Das endlose Bewusstsein

Seit ein paar Jahren redet man offen über Bewusstsein. Doch vor 50 Jahren war das in der Wissenschaft tabu, man nahm das Wort nicht in den Mund, obgleich es durch die Quantenphysik schon vor 100 Jahren in den Fokus geriet: Sie sagte, wenn  der Mensch etwas messe, »bricht die Wellenfunktion zusammen«, und wir haben ein Ergebnis; wir haben die Welt gestaltet..

Was ist Bewusstsein? Wer ohne Traum schläft, hat kein Bewusstsein, wer wach ist, erlebt das Wachbewusstsein, und es gibt auch veränderte Bewusstseinszustände. Van Lommel:

Man kann sich der eigenen Gefühle, Gedanken und Erinnerungen bewusst sein – der sogenannten Objekte des Bewusstseins. … Der Physiker und Psychologe Peter Russell vergleicht diese Fähigkeit (Bewusstsein zu erfahren, Anm.) mit dem Licht eines Filmprojektors. … Ohne das Licht des Projektors gäbe es keine Bilder, daher kann man das Licht mit der Fähigkeit vergleichen, Bewusstsein zu erfahren (Siehe den Beitrag »Anmerkungen zum Licht«, Link unten).

Doch die Bilder selbst sind nicht das eigentliche Bewusstsein. Wenn nur noch das Licht des Projektors strahlt und keine Bilder mehr vorhanden sind, können wir von einer reinen Quelle des Bewusstseins sprechen. Einem reinen, inhaltsleeren Bewusstsein, das mitunter nach jahrelangem Meditieren erfahren werden kann und von indischen Philosophen und Weisen »samadhi« genannt wird. 

Solche Menschen bezeichne man auch als erleuchtet. – Es gebe auch ein universales, kollektives menschliches Bewusstsein, das mit dem kollektiven Unbewussten von Carl Gustav Jung vergleichbar sein könnte. Es äußere sich in Träumen mit Bildern, und man bezeichnet das als den »transpersonalen Aspekt« des Bewusstseins, es gehe also darüber hinaus (trans, daher kommt die Transzendenz, das »Übersteigen«). Die heutigen Psychologen wollen indessen nichts davon wissen.

Dieses transpersonale Bewusstsein könnte man auch Einheitsbewusstsein nennen.

Dieses Einheitsbewusstsein geht über das Individuelle hinaus und verbindet den Menschen mit einer Welt jenseits von Raum und Zeit. … (Ken) Wilber (ein US-Autor) nennt dieses grenzenlose und endlose Bewusstsein den spirituellen Aspekt jedes Menschen, in dem zu jeder Zeit die Gegenwart (das Jetzt) präsent ist. Hier gibt es weder Vergangenheit noch Zukunft, weder Anfang noch Ende. Hier gibt es keine Grenze zwischen Ich und Nicht-Ich. Alles ist in einer grenzenlosen Einheit miteinander verbunden. … Nicht-lokal ist alles mit allem verbunden. 

Pim van Lommel erinnert hier an seinen nicht-lokalen Raum und erwähnt, dass der US-Religionsforscher William James gesagt habe, das Bewusstsein entstehe nicht in der physischen Welt, es existiere vielmehr »in einer anderen, transzendenten Sphäre«. Und er fasst zusammen:

Unser Bewusstsein ist intrinsisch mit dem nicht-lokalen Raum verbunden. Der nicht-lokale Raum oder das Vakuum bildet demnach die Quelle sowohl der physischen Welt als auch des Bewusstseins, und das nicht-lokale Bewusstsein bildet die Quelle des Wachbewusstseins wie auch aller anderen Bewusstseinsaspekte. Das Bewusstsein in jedem ihrer Teile ist unbegrenzt und endlos. Genau das versteht man unter Nicht-Lokalität. 

Und die TestpilotInnen und die Verstorbenen kommunizieren mit dem Licht.

Man ist in diesem Moment völlig in das »erleuchtende« und allumfassende Bewusstsein aufgenommen. 

Λ Ψ Ω

Und unser Bewusstsein gehört zu diesem allumfassenden, dem endlosen Bewusstsein, das aus dem nicht-lokalen Raum jenseits der Sterne kommt, und Raum und der aus ihm strömende Geist sind die Große Energie, die Schöpferkraft, sind G*tt, der aus unermesslicher Liebe das Multiversum erschaffen hat, und wir helfen ihm, denn wir sind auch Mitschöpfer, wenn auch fehlbar und bisweilen irregeleitet. Doch wir arbeiten daran. Das Ziel verkündete Jesus in der Bergpredigt:

Seid vollkommen, wie euer Vater im Himmel vollkommen ist.

 

Das Bild oben stammt aus einer Ausstellung in München, und ich habe es farblich verändert. Das untere Bild ist von Karlheinz Renner, Freiburg, der es »Rom« betitelt hat. 

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