Geister-Austreibung

Eine Woche vor Ende der Ausstellung Geister im Kunstmuseum Basel war ich dort und habe sie mir angesehen. Was an meinen Ausführungen zu einem Artikel in der Badischen Zeitung vor 5 Monaten (zum Beginn der Ausstellung) nicht viel ändert. Der Geist als reale Gestalt wurde gezeigt, die Texte hierzu demontierten ihn jedoch.

Man darf ja ein paar Bilder zeigen, sie sind alt, und die Ausstellung ist seit 2 Wochen zu Ende. Schon der Text am Eingang irritierte mich. Da hieß es:

Auch wenn viele Menschen von persönlichen Erlebnissen berichten könnten … 

Was doch ein einziger Buchstabe bewirkt! Denkt man ihn sich weg, stimmt es; doch er wurde eingefügt. Durch das t in könnten entstand die Möglichkeitsform (Konditional), und so stimmt es eben nicht. Es ist nicht so, dass Menschen vielleicht etwas erlebt haben, es aber nicht berichteten, nein! Sie haben Geister erlebt und davon erzählt, seit Jahrhunderten tun sie das!(Das Bild rechts war auch zu sehen, ich weiß aber nicht, von wem es ist)

Und sollten wirklich 90 Prozent der Berichterstatter unter Drogen gestanden haben oder Betrüger gewesen sein, wie gern angedeutet wird, so blieben immer noch genug Zeugnisse, die für die Realität der Geister stehen.

Die Ausstellungsmacher wollten ein knalliges Thema, das sie dann aber zu entschärfen trachteten, weil Kunstleute eben Realisten und Skeptiker sind, und Parapsychologen (die vom Institut für Grenzgebiete der Psychologie in Freiburg) sind es auch. Aber das ignorieren wir; Geister gibt es!

Freuen wir uns an einigen Bildern.

Saul und die Hexe von Endor von Benjamin West (1738-1820), 1777

 

Speak! von John Everest Millais (1829-1896)

 

Das ist toll für die Erlebnisse am Berg! Der Geisterjäger, 1888, von William Blair Bruce (1859-1906)

 

Blick in die Örtlichkeit. Oben ein Blick in die Spuk-Abteilung, und die Treppe geht’s hinab in die Sammlung des 20. Jahrhunderts. Es ist ein wunderbares Museum.

 

Corinne Mae Botz (1977 geboren) fotografierte 42 Szenen aus Spukhäusern; hier sehen wir 12

 

Zum Spuk hätte man sich eine professionelle Erklärung gewünscht; stattdessen haben sie ein riesiges weißes abgewracktes Haus von Rachel Whitehead hingestellt, weil es ja darum ging, das unsichtbare Übersinnliche zu »visualisieren«, um jeden Preis. Na ja, die Geister hatten mal wieder ihren Auftritt, freuen wir uns darüber, ich hatte am 1. März Sonne und setzte mich noch mit einem Bierchen mit vielen anderen an den Rhein. Das andere Museum hatte ich da auch schon hinter mir, den Weg ins Jenseits, und das schauen wir uns morgen an.

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