Überlichtgeschwindigkeit

Noch ein Buch über Heilung, das ich trotz seiner 500 Seiten willig las: Vibrational Medicine von William Gerber (1988). Darin steckt ein wunderbarer Gedankengang, den ich hoffentlich annähernd deutlich wiedergeben kann: etwas wie ein Beweis der spirituellen Dimensionen, in die Teile von uns hineinragen.

Versuchen wir es. Gerber nennt es das Tiller-Einstein-Modell und schreibt auf den Seiten 143 bis 153 darüber. Einstein legte die Formel vor, nach der Materie in Energie umwandelbar ist( E = mc2). Kein Teilchen kann mit mehr als der Lichtgeschwindigkeit beschleunigt werden, die die höchste Geschwindigkeit in unserem Universum ist. Das ergibt sich auch aus der Einstein-Lorentz-Transformation: Gibt man in diese Gleichung Zahlen über der Lichtgeschwindigkeit c ein, entsteht ein Ergebnis mit imaginären Zahlen, etwa die Wurzel aus -1. Das sind für uns unmögliche Zahlen. Materie in der positiven Raumzeit kann nur bei Geschwindigkeiten von niedriger als c existieren und steht mit elektromagnetischer Strahlung in Verbindung.

Wenn es schneller geht (überlichtschnelle Teilchen heißen Tachyonen, sie wurden von Physikern erdacht), treten wir in die negative Raumzeit ein. Deren Teilchen haben negative Masse und weisen eher magneto-elektrische Eigenschaften auf. Überdies zeigen sie negative Entropie. Das ist interessant. Denn die Unordnung (Entropie) nimmt in komplexen Systemen stetig zu. Das ist ein Gesetz ― das allerdings nicht für die negative Raumzeit gilt und nicht für lebende Systeme. Das Leben tendiert stets zu erhöhter Ordnung (Sonst würde es, würden wir zerfallen.).

Das könnte bedeuten: Die positive Raumzeit betrifft unseren hiesigen Körper, die negative die »okkulten«, feinstofflichen Körper: also den ätherischen, astralen, mentalen und spirituellen Körper. Die Kraft von Heilern ist vor allem magnetisch. Sie wirkt auf die überirdischen Körper, die Duplikate unseres irdischen Körpers, die diesem sozusagen Gestaltvorlagen sind. Krankheiten tauchen zuerst am ätherischen und astralen Körper auf. — Nach Vermutungen geht die Seele mit beiden Körpern in die andere Welt, wirft den ätherischen Körper ab und bewegt sich dann in der Jenseitsdimension mit dem astralen fort. Diese Körper sind anscheinend jenseitig (negative Raumzeit) und reagieren auf Signale jenseits der Lichtgeschwindigkeit.

Da gibt es ja das Einstein-Podolksky-Rosen-Modell: Zwei miteinander verschränkte Teilchen werden in unterschiedliche Regionen geschossen. Wenn an einem dann ein bestimmter Spin (Drehrichtung) gemessen wird, hat das andere (verschwisterte) Teilchen augenblicklich den ergänzenden Spin. Einstein wollte nachweisen, dass diese Eigenschaft schon beim Abflug vorliegt, aber John Stewart Bell wies nach, dass das nicht sein kann. Das eine Teilchen richtet sich blitzartig nach dem anderen, und das Signal (gäbe es eines) müsste mit mehr als Lichtgeschwindigkeit fliegen. Das gab Bell auch zu, schweren Herzens. (Illustration: Floating Women von Rolf Hannes)

Diese vermuteten Körper, die uns mit dem Göttlichen verbinden (besonders der mentale und der spirituelle), sind also wie die Gegenstücke des ersten Teilchen, das weggeschickt wurde. Sie sind Blaupausen und Partner unseres physischen Körpers in einer anderen Dimension, und physikalisch gibt es anscheinend Belege dafür. David Ash und Peter Hewitt sprechen in ihrem Buch Wissenschaft der Götter von Super-Energie-Bereichen, in denen höhere Geschwindigkeiten gälten. Unsere Raumzeit wäre von einer anderen umschlossen, die von Super-Energie erzeugt werde.

Diese andere Raumzeit können wir nicht sehen, sie liegt in einer anderen Dimension, wird aber gleichwohl hier, unsichtbar, anwesend sein – wie auch unsere astralen und mentalen Körper dazu gehören könnten, ohne dass wir das wissen. In jener Dimension leben vielleicht auch die Verstorbenen mit ihren astralen Körpern, und zuweilen, im Schlaf, kommt es zu Begegnungen.

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