TestpilotInnen (114): Tony Cicoria

Coming Home hat Tony Cicoria vor 2 Jahren zu Wort kommen lassen, obwohl es den Podcast erst seit Oktober 2024 gibt. Aber lassen wir diese kleine Unklarheit, weil der Mann, ein mittlerweile pensionierter Chirurg, so überzeugend spricht. Und jeder Arzt, der eine Nahtod-Erfahrung hatte, hilft »unserer« Bewegung, denn Ärzten vertraut man!

Anthony David Cicoria wurde im US-Bundesstaat New York geboren und spezialisierte sich in Orthopädie. Im August hatten stets einige Verwandte Geburtstag, da wurde gegrillt, und so auch im Jahr 1994. Cicoria war verheiratet und hatte drei Kinder, und er mag 45 Jahre alt gewesen sein. Tonys Vater war schon gestorben, aber seine Mutter wollte er gern anrufen, und damals ging man zu einem Münzfernsprecher. Den gab es in der Nähe. Tony ging hin, rief seine Mutter an, niemand antwortete, und als er eben einhängen wollte, zischte ein Blitz aus den Wolken und warf ihn rücklings nieder. (Wie erinnern uns an den berühmten Fall von Dannion Brinkley, den auch ein Blitz beim Telefonieren traf; Link unten) Schön, wie er das Folgende beschreibt:

Ich stand da, und da hinten lag mein Körper. Ich hatte eine spirituelle Form. Ich dachte immer, etwas kündigt deinen Tod an, ein Klingen oder Ähnliches, doch plötzlich war ich hier und mein Körper dort. »Oh shit, ich bin tot!« dachte ich. Und ich denke, wie ich sonst immer denke, doch mit einem Sturm aus Gedanken. – Sowas wie den Tod gibt es nicht. Mein Geist ist ewig. Mein Geist ist für immer hier. Wir sind ja eigentlich zwei Personen, doch der Körper ist nur ein Kostüm. Bin ich das dort? Nein. Bin ich nicht. Ich bin hier! Das war erschütternd. Ich rannte die Treppen hoch, und oben hatte ich schon jegliche Form verloren. Ich prägte mir ein, wie meine Frau und die Kinder dort oben saßen … und schoss durch das Dach. Und: ein blaues Licht.

Es war eine Art Fluss von positiver Energie. Liebe und Frieden. Der Fluss kam aus der Quelle, war G*ttes Energie. Ich ging irgendwohin. Sah Bilder aus meinem Leben. War in Ekstase. Ich liebte ja meine Frau; aber diese Liebe in dem blauen Strom konnte man mit nichts vergleichen. 

Und dann war er wieder zurück in seinem Körper. Eine Frau in der Nähe, eine Krankenschwester, hatte ihn wiederbelebt, er ließ sich heimfahren und konsultierte einen befreundeten Kardiologen und einen Neurologen, die einhellig sagten: »Alles in Ordnung. Du hast wahnsinnig Glück gehabt.«

Mit einem Mal schien nichts mehr wichtig zu sein. Tony tat weiter seine Arbeit und sprach nicht über sein Erlebnis; vor 30 Jahren hätte man ihn vielleicht für verrückt gehalten und ihm die Approbation entzogen. Eines Nachts träumte er, wie er in einem Konzertsaal am Klavier saß und Musik spielte: eigene Kompositionen! Er konnte nichts dagegen tun, die Power war in ihm. Es wurde zur Besessenheit. Tony stand stets um halb fünf auf und übte am Klavier, schrieb Kompositionen auf. Angeblich soll Mozart seine Stücke ja auch vollständig geistig empfangen haben. Um halb sieben in die Arbeit, eine Schicht von 12 oder 14 Stunden und dann wieder ans Klavier. – Was er sonst noch gelernt hat:

Wir leben in einem Kontinuum. Wir lernen, heilen und beginnen zu begreifen, was wir gelernt haben und was wir vielleicht im nächsten Leben lernen sollen. Deinen Weg zurück musst du dir verdienen! Wenn du anderen dienst, hilft dir das bei deinem spirituellen Wachstum. Schließ dich mit der Quelle kurz! Du wirst immer existieren. Ich habe verstanden, dass hinter unserer Existenz so viel mehr steckt. Wenn das die Menschen wüssten, würde das alles verändern. 

 

Das Bild oben habe ich im Museum der Elektrizität in Mulhouse gemacht.

Verwandte Artikel:

TestpilotInnen (68): Dannion Brinkley 

 

 

Die Kommentarfunktion ist derzeit geschlossen.