Das Lächeln des Universums (2)
Wie bereits gesagt: Es ist schade, die Wunder der Jahrhunderte nur so zu streifen. Wir haben sie vergessen. Die Religionen lehnen sie ab, die Medizin will auch nichts von ihnen wissen: Für Ärzte handelt es sich immer um »Spontanremission«, wenn ein Tumor verschwindet. Doch was sind die Bedingungen dafür? Helfen Gebete? Michael Grosso hat darüber nachgedacht.
Er erläutert:
Wunder sind für Gläubige nützlich, insofern sie Zeugnis ablegen von der Macht gewisser mentaler Einstellungen, die mit dem Glauben zu tun haben – es zeigt sich, dass der Glaube mehr ist als bloß unsinnnige Hoffnung. Die empirische Forschung legt auch nahe, dass Gebete Wirkung zeigen könnten. … Wunder könnten auf eine künftige allgemeine Umwandlung (Transformation) der Menschheit hindeuten. Das Bewusstsein ist grenzenlos, nicht reduzierbar, nichtlokal und radikal kreativ. Wunder besitzen eine Affinität zum Surrealismus: Traum und Realität schwimmen ineinander. Sie kommen aus einer Welt zu uns, die unsere Welt enthält.
Solche Wunder können wir etwa schaffen, wenn wir uns im Traumreich befinden. Wunder zeigten uns, dass wir stets bereit sein sollten für das Unmögliche. Wichtig seien Glaube, Vertrauen und die Erwartung. Wie können wir unseren Geist bereit machen für Wunder? Dazu müssten wir das Leben als eine Kunst-Performance betrachten und »Was-wäre-wenn«-Szenarien ausspielen. Sagte nicht Jesus Christus, dass der Glaube Berge versetzen könne? (Hier muss man den Placebo-Effekt erwähnen, der schon einiges bewerkstelligen kann.)
Eine gewisse Orientierung muss sein, die Intention ist wichtig. Doch es solle eine »mühelose Intention« sein, mahnte der Parapsychologe Thouless. Keine große Anstrengung! Außerdem müsse man Menschen in paranormaler Gruppendynamik unterrichten. Wenn viele im selben Sinnn und Auftrag wirken, kann Ungeheures geschehen. Grosso fragt:
Können wir mit dieser Gegenwart, diesem »Großen Geist« einen bedeutungsvollen Dialog führen?
Menschen wurden durch innere Helfer zum Heilen und Prophezeien gebracht. Eine weitere Bemerkung:
Wir haben in uns intelligente und kraftvolle Wesen unbekannter Herkunft, wenn wir mit dem Einen Geist zusammenkommen!
Λ λ Λ
Begnügen wir uns mit diesem Ausblick. – Mein Blick fiel auf einen Artikel von Harald Walach, der in diesem Zusammenhang wichtig ist. Er erschien am 14. September auf seinem Blog und heißt: Was hat die Kirche gegen Geistiges Heilen? Wiesendanger ist Experte für die Heiler, ich habe ihn schon 1992 bei den Basler Psi-Tagen miterlebt. In dem Beitrag malt er sich aus, ein Heiler trete heute am Bodensee auf, dürftig gekleidet, und heile Menschen. Die Kirche würde so einen, der an Jesus erinnern soll, heute wohl vor Gericht zerren.
Wiesendanger scchrieb, in der Kirchengeschichte habe das Wort immer mehr als das Werk gewogen, Seelenheil ging vor Leibesheil. Eine Abneigung gegen Wunder sei zu verzeichnen, ein fatalistisches Krankheitsverständnis und die Angst vor Nähe. Die Kirchen seien ohnehin auf dem Rückzug. Leider kann der Experte den 10.000 in Deutschland wirkenden Geistheilern kein gutes Zeugnis ausstellen. Oft haben sie eine nur zu schnelle Ausbildung durchlaufen und können nur gut reden. Einer von 100 sei vielleicht bemerkenswert.
Und Wunder sind nichts, was man versprechen kann. Garantien dafür gibt es nicht. Dein Wille geschehe! heißt es in der Bibel.
Die Fotos sind gemacht wurden im Graffland, eine Zone für Sprayer Nähe Glattpark, Wallisellen bei Zürich.
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