Ein US-Polizist und seine Inkarnation
Victor Zammit bot uns vor 5 Wochen den berühmten Reinkarnations-Fall von Robert L. Snow an, dem langjährigen Leiter der Mordkommission von Indianapolis, der bei einer Rückführung entdeckte, ein mäßig bekannter Maler in New York gewesen zu sein, James Carroll Beckwith. Snow schrieb darüber ein erfolgreiches Buch.
Zammits Videoclip war aus dem Jahr 2001, also 25 Jahre alt. Hat mir nicht gefallen. Also forschte ich bei Youtube herum und fand, dass Robert L. Snow Anfang Dezember 2023 bei dem Podcast Waking up spiritually eingeladen war. Dort erzählte er in einer Stunde flüssig seine alte, großartige Geschichte.
Snow leitete 38 Jahre lang die Mordkommission von Indianapolis und wurde 2007 pensioniert. Das Reinkarnationsbuch gefiel der Polizeibehörde nicht und stoppte seine Karriere abrupt. Snow nahm es mit Gelassenheit: Die Polizei sei eben konservativ. Sein Buch hieß Portrait of a Past Life Skeptic (Porträt seines Reinkarnations-Skeptikers).
Der Fall ereignete sich 1992. Snow hielt diese Reinkarnations-Behauptungen für Schwachsinn und diskutierte mit einer befreundeten Psychologin darüber, die ihm riet, sich zum Spaß einer Rückführung zu stellen. Er zögerte, und als die Frau ihn fragte »Hast du etwa Angst?«, reagierte er und ging zu einer Dr. Griffiths; denn kein Polizist lässt sich gern sagen, er habe Angst, sagte er selber.
Er war sicher, dass das alles Einbildung oder Erfindung sei. Die Therapeutin ließ ihn in der Vorstellung in einen Ballon steigen, und los ging es. Irgendwann sollte er »aussteigen«. Der Polizist tat es – und fand sich in einem Tal wieder, trug alte Klamotten, war einsam. lebte in einer Höhle. Nächstes Leben: Er saß da und wartete auf das Treffen mit einer Frau. Dann – ein Leben als Frau. Sie steuerte ein Gefährt, brachte ihren todkranken Mann heim und plante, ihre Tochter zurückzulassen. Die Schuldgefühle darüber waren stark.
Dann sagte sie: Fünf Jahre weiter. Er war wieder der besagte Mann, der auf ein Treffen wartete. Diesmal stand er in seinem Atelier und hatte vor sich das Gemälde einer buckligen Frau. Er sah »jeden Pinselstrich«. Und irgendwie kam ihm in den Sinn: »Sie starb an einer Embolie.« Und er wurde sehr traurig. Die Therapeutin: »Gehen Sie zu Ihrem Tod!« Da lag er und spürte, wie die Seele entwich und aufstieg durch die Decke. (Links sehen wir ein Bild des Malers: ein Porträt von Mark Twain)
Die Geschichte ließ ihm keine Ruhe. Snow hatte mit dem Tonband aufgezeichnet, was er bei der Sitzung gesagt hatte. 28 Punkte zu dem Maler notierte er sich. Ja, der Maler! Es war 1992, vor dem Internet. Er durchstöberte Kunstbücher und Zeitschriften und befragte Kenner: nichts. Monatelang forschte er herum; es war für den Polizisten wie ein »cold case«. Der Zufall jedoch half ihm. Mit seiner Frau unternahm Robert Snow einen Ausflug nach New Orleans, und in einer kleinen Galerie stand es: das Bild der buckligen Frau! Snow sagte:
Ich stand fünf Minuten davor. Plötzlich war ich fürchterlich erschrocken. Als Polizist bei Mordfällen erlebt man ja einiges, aber da war ich richtig geschockt, so sehr wie nie im Leben.
Der Maler hieß James Carroll Beckwith, war 1852 zur Welt gekommen und 1917 in New York City gestorben. Er hatte ein Tagebuch von 17.000 Seiten hinterlassen, und Bob Snow las sie alle. Sämtliche 28 Punkte ließen sich bestätigen. Sogar die Aussage von der Embolie: Beckwiths Mutter war daran am 5. Dezember 1886 gestorben. Snow:
Diese Sache war es, die mich überzeugte und sozusagen über die Kante schob.
Sowas ist natürlich schön, aber vielleicht braucht es einen Detektiv dazu, an dem Fall dranzubleiben und nicht locker zu lassen. Der Polizist wurde durch Hypnose in andere Realitäten versetzt, und er betonte, es sei »total real« gewesen. Jetzt kennt ihr also die berühmte Geschichte von Robert L. Snow, der Carroll Beckwith war, den wir rechts oben sehen als jungen Mann.
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Ich frage mich natürlich, inwiefern dieser Fall in meine Theorie passt, die sich – Stichwort Diamantseele – auf Seth, Silver Birch, Salumet und andere beruft. Natürlich war Snow Beckwith – aber in Form einer anderen Facette seiner Überseele. Jeder kann alle Erinnerungen der anderen Seelenfacetten haben, und mögen es Hunderte sein. Mich hat eben immer gestört, dass man sagt: Ich war mal Beckwith! Was ist mit diesem Maler geschehen? Ist er in Robert L. Snow aufbewahrt, in ihm aufgegangen, verdunstet?
Nein. Seth und Salumet sagen: Er lebt weiter und geht im Jenseits seinen Weg. Hat seine geliebte Mutter getroffen und malt möglicherweise weiter. Und Snow könnte nach seinem Ableben die anderen seiner Ichs treffen und sich mit ihnen unterhalten; problemlos, denn es sind ja alle er.
Man erzählt sich diese Fälle und hört sie an auf der Basis des stillschweigenden Gedankens, dass ich viele andere Leben hatte. Aber wir haben nicht nur eine Seele, und wir wollen diesen früheren Leben auch ein Weiterleben im Jenseits gestatten. Denn wenn in 300 Jahren mal jemand sagt: »Ich war ein Polizist in Indianapolis, ich hieß Robert L. Snow«, dann fragt man sich, wo dieser Snow dann ist. Doch er lebt im Jenseits weiter, wie die anderen Ichs, und Snow ist nur ein Name unter vielen, die seine Überseele trug in den Jahrhunderten.
Das Bild oben zeigt Indianapolis und einen Polizeiwagen. Es ist von Wikimedia Commons, und auch die anderen beiden Bilder sind gemeinfrei.
Übrigens: Gab es da nicht Medien, die berühmte Maler gewissermaßen channelten? Habe ich das nie behandelt? Ich nehme mir das Thema mal vor.
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