Unser Gehirn

Von Neurologie habe ich keine Ahnung und von Medizin sehr wenig, darum werde ich in diesem Beitrag übers menschliche Gehirn vorwiegend Pim van Lommel zitieren. Es geht uns ja eher ums Bewusstsein als ums Gehirn, und das kommt morgen dran.

Pim van Lommel schreibt:

Es ist immer noch eine unbewiesene Tatsache, dass Bewusstsein und Erinnerungen ausschließlich in unserem Gehirn produziert und gespeichert werden. Schon seit Dutzenden von Jahren versucht man, diese Funktionen im Gehirn zu lokalisieren, aber bis heute ist dies nicht gelungen, und es ist noch immer fraglich, ob es je gelingen wird.  

Das Gehirn besitzt 1014  Synapsen, das ist eine kaum vorstellbare Zahl. Synapsen verbinden die Neuronen untereinander, etwa 1000 gehen von jedem Neuron aus, und auf 1 Kubikzentimeter gibt es im Gehirn 100 Millionen Neuronen. Dennoch

errechnete der Compterspezialist Simon Berkevich, dass die Kapazität des Gehirns trotz dieser riesigen Zahl von Neuronen immer noch vollkommen unzureichend dafür wäre, alle Erinnerungen unseres Lebens und die damit verbundenen assoziativen Gedanken und Gefühle zu speichern. … Auch der Neurobiologe Herms Romjin (1940-2002) … hat nachgewiesen, dass das Speichern aller Erinnerungen im Gehirn anatomisch und funktionell unmöglich ist.

Das Gehirn verbraucht mit seinen eineinhalb Kilogramm 20 Prozent unserer Körperenergie. Um sich hier zu fühlen und Gedanken und Gefühle zu haben, bedarf es eines funktionierenden Systems aus vielen Gehirnzentren. …

Es erscheint immer unwahrscheinlicher, dass das Bewusstsein einzig und allein ein Produkt des Gehirns ist. Nicht nur weil die messbaren Aktivitäten des Gehirns nichts über den Inhalt von Gefühlen und Gedanken aussagen, sondern auch weil das Bewusstsein in der Lage ist, die Anatomie und Funktionsweise des Gehirns zu verändern (Neuroplastizität, Placebo). Weiterhin wurde nachgewiesen, dass Bewusstsein (in einer NDE) unabhängig von einer Gehirntätigkeit erfahren werden kann. 

Um einen Zusammenhang zwischen Gehirn und Bewusstsein herzustellen, brauchen wir noch den nicht-lokalen Raum. Diese Nicht-Lokalität benötigt für Wirkungen nicht die räumliche Nähe oder so etwas wie Ursache und Wirkung. Im nicht-lokalen Raum gibt es keine Materie, nur Wahrscheinlichkeiten, die jedoch, wenn das Bewusstsein eingreift (wenn ich etwa etwas messe), zusammenbrechen und Teilchen produzieren. Der nicht-lokale Raum ist ein Vakuum.

Der nicht-lokale Raum ist eine verborgene Wirklichkeit. Alles, was wir sehen, existiert in jenem Raum geisterhaft, als »Interaktion von Quantenzuständen«, und van Lommel schreibt:

Alles Sichtbare entspringt dem Unsichtbaren.  

Einige Physiker vertraten die Ansicht, dass Bewusstsein im Universum von Anfang an existent ist und alle Materie subjektive Eigenschaften oder Bewusstsein aufweist. Bewusstsein ist demnach nicht-lokal und fungiert als Ursprung oder »Fundament« aller Dinge.

Und zwischen dem Bewusstsein und dem Gehirn gibt es Schnittstellen.

 

Verwandter Artikel:

Du, dein GehirnGehirn, Psyche, GeistBrenda Dunne und PK, PEAR und RNG 

 

 

 

Die Kommentarfunktion ist derzeit geschlossen.