Im Licht des Todes

In the Light of Death heißt ein neues Buch, das im englischen Verlag White Crow Books erschienen sind. Ineke Koedam hat für den englischen Neurologen Peter Fenwick recherchiert und mit Hospizmitarbeitern gesprochen, die paranormale Erfahrungen von Sterbenden miterlebten.

Schon 1926 veröffentlichte William Barrett sein Buch Death-Bed Visions, und in den 1960er Jahren erforschten der Isländer Erlendur Haraldsson und sein tschechischer Kollege Karlis Osis viele Fälle; ihr Buch erschien auf Deutsch 1977 unter dem Titel Der Tod – ein neuer Anfang. Interessant ist auch das Buch Wenn die Dunkelheit ein Ende findet: Terminale Geistesklarheit und andere ungewöhnliche Phänomene in Todesnähe, geschrieben von Michael Nahm und 2012 bei Crotona herausgekommen.

Die Autorin, 1963 geboren, arbeitet seit 12 Jahren in der Trauerbegleitung und war als Koordinatorin in Hospizen tätig. Das Vorwort zu dem neuen Buch stammt von Pim van Lommel, der mit Endloses Bewusstsein eine wegweisende Arbeit über die dramatischen positiven »Spätfolgen« von Nahtod-Erlebnisse vorlegte. Er meint, der Tod sei aus unserer Gesellschaft verbannt worden, obwohl ja laufend Leute stürben, 375 jeden Tag in den Niederlanden (vermutlich fast 2000 in Deutschland).

Der Tod sei auch für die Todkranken und ihre Familien oft ein Tabuthema. Man vermeide es, über das bevorstehende Ende zu reden. Natürlich führt der Zwang, Abschied zu nehmen, zu Emotionen. Häufige Erfahrungen von sterbenden Patienten sind erhebende Begegnungen mit anderen Bekannten oder Verwandten, die vor längerer Zeit gestorben sind. Was die Umstehenden für Halluzinationen halten, dürfte sich real vollziehen und bereitet den Menschen auf den Hinübergang vor. Sie können nun loslassen und tun dies gefasst, was wiederum den Zurückbleibenden ein Trost ist. Auch die Mitarbeiter in Hospizen sollten sich über die Erfahrungen im klaren sein, die Sterbende machen. Es nimmt einem die Angst vor dem Tod.

Anscheinend gibt es sogar »empathische Nahtod-Erfahrungen«, die gesunde Menschen betreffen können, während sie an einem Sterbebett stehen und sich gedanklich auf den Kranken konzentrieren. Dann sehen sie zuweilen Verstorbene, die auf diesen warten oder bekommen einen schnellen Rückblick auf das Leben des Sterbenden geliefert – und sind dann geistig plötzlich wieder da.

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Es ist ein Glück, wenn jemand in Ruhe in einem Hospiz sterben kann. Unglücke mit plötzlichem Tod sind schlimm. Der Journalismus in unserem Land recherchiert ja jedes Detail bei einer Katastrophe wie dem Airbus-Absturz, und da vergisst man auch nicht die Bolzen an der blockierten Cockpittür; doch ob die Toten »weg« sind oder weiterleben, interessiert nicht. Weiß ja keiner. Wirklich? 130 Jahre lang hat die Parapsychologie geforscht, Hunderte Bücher sind erschienen, und meiner Meinung nach (und nach der Meinung auch illustrer Denker) ist am Überleben des physischen Todes nicht zu zweifeln.

Vor etwas mehr als einem Jahr hatte ich dargelegt, was im Jenseits passiert, wenn ein Flugzeug abstürzt. Klar, die christliche Lehre ist nicht überzeugend. Wie sollen die Toten beim Jüngsten Tag, nach vielleicht zweihunderttausend Jahren, »im Fleische« wiederkommen? Wo sind die Informationen gespeichert? Das, was man okkulte oder esoterische Lehre nennt, liefert eine Erklärung: Demnach ist Träger unserer Seele und unserer Gefühle und Erinnerungen der ätherische Körper, ein Duplikat des physischen Körpers. Dieser Ätherleib ist unzerstörbar.

Der Körper kann zerfetzt sein, der Ätherleib überlebt. Wie in dem Buch Messages von Bonnie McEneaney erläutert wird, unternehmen die Verstorbenen einiges, um sich in Erinnerung zu rufen. Manchmal zeigen sie sich als Geist (in ihrem Ätherleib), oder man riecht ihr Parfum oder es blinken Lichter. Man muss es nur für möglich halten und die Zeichen zu interpretieren wissen. Es wird Hinterbliebene der toten Passagiere geben, die Botschaften empfangen.

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