Kontaktaufnahme – wie?
Julia Assante hat ja in einem Podcast davon geredet, wie man den Kontakt zu Verstorbenen herstellt. In ihrem Buch The Last Frontier hat sie die Regeln dafür aufgeschrieben, und ich gebe sie im Folgenden wieder. Bei mir hat’s noch nicht geklappt; irgendetwas mache ich falsch. Aber ich versuche es weiter, setze mich um Mitternacht hin und rede auf einen Toten ein.
Aus ihrem Buch, S. 328:
Die vier kleinen Regeln
1 Bleib dran an deinen ehrlichsten Emotionen.
2 Sprich laut
Sprich laut in die Richtung, wo du dir deinen Abgeschiedenen vorstellst oder wo du ihn spürst. Beschreibe alles, was dir durch den Kopf geht, was du siehst, fühlst oder hörst.
3 Geh in dich
Egal welche Phänomene außerhalb von dir zu beobachten wären, nimm sie nicht mehr als äußere Phänomene wahr und fang an, sie in dir drin zu verorten. Das bedeutet, mit den Augen des Herzens zu schauen und mit den Ohren des Herzens (mind) zu lauschen, ob mentale Bilder und Botschaften aufzuspüren sind.
4 Stell den Verstorbenen Fragen
Frag den Verstorbenen etwas direkt. Dann mach eine Pause, schau und hören dein Inneres nach einer Antwort ab. Antworten kommen oft als Bilder oder Gedanken.
Erst solle man einen heiligen Ort in seinem Zimmer bestimmen, an dem man das Ritual ablaufen lässt. Dann solle man die Schöpferkraft (oder Alles, Was Da Ist) herbeirufen und um Schutz bitten. Wichtig ist auch, seine Ausstrahlung oder sein Charisma bewusst dorthin zu richten, wo der Verstorbene sein könnte. Das meint Julias Assante mit Verdicke deine Energie. Man kann sich vorstellen, die Ausstrahlung oder elektromagnetische Energie habe eine Farbe und lasse sich ausdehnen, bis sie den ganzen Raum fülle. Diese Energie (oder Liebe, wenn man so will) könne man auch auf eine Gegenüber hier in der Welt richten, womöglich erfahre man dann auch spontan etwas über die Probleme, die diesen Menschen bewegen.
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Das ist nun sehr knapp. – Ich leide schon ein wenig darunter, dass sich keiner meiner Verstorbenen melden mag, doch wie gesagt, ich versuche es weiter. Ich bin aber der Meinung, dass ich dort drüben ein Jenseitsteam habe, das meinen Blog als Aufgabe hat. Dazu ein kurzes Beispiel.
Ich sah mir einen Film aus Japan an über eine Geisha, von Kenji Mizoguchi, aber ich war nicht zufrieden. Irgendwie stimmte es nicht, immer wieder tauchten in mir die Tscherkessen auf, über die ich gelesen hatte. Also gab ich auf und las über die Tscherkessen und in der Tat: Der 21. Mai war der Gedenktag für das Massaker an ihnen 1864. Ich hatte nur noch den 22. Mai frei, aber das Angebot für den 21. gefiel mir ohnehin nicht.
Ich plante um und hatte den Einfall, zwei Gedanken, die ich unbedingt loswerden hatte wollen, auch noch einzubauen. Perfekt! So stimmte alles. Und der Einfall dazu kam von draußen, auch wenn es aus mir kam; jemand bedrängte mich, gab mir diesen Gedanken in. Zum Glück höre ich manchmal hin.
Oder beim Beitrag Niedereggenen/Peking Mitte Juli. Die Stelle, wo Bin sagt, uns fehle einfach etwas der liebe Gott, hatte ich vergessen zu erwähnen. Beim Radfahren wurde ich daran erinnert. Doch wieder vergaß ich es. Und noch einmal kam es in meinen Geist. Diesmal aber machte ich mich an die Arbeit. Nur logisch, dass das Jenseits-Team an den Schöpfer erinnern möchte.
Und manchmal ist es auch gut, vorsichtig andere Menschen auszuforschen. Auf dem Friedhof Binningen in Zürich sprach ich mit der 92-jährigen Frau Brambilla, die den Tod ihres Sohnes Fausto vor einem Jahr beklagte. Ihr Mann war jedoch schon vor 20 Jahren gestorben. Und dann vertraute sie mir an, dass er ein Jahr nach seinem Tod plötzlich in der Küche gestanden habe. Er habe jung ausgesehen und geraucht, und als er sie bemerkt habe, sei er verschwunden; seine Frau war nie glücklich über sein Rauchen gewesen.