kann nicht mehr zurück in einen Körper.

Mit Summerland habe er nichts zu tun, sagte Marable, dorthin könne er gewöhnlich nicht, die Frequenz sei ihm zu hoch; man kann nur die Regionen erfahren, für die die eigene Frequenzbreite tauglich ist. Mike:

Mein Job ist es, in den unteren Freuqenzbereichen den Leuten zu helfen. Dort zu sein ist mein Job. Sie sind sehr interessant, und man sollte nicht meinen, dass diese Erfahrungen weniger zählen. Die Menschen mit Nahtod-Erfahrungen jedoch gelangen dorthin, wo ihre Frequenz wirkt, und das ist eigentlich nur eine Landebahn und Empfangsstation, um es denen, die gerade angekommen sind, leichter zu machen. Wenn jemand dann seine Orientierung hinter sich hat, gelangt er in eine der »einvernehmlichen Realitäten«. Dieser Übergang ist wie das Erwachen aus einem Traum. 

Marable habe diese Arbeit »Seelenrettung« genannt, die Leute vom Monroe-Institut Seelen-Wiederauffindung, wohingegen die Geistführer selbst die Arbeit Extraktion nennen. Wann fing das an?

dreams6Es hat vor langer Zeit angefangen, ich weiß gar nicht wie. Vermutlich deshalb, weil sie sich an mich dranhingen, wenn ich umherreiste. Die Lebenskraft der Lebenden zieht sie an, von der sie ganz wenig haben. Wenn ich in ein Haus hineinschwebte, folgten sie mir auf dem Rückweg. Durch einen Spiegel können sie auch kommen; darum ist es besser, keinen Spiegel in seinem Schlafzimmer hängen zu haben. Jedenfalls suche ich nicht bewusst nach verlorenen Seelen. Manche Erfahrungen müssen sie eben machen, und sie lernen dabei.

Wie läuft solch eine Seelenrettung ab? wollte Victor wissen.

DSCN3034Das ist sehr einfach. Ich untersuche, ob sie wissen, dass sie tot sind oder ob sie es nicht wissen. Ich stelle ein paar Fragen, um eine Beziehung und Vertrauen aufzubauen. Ich lasse sie nach dem Licht Ausschau halten, und wenn ich eine Lichtquelle sehe, bitte ich um einen Geistführer; Licht ist immer Ausdruck einer höheren Frequenz. Diese Arbeit ist etwas wie die eines Rettungssanitäters, der einen Patienten am Operationssaal abliefert. Es geht professionell und faktisch vor sich.

Mike Marable gab noch an, bei großen Unglücken mit vielen Toten helfe er nicht. An Seelen, die Jahrhunderte herumirrten, konnte er sich auch nicht erinnern, sehr wohl aber an einige, vielleicht zehn, die ihm später Dank wussten für ihr Befreiung.

♠ ♦ ♣

Auf seiner Homepage hat Mike Marable einige Gespräche mit Jürgen Ziewe, dem Hamburger Künstler, der seit 40 Jahren wie er selbst außerkörperliche Reisen unternimmt. (Ihr Kollege Bruce Moen sagt angeblich, er habe noch nie eine außerkörperliche Erfahrung gemacht. Und doch bereist er entfernte Gegenden, da er sagt, das Bewusstsein ist immer überall. »Shift focus« ist das Motto.) Ich wollte aber zunächst nur den Link zu einem Gespräch Marable/Ziewe bieten und auf die zauberhafte Musik zu Beginn und am Schluss hinweisen: den Song As We Go von Luminar. Und dann sollte ich mitteilen, dass Ziewe am 1. Dezember sein drittes Buch veröffentlicht hat, auf Multidimensional Man und Vistas of Infinity folgt Elysium unveiled, großzügig illustriert, denn Ziewe ist Künstler, was man auch seiner Homepage anmerkt. Auf Youtube gibt es einen 8-minütigen Beitrag über das neue Buch mit englischem Text.

 

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