Diamantseele (4)

Der Philosoph Plotin, ein Neuplatoniker, meinte ebenso wie einige TestpilotInnen, wir brächten nur einen kleinen Teil unserer Seele hierher; der größte Teil bleibe drüben, im »Intelligiblen«, wie er meinte. Damit können wir uns etwas »erden« und uns freuen, dass auch irdische Beobachter so dachten wir Seth, Salumet und Silver Birch. 

Auch Autoren aus unserer Welt neigten dieser Vorstellung zu. Der griechische Philosoph Plotin (205-270) schrieb in seinen Enneaden unter 4.8., »Über das Herabsteigen der Seele in den Körper«:

Soll ich es schließlich wagen, … meine Überzeugung frei herauszusagen, so ist meines Erachtens die Seele nicht in ihrer Ganzheit eingetaucht, sondern ein gewisser Theil derselben befindet sich stets im Intellegiblen, nur lässt uns der im Sinnlichen befindliche Theil, wenn er überwältigend wird oder vielmehr überwältigt oder verwirrt wird, nicht zur Perception dessen gelangen, was der obere Theil der Seele erschaut.

Das »Intelligible« ist wohl die Geistige Welt im Gegensatz zur irdischen Welt, dem »Sinnlichen«. Der dort (also: hier) lebende Seelenanteil weiß nichts von früheren oder anderen Leben.

Shaw Desmond schrieb 1939 in einem Buch (Reincarnation for Everyone):

Die Seele besteht wie ein Atom aus Protonen und Neuronen und Elektronen. … Das ist es, was die Seele ist … Ihre Teile können isoliert werden. Und es sind die isolierten Teile des Seelenkerns, um es so zu sagen, die sich als verschiedene Persönlichkeiten in deiner Welt manifestieren können … verschiedene Inkarnationen – sie alle gehören zu einer Seele, die wählen kann, welchen bestimmten Teil der Seele sie zu manifestieren wünscht.  

In den Jahrhunderten kommen da viele Inkarnationen zusammen, und dann, nach dem Tod, könnte es uns gehen wie Ned Dougherty, und bei seiner Nahtod-Erfahrung

nahm er eine ätherisches Architekturgebilde wahr, das einem alten römischen Amphitheater glich. Hier schickten ihm tausende Menschen Botschaften von Zuneigung, Ermutigung und Unterstützung zu. »Vergiss nicht, dass wir hier sind, um dich zu unterstützen. Mach weiter, und wir werden dir helfen. Du gehörst zu uns, wie wir zu dir gehören. Wir werden immer bereit sein, dir zu Hilfe zu kommen. Ruf uns, wenn du uns brauchst.«

Auch eine amerikanische Psychologin, die im Irak eine Explosion erlebte, schwebte über einem Stadion mit Tausenden Menschen und sagte:

Meine Persönlichkeit ist nur ein Aspekt von dem oder der, die ich wirklich bin. Was ich wirklich bin, ist ein Ausdruck Gottes. Wir sind viel größer, als wir gemeinhin annehmen. Unser Höheres Selbst hat den Überblick.

Ähnlich urteilte auch Phyllis Atwater, die viele Bücher geschrieben hat, 1997 nach einer Nahtod-Erfahrung über diese Phyllis, sie selbst:

Sie war eine Persönlichkeit oder Facette, die ich einmal projiziert hatte. Sie war eine Ausdehnung von mir, eine Rolle, die ich einmal gespielt hatte. Sie war eine bestimmte Entwicklung, an der ich teilhatte, ein bestimmter Fokus, der ich geworden war.

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