Du hilfst dir selbst (3)
In Teil 3 ein paar hübsche Beispiele, wie wir uns vielleicht selber helfen; wie in die Vergangenheit hineinwirken, um unsere Zukunft zu verändern. Vielleicht ist das ja möglich!
Natürlich hilft uns manchmal das Unbewusste, wir haben vielleicht etwas unbewusst registriert, ohne es zu wissen; aber die Hypothese bleibt, dass sich bisweilen »Anrufe« aus anderen Zonen ereignen wie im Fall eines Soldaten in Vietnam, den Michael Grosso schilderte. Dem Soldaten wurde herrisch befohlen, er solle zurückgehen; und das vier Mal, weil er nicht gleich reagierte. Er wurde gerettet; 16 Soldaten starben. Warum hatte nur er Glück? Weil seine Mutter intensiv für ihn gebetet hatte?
Stewart White channelte seine verstorbene Frau Betty. In dem Buch With Folded Wings (1947) sagt sie:
Sobald du in der Wahrheit lebst, dass du alle Kraft in dir trägst, werden sich die neue Welten in alle Richtungen öffnen, es wird sein wie Magie. Die Kraft besteht, grob gesprochen, aus Strömungen von dir, die auf ergänzende Kräfte von dieser Seite treffen.
Zwei hübsche Beispiele, wie wir uns vielleicht aus der Zukunft helfen. Der Amerikaner Mike Ricksacker saß als 12-Jähriger in der Bibliothek seiner Schule, als ihn unversehens ein gleichaltriges Mädchen auf die Wange küsste. So wurde er auf sie aufmerksam, sie befreundeten sich, allerdings zog Ricksackers Familie fort, er heiratete eine Frau, hatte Kinder, ließ sich scheiden, und 40 Jahre nach dem Erlebnis in der Schulbibliothek kam er mit seiner alten »Flamme« zusammen.
Sie gingen spazieren, kamen an der Bibliothek vorbei, die Frau spähte durchs Fenster und meinte, sich selbst als 12-jähriges Mädchen gesehen zu haben, und sie flüsterte ihm zu: »Los, küss ihn!« So kam es ins Rollen, was wie ein in sich geschlossenes System anmutet; ohne den Kuss wären sie nicht (vermutlich nicht) zusammengekommen, aber ohne ihr Zusammenkommen hätte es vielleicht den Kuss nicht gegeben, der alles ausgelöst hatte.
Tiyi Schippers sah als Kind Geister. Einer machte ihr angst, sie spürte tiefes Mitleid mit ihm. Sie ertrug ihn nicht. Eines Abends war eine Präsenz neben ihr, der sie sich anvertraute, und sie konnte mit diesem Geist davonfliegen und dem traurigen Geist entkommen. Viel später, Jahrzehnte später, war Tiyi in der Lage, Astralreisen zu unternehmen und flog zu ihrem früheren Heim. Davor stand das alte Auto ihrer Eltern, die im Bett lagen, und sie sah sich da sitzen, als der Geist sich näherte. Und sie flüsterte sich selbst zu: »Schließ die Augen, Kleines, vertrau dich mir an, flieg mit!« So hatte sie … sich selbst gerettet.
Charles Lindbergh bekam auf seinem Solo-Flug über den Atlantik 1927 Hilfe – vielleicht aber aus der Vergangenheit. Die Sinne und Organe wurden von Schläfrigkeit befallen und wollten auch schlafen, obgleich dies den sicheren Tod bedeutet hätte, aber der Verstand oder Geist, der anscheinend abseits stand, blieb auf dem Posten. Danach war der Verstand nicht mehr in der Lage, wach zu bleiben, und machte einer transzendenten Macht Platz, von deren Anwesenheit in ihm Lindbergh nichts geahnt hatte.
Das Leitwerk hinter ihm wurde von geisterhaften menschlichen Präsenzen bevölkert, die durchsichtig waren und gewichtslos mit ihm auf dem Flugzeug flogen. Bei ihrem Auftauchen äußert der Flieger keine Überraschung, und er sieht sie alle, ohne den Kopf drehen zu müssen, denn sein Schädel ist plötzlich »ein großes Auge, das überallhin zur gleichen Zeit blickt«. Die Wesen scheinen nach Belieben verschwinden oder wieder auftauchen zu können und gleiten auch durch Wände, als existierten diese nicht. Manchmal erklingen auch Stimmen von weither im Flugzeug, ihm vertraute Stimmen, die ihm Ratschläge für den Flug geben, ihn ermutigen und ihm Botschaften zukommen lassen … Es ist eher wie eine Versammlung von Freunden nach jahrelanger Trennung, »als ob ich sie alle von einer früheren Reinkarnation her kennen würde«.
Vielleicht sind sie Teile seiner Überseele, die ihm helfen wollen, vielleicht sogar Teile seines Ichs aus anderen Jahrhunderten. Er (Lindbergh) fühlt sich wie in einem »Limbo«, einem Übergangszustand zwischen dem irdischen Leben und einer größeren Region jenseits davon, als wäre er in einem Magnetfeld zwischen zwei Planeten gefangen, getrieben durch etwas, das er nicht kontrollieren kann, »das Kräfte repräsentiert, die unvergleichlich stärker sind als alles, was ich bis dahin kannte«. Nur wenn er unbedingt den Kurs seiner Maschine wieder bewusst regeln will, findet er sich momentan erwacht, doch dann folgen wieder diese langen Zeiträume des »Schlafs« mit weit geöffneten Augen.
Ohne diese Hilfe von drüben hätte Lindbergh es wohl nicht geschafft.
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