Reinkarnation nach der Shoah (2)
Lewis D. Solomon erinnerte in Das kabbalistische Totenbuch (2012) an Rabbi Yonassan Gershom, der 1997 das Buch Kehren die Opfer des Holocaust wieder? publizierte. Daraus im Folgenden ein Auszug. – Vor 4 Jahren hatte manipogo Sara Rigler erwähnt, die ebenfalls über die Reinkarnation von Shoah-Opfern geforscht hatte.
Eine Geschichte in Rabbi Gershoms Buch lieferte Abbye Silverstein, die am 10. März 1953 geboren wurde (in Solomons Buch auf den Seiten 221 bis 228). Ihre Eltern waren Arbeiter in der Bronx. Der Großvater aus Russland war kurz vor ihrer Geburt gestorben und hatte beim Holocaust seine gesamte Familie verloren. In der Familie kam keine rechte Wärme auf. Abbye betete und meditierte gern.
Eines Tages stieg in ihr das Bild eines dunkelhaarigen bärtigen Mannes auf. Sie träumte ferner, es sei 1930, und sie halte sich in Berlin auf. Bis ihr der Mann in einem weiteren Traum (im Dezember 1978) nochmals erschien und ihr bedeutete, sie seien in einem früheren Leben ein Liebespaar gewesen. Die Zeit für eine Rückführung war also gekommen.
Abbye war, so konnte sie es rekonstruieren, die deutsch-jüdische Anna gewesen, eine hübsche Person, die Psychiatrie-Ärztin werden wollte. Richard verliebte sich in sie, und sie heirateten. Im Frühjahr 1933 nahmen die Verfolgungen durch die Nationalsozialisten zu, und Anna und Richard verließen in einem schwarzen Mercedes-Benz das Land, fuhren nach Frankreich. In einem Wald fuhr er zu schnell, und der Wagen knallte an einen Baum. Beide waren tot.
In der geistigen Welt empfing sie in einem Saal ein Wächter. Die Schrecken des Holocaust seien ihnen erspart geblieben, damit sie den Opfern helfen könnten, erfuhren sie. Solomon schreibt:
Annas erste Aufgabe in der geistigen Welt bestand darin, Neuankömmlinge aufzunehmen. Auf der Erde unten wurden die Juden ausgerottet, und ihre Seelen gelangten in rascher Folge in die Zwischenwelt. Sie hatte ihren Platz im großen Saal. Dieser entsprach ›Ellis Island‹ im Himmel … Die jüdischen Seelen kamen in Scharen, mit durch die Folter verkrüppelten und entstellten Astralleibern, aller Würde beraubt.
In ihrem Amt nahm Anna die wichtigen Daten für die Akasha-Chronik auf: Name, Geburtsort, Wohnort, Beruf, Familiengeschichte, Todesart und so weiter. Bald begegnete sie ihrer Mutter, ihrem Vater, ihrer Schwester, ihrer besten Freundin, als diese in der Reihe der Aufzunehmenden standen. Sie waren im Holocaust umgekommen. Wie die übrigen Juden wurden auch sie in den Teil der jenseitigen Welt geschickt, der »Nur für Juden« gekennzeichnet war – nicht um sie abzusondern, sondern ihnen einen Ort zur Verfügung zu stellen, wo ihre Seelen in Geborgenheit heilen konnten.
Dieser jüdische Teil des Himmels war in Länder, Städte und Dörfer eingeteilt, die der Heimat der Verstorbenen auf der Erde entsprachen. … Alles, was auf der materiellen Ebene zurückgelassen worden war, wurde in der geistigen Welt wieder aufgebaut, um diesen schwer verwundeten Seelen beim Übergang in die Wiederverkörperung während des »Baby-Booms« zu helfen.
Anna wurde schließlich Leiterin eines Heilungszentrums, in dem für Holocaust-Seelen gesorgt wurde, um sie gleichzeitig auf den Übertritt in ein neues Erdenleben vorzubereiten. 1945 wurden die jüdischen Abteilungen aufgelöst, die Juden konnte auch andere Bereiche der Zwischenwelt aufsuchen, und Richard bereitete sich gegen 1950 auf eine neue Inkarnation vor. Sie würden sich wiederfinden, versprach er.
Anna war erst 1953 bereit. Sie schloss den Vertrag über ein neues Leben auf Erden, und ihre Geistführer Ruth und Isaak würden ihr helfen. Nach vielen Schwierigkeiten würde sie Gott wieder als Heilerin dienen können.
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