Die Trance-Channeller
Victor und Wendy Zammit schicken seit 27 Jahren jeden Freitag ihren Newsletter über das Paranormale in der Welt herum. Meist haben sie ein Schwerpunktthema, das vor 6 Wochen (am 10. Juli) Channeling war. Darüber hatten wir noch nicht allzu viel und gehen darum mal etwas ins Detail.
Jane Roberts channelte Seth, Maurice Barbanell den Indianer Silver Cloud, und sie wie die anderen Channeler stellen sich als Kanal zur Verfügung, wie ja der Name sagt (channel = Kanal). Jemand aus der anderen Welt will Weisheiten weitergeben und sucht ein Sprachrohr. Das ist schwierig; wenige sind medial begabt und wenige wollen ihre ganze Freizeit einem solchen Unternehmen opfern.
Eines ist klar: Wenn ich bei mir bin, wach und voll bewusst, kann sich kein Geistwesen bei mir einklinken. Ich muss irgendwie »weg« sein, muss diesem Besucher oder dieser Besucherin Raum lassen. Manches Channeling läuft über Automatisches Schreiben: Jemand legt sich Heft und Stift zurecht und konzentriert sich dann auf Anderes, etwa ein Gespräch, während die Hand schreibbereit bleibt. Dann ist ein Teil des Bewusstseins frei, und das Geistwesen könnte loslegen.
Medien, die Menschen beraten, sind auch eine Art von Kanal. Sie sehen Verstorbene und geben direkt weiter, was sie von ihnen hören (oder was sie ihnen zeigen; oft sind es nur Bilder und Symbole). Die Medien sind dabei jedoch völlig wach.
Bei Zammit ging es um die Trance-Channeler. Sie beamen sich weg, gehen also in Trance und stellen ihren Körper zur Verfügung. Das Geistwesen tritt in sie ein, übernimmt ihren Körper und spricht. Vermutlich war das bei Jane Roberts so, und ihr Mann schrieb alles auf, was von ihr kam. Ähnlich wird das bei den 3 Frauen von Cosmic Voices Network sein, die verstorbene Prominente zu Wort kommen lassen.
Jamie Butler aus den USA ließ uns einen Ausschnitt aus einer Veranstaltung sehen. Sie channelte einen 9-jährigen Jungen, der natürlich weise ist, aber aus unklaren Gründen als Kind auftritt. Und man sah, wie Jamie kindlich sprach und wie ihr ganzes Wesen diesen Jungen verkörperte.
Elaine Thorpe channelt ein Geistwesen namens Jonathan. In einem Film geht sie in Trance. Jeder hat seine eigene Taktik, doch ein bis zwei Minuten dauert es schon, bis der Geist rein ist und Elaine weit fort. Dann hebt sie den Kopf und spricht mit männlicher, tiefer Stimme; und Jonathan ist plötzlich anwesend und antwortet auf alle Fragen.
Ich erinnere mich an eine Geschichte um ein berühmtes Medium (ich glaube, es war Leslie Flint), das als junger Mann zu einer Sitzung eingeladen war. Hinterher schämte er sich, denn er war eingeschlafen und hatte nichts mitgekriegt. Doch alle gratulierten ihm: »Leslie, das war wunderbar! Was wir alles erfahren haben!« Es war der Beginn einer Karriere.
Es gibt Ausbildungen zum Medium, die auch Jahre dauern, doch manchmal ist jemand plötzlich ein Medium. Nahtod-Erfahrungen führen oft dazu, dass die Überlebenden Kontakte zum Jenseits haben. Soll man sich das wünschen? Ich glaube, diese Gabe wird einem geschenkt, wenn das eigene Jenseits-Team der Meinung ist, man könne damit etwas bewegen.
Julie Cluff sprach lange bei Alex Ferrari in dessen Podcast. Bei einem Autounfall, bei dem sie am Steuer saß, starben ihre beiden Töchter. Lange schlug sie sich mit Schuldgefühlen herum, kam aber zu dem Schluss, dass es passieren hatte müssen. Am Ende der 1:40 Stunden ging sie auch in Trance, und als Alex den weisen Besucher fragte, ob er noch gern etwas hinzufügen wolle, sagte der, wir dürften nicht vergessen, dass uns ein Spirit Team zur Seite stünde, dass wir Geistführer und Schutzengel hätten, die manchmal Ahnen seien.
Stimmt, das vergessen wir oft. Wir sind nicht alleine. Schwer vorstellbar, aber es ist so; alle von drüben sagen das. Hello, Spirit Team! Wir arbeiten zusammen. Schickt mich dorthin, wo ich Gutes für andere tun kann. Ich bin bereit! Und wenn ihr mal durch mich sprechen wollt, dürft ihr das auch.
Das Bild oben wurde in einer Seitenkapelle der Kirche von Ottmarsheim gemacht, die nun seit Jahren verschlossen ist. – Das untere Bild ist von William Blake.
Verwandte Artikel:
Stefanie Finn – 13 Jahre manipogo mit Stephen Chong – Hans Bender spricht

