Diamantseele (5)
Ich hoffe, es mir gelungen, dieses Konzept deutlich zu machen. Trotzdem bleiben noch ein paar Fragen offen (finden alle Zeiten gleichzeitig statt zum Beispiel), doch das Manuskript ist ja viel länger, da können wir ein anderes Mal wieder einsteigen.
Runden wir das ab. – Seth:
Ich bin nicht mein Bewusstsein. Ich schicke nur einen Teil von mir selbst hierher. … Meine anderen Persönlichkeiten haben auf ihre eigene Art Fortschritte gemacht – sie leben wie ich, nur in einer anderen Schicht der Realität.
Und:
Denk daran, dass es viele Aspekte der Seele gibt, dass das Ganze viele Teile hat. Wenn ein Aspekt zurückkehrt, bringt er seine jüngsten Erinnerungen mit … Alle vorherigen Persönlichkeiten leben und sind bei Laune. Sie gehen ihren eigenen Weg.
Haben wir schon gehört. Kann man nicht oft genug sagen. Die Ärztin Sunshine Frost erzählte in einem Podcast im August 2024, ihr Geistführer habe alle ihre Erinnerungen gehabt. Er gehörte vermutlich zum Leitungskomitee ihrer Überseele. Ferner sagte sie:
Gott ist für mich wie eine Diskokugel. Wir alle sind Fraktale dieser Kugel, wir haben alle Anteil an der Quelle.
Und Tammy Lee Anderson:
Ein großer Teil von dem, was ich bin, ist jetzt schon in der Geistigen Welt. Ein Aspekt von mir ist hier. Unser Leben ist ein Fraktal Gottes, und geboren sind wir in eine Abfolge von Generationen, in eine Geschichte, in ein Programm. Wir sind Aspekte Gottes, und bei der Arbeit mit Obdachlosen, die immer vom Tod bedroht sind, erfuhr ich, dass die Kraft des Spirituellen unglaublich ist.
Unsere Diamantseele ist also Teil eines viel größeren, eines schier unendlich ausgreifenden Diamanten, und irgendwie ergibt das Sinn.
Das individuelle Bewusstsein ist ein Facette des Bewusstseins der Quelle, womit die Beobachtung eine Rückkopplungsschleife herstellt. Das heißt: Wenn Gott durch meine Augen blickt, sieht er/sie die Schöpfung und erfährt auch sich selbst in allen Möglichkeiten. Er/sie ist ein Bewusstsein, das sich selbst beobachtet. Doch hat er/sie uns Willensfreiheit gegeben und ein Ich mit vielen Bedürfnissen. Wir sollen lernen, zu lieben und uns letztlich als eine Welt, ein Körper zu fühlen. – Doch wir sind als Menschheit diesem Ziel noch nicht nahegekommen, nicht annähernd.
Das Bild, ein »kostenlose Foto«, ist von PxHere.
Zum Abschluss noch en schönes Zitat von Laurens van der Post aus seinem Buch Yet Being Someone Other:
Eine Klarheit von fast analytischer Schärfe war der Vorzug dieser Winter. Am reinsten war das Licht am frühen Morgen, und es war so hell und großartig, dass ich mich dort oben im Mastkorb wie eingeschlossen in das Herz eines Diamanten fühlte.
