Fritz goes Curling

Fritz Schütte aus Berlin, mein sportbegeisterter Freund und Radiomann in Berlin, hat heute um 17.30 Uhr auf Deutschlandradio Kultur ein 30-minütiges Feature über Curling. Da sind wir gespannt. Der Autor ist gewissermaßen ein Ethnologe des Sports und lässt uns Dinge hören, von denen wir nichts ahnten.  

Aus der Programmankündigung: 

Curling
Schach mit Stein und Besen
Von Fritz Schütte

Einschaltquoten bei Olympischen Winterspielen zeigen: Besonders beim jungen Publikum steht Curling hoch im Kurs. Erwachsene Menschen wischen aufgeregt das Eis, um die Bahn eines majestätisch darüber hinweggleitenden Steins zu beeinflussen. Das wirkt skurril und sieht auf den ersten Blick so einfach aus, als könne es jeder Laie. Doch Curling ist ein präziser Hightech-Sport und stellt hohe Anforderungen an Konzentration und Teamgeist. Viele Firmen buchen Curling-Seminare bereits zur Mitarbeiterschulung.

Bei mir ist Curling eine blasse Erinnerung, aber immerhin eine Erinnerung. Ich habe es nicht vergessen, wie ich – sagen wir vor 40 Jahren – an Sonntagen im Kellerzimmer saß, wo unser Fernseher stand, und die Sportschau durchschaute von Anfang bis Schluss. Da gab es diese Leute, die gut gekleidet neben diesem Stein herglitten und vor ihm wischten, mal langsamer, mal schneller, mal richtig, wie es heißt, aufgeregt. Es sah sehr elegant aus und wirkte meditativ. (Illustration: Curling im Central Park New York, ca. 1905; Library of Congress, Washington D.C.)  

Wenn man die Seite CURLINGBasics ansieht, ahnt man, dass es mit Wisch und Weg nicht getan ist. Eine komplizierte Sportart, aber welche ist es nicht? Sportarten wollen umworben und erobert werden. Das Regelwerk zu beherrschen ist erst der Anfang; der Geist des Spiels ist das Fundamentale.  

Curling ist vielleicht schon 500 Jahre alt. Vier Spieler in einer Mannschaft. Seit 1998 ist Curling sogar olympisch.. Sehr beliebt ist der Sport in Kanada und Schottland, in Schweden und der Schweiz. (Bild: Curling im Van Cordtland Park, New York; Library of Congress) Am besten hört man sich an, was Fritz Schütte mitgebracht hat.

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