200. Todestag Hebels

Heute vor 200 Jahren starb in Schwetzingen der badische Nationaldichter Johann Peter Hebel. Viele Ausschnitte aus seinem Werk gibt es bei manipogo. Im Pflegeheim habe ich oft aus Hebel gelesen, und es gelang mir sogar leidlich, das Alemannische gut auszusprechen, und wenn man mich dafür lobte, freute ich mich sehr.

Übe seinen Tod schreibt Wikipedia:

Im September 1826 begab er sich auf eine Dienstreise, um in Mannheim und Heidelberg Schulprüfungen abzunehmen. Nach den Prüfungen in Mannheim, wo er bereits unter starken Schmerzen gelitten hatte, besuchte er den Gartenbaudirektor Johann Michael Zeyher und seine Frau in Schwetzingen. Sein Gesundheitszustand verschlechterte sich und er bekam hohes Fieber. Wie sich später bei der Obduktion zeigte, litt er an Darmkrebs. Ärzte, die aus Schwetzingen, Mannheim und Karlsruhe herbeigerufen wurden, konnten ihm nicht mehr helfen: Hebel starb in der Nacht auf den 22. September 1826. Er wurde in Schwetzingen beerdigt. 

Hebels Grabmal vor dem Johann-Peter-Hebel-Haus. Früher lag hier der alte Friedhof, so beließ man das Grab dort. Unten steht: von Freunden und Verehrern

 

Am Haus dahinter überlebensgroß der Dichter. Rechts oben, neben ihm, ist angegeben Hausen im Wiesental, links unten Lörrach und unten rechts Karlsruhe, drei seiner Lebensstationen. Die letzte steht unten: Schwetzingen

 

Das Schwetzinger Schloss passt noch hierher

 

Bild von Wikimedia Commons. Johann Peter Hebel mit Elisabeth Baustichler, 1814 von Carl Joseph Alois Agricola erstellt. Dieses Treffen gab es in Wirklichkeit nie

 

Und für Johann Peter Hebels theologische Verdienste zitieren wir aus dem Zündhölzle, dem Gemeindebrief der Evangelischen Kirchengemeinde St. Cyriak, Sulzburg:

Förderer ermöglichten ihm den Besuch des Karlsruher Gymnasiums, das er 1778 abschloss. Danach studierte er Theologie, wurde ordiniert und unterrichtete im Badischen Oberland. 1790 wurde er als Lehrer an das Karlsruher Gymnasium berufen, dessen Leitung er 1808 übernahm. Seit 1792 wirkte er außerdem als Hofdiakon am Hof Markgraf Karl Friedrichs. 

1819 wurde er Prälat der badischen lutherischen Kirche und damit Abgeordneter in der ersten Kammer der Badischen Ständeversammlung. Hebel setzte sich für die Vereinigung der lutherischen mit der reformierten Kirche ein und wurde 1821 der erste Prälat der Evangelischen Landeskirche in Baden und damit der höchste geistliche Vertreter der Landeskirche im 19. Jahrhundert. Hebel trug 1821 dazu bei, dass sich die lutherische und die reformierte Kirche in Baden vereinigten. So entstand die gemeinsame Evangelische Kirche in Baden. 
(…) 
Sein literarisches und theologisches Erbe zeigt, wie wichtig es ist, Geschichten zu erzählen, die Menschen berühren, zum Nachdenken anregen und über Grenzen hinweg verbinden – geografisch und religiös. 

 

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