Kalligraphie
In arabischen Ländern darf man in Moscheen keine Personen oder Tiere abbilden. Deshalb verfiel man darauf, möglichst opulent die Buchstaben des arabischen Alphabets auszuschmücken. Araber haben darin eine seltene Kunstfertigkeit entwickelt. Einige Beispiele.
Die Mönche im Mittelalter haben jedoch auch wunderschöne Seiten komponiert, die oft kopiert wurden. Das müsste man einmal extra behandeln. Schade, dass hier und heute die Handschrift verlorengeht. Sie gab ja auch Rückschlüsse auf den Charakter des Schreibenden, wäre auch mal ein Thema.
In arabischen Ländern gibt es verschiedene Kalligraphie-Stile. Hijâzî wurde seit dem 8. Jahrhundert vor allem auf der arabischen Halbinsel und in den berühmten Stätten Mekka und Medina eingesetzt. Koufik kommt aus der irakischen Stadt Koufa und arbeitet mit Blumen und geometrischen Mustern. Thuluth ist der prunkvollste Stil, den wir kennen, stammt aus Andalusien und wird nur zur Verzierung benutzt. Der Naskhi-Stil wurde seit den Abbasiden für den Schriftverkehr gebraucht und verbreitete sich nach Einführung des Papiers sehr. Auch der Diwani war sehr beliebt für Rundschreiben und Gesetze, da er sehr lesbar war. Diwan hieß eigentlich Verwaltung oder Büro.
In der Kirche St. Peter und Paul in Ottmarsheim war vor einem Jahr eine Ausstellung mit ein paar Werken des Künstlers Calligrapaint, dessen Werke auch auf Facebook zu finden sind. Zwei kann ich zeigen.
Mandalas sind auch besondere Kunstwerke, in denen sich der Blick verliert.
Eine Moschee in der Türkei.








