Glück auf dem Rücken

Ich bekam das Bild eines wunderschönen Pferdes zugeschickt, und um den Text war ich nicht verlegen. Sonst habe ich zwar nichts mit Pferden zu tun, aber eines im Vorbeifahren auf der Weide zu sehen, hebt das Herz. Sonst sagte mein Vater: »Überlass das Denken den Pferden, die haben die größeren Köpf‘.«

Auf eine interessante Stelle stieß ich im Bericht über eine Séance bei dem englischen Materialisationsmedium Helen Duncan. Das war 1951, und wegen der Authentizität der originale Text:

At one point Albert said that among the sitters was a gentleman who in his younger days knew a horse that was frequently ill-treated by its owner, and the horse had come through to show him that it was now happy. A horse’s head then appeared through the curtains. It was perfectly formed as to ears, eyes, and nostrils; only the lower jaw seemed to me (and I had a close-up view) to be unreal – not quite formed, although it appeared to be making attempts to mould itself properly.

Albert war der Geistführer von Mrs Duncan, und er sagte, unter den Teilnehmern befinde sich ein Herr, der ein Pferd gekannt habe, das in jüngeren Jahren von seinem Besitzer schlecht behandelt worden war. Das Pferd sei »durchgekommen« (sei dabei, sich zu materialisieren), um zu zeigen, dass es jetzt glücklich sei. Sofort erschien der Kopf eines Pferdes zwischen den Vorhängen des Kabinetts, hinter dem das Medium saß, und er war perfekt geformt, was die Ohren, Augen und Nüstern betraf; nur der untere Teil des Kinns schien (dem Berichterstatter der Séance) unwirklich – nicht richtig ausgeformt, obwohl man das Bemühen spürte, es besser zu gestalten.

Hunde, Katzen und andere Tiere aus der anderen Welt sind oft schon in Séancen aufgetaucht, aber ein Pferd: Das war neu. Doch hier das Bild des schönen Pferdes, das Soprano heißt und in Ravensburg lebt.

Bei Fred Frohock, in seinem Buch Healing Powers (1992), heißt es, der Ungar Oskar Estebany, früherer Oberst in der ungarischen Armee, hatte ein Pferd, das dem Tod geweiht schien. Die ganze Nacht über sprach er mit dem Pferd und liebkoste es, und am nächsten Morgen war es gesundet. Berührungen – der therapeutic touch – haben eine besondere Kraft, die Heilenergie übertragen können. In vielen Versuchen sind Wunden etwa bei Mäusen schneller geheilt, wenn ein Mensch sie »behandelte«, also seine Hand leicht darüber hielt.

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