TestpilotInnen (125): Vier KandidatInnen
Ich bin immer noch wild auf Nahtod-Erfahrungen. Sie werden mir von Youtube angeboten, ich muss nur zugreifen. Und diese Filmchen sind selten länger als 20 Minuten, das hält man aus. Und spannend sind sie alle. Fassen wir 4 Beispiele zusammen, die alle aus dem Juli und damit ziemlich neu sind.
In Frankreich gibt es den Podcast Point Zéro, und da habe ich mir zwei Beispiele angesehen. Ich halte das ziemlich knapp und greife heraus, was mir bedenkenswert erscheint. Die Grundstruktur kennen wir ja.
Melissa Matteucci, 48 Jahre alt, hatte mit Spirituellem nie etwas zu tun. Sie machte Karriere, hatte viel Arbeit, doch dann traf sie der Burnout. Sie entschloss sich, karitative Arbeit in Kambodscha zu machen, und da wurde sie schwer krank, konnte nicht mehr atmen. Und dann war sie oben – und drüben.
Auf der linken Seite stand meine Familie, also die, die bereits gestorben waren. Sie waren so glücklich, mich wiederzusehen! Sie bewillkommneten mich mit viel Liebe. Dann war da eine Stimme, und die Person, die zu mir sprach, war mein Ich-Ich, sie war ruhig, aber nicht wie der Mensch, der ich war, eher wie eine Mutter, eher wie mein Ich aus der Zukunft: die Person, die ich erst werden musste, bevor ich das Recht hatte, mich den Verstorbenen anzuschließen. Es kam die Frage auf: Was hast du noch nicht richtig gelebt? Ja, die Liebe! Da zog es mich in meinen Körper zurück.
Hervé Nordmann war Funktionär und reiste in der Welt herum. In Nairobi nahm er ein Taxi, das angehalten wurde, und als er ausstieg, schoss ihm ein Junge eine Kugel in den Rücken. Er hatte Glück, wurde per Autostop mitgenommen, kam ins Krankenhaus, war fast völlig ausgeblutet, konnte aber gerettet werden. Als er da auf der Straße lag, wurde ihm seine Mission bekanntgegeben: der Hunger in der Welt. Kann man nicht etwas dagegen tun? Nordmann veranstaltete nach seiner Genesung Konferenzen mit Erzeugern von Nahrungsmitteln und den armen Ländern, und niemand wies ihn ab.
In dem Podcast When You Die, den Laurie Majka präsentiert, erzählte Catherine O’Loughlin, dass sie, die Bienen betreute, plötzlich gestochen wurde und eine allergische Reaktion bekam. Vor ihrer Tür brach sie zusammen und entschwebte. Auch sie erlebte eine Willkommensparty, doch dann hielt jemand sie auf: Sie durfte sich ihren Verwandten nicht anschließen, sonst gäbe es keinen Weg zurück. Catherine berichtete auch von einem weiblichen Wesen, das 3 Meter groß war, blaue Haut hatte und Augen wie Diamanten. Dieser Engel sagte ihr: »Darling, wir haben dich noch nicht erwartet!« (Da geht noch mehr: André Arévalo beschrieb zwei Engel wie Säulen, 13 Meter hoch, mit einem Auge nur.)
Alles, was es brauche, sei, glücklich im Herzen zu sein. Und den Lebensrückblick könne man vorwegnehmen, man könne in diesem Leben schon nachdenken, wo man vielleicht nicht richtig gehandelt habe.
Heather Vandermeyden äußerte sich in dem Podcast NDE Journey. Sie war schwer krank und verbrachte Wochen
auf Intensivstationen. Manchmal bekam sie mit, wie Engel in der Nähe waren, wenn jemand sterben würde, und sie legten den Angehörigen die Hand auf die Schulter, um sie zu trösten. 20 Mal verließ sie während des Komas ihren Körper und wurde an viele Orte geführt, auch in eine Bibliothek mit Tausenden Büchern. Als sie langsam heilte, standen plötzlich zwei Kinder vor ihr: ein kleines Mädchen und ein Junge.
Nachdem sie geheilt war, beschlossen ihr Mann und sie, kurzzeitig Kinder aufzunehmen, und vielleicht könnten sie einmal welche adoptieren? Zwei Kinder konnten nicht zurück zu ihren Familien, sie blieben bei Heather und ihrem Mann, und es war genau der Junge und das kleine blonde Mädchen, die sich schon 5 Jahre vor ihrer Geburt ihrer künftigen Mutter gezeigt hatten. Nun, als sie sprach, sind die beiden 25 und 21 Jahre alt.