In der Stadt der goldenen Gassen

Bleiben wir beim Podcast Lo Invisible, bleiben wir beim Koma. Esteban (so nennen wir ihn mal ganz vertraulich) hatte Anfang September Sara Rodríguez Simón eingeladen, eine Spanierin, die vor langer Zeit im Koma lag und dabei eine wunderschöne Stadt besuchen durfte. Sie lebte aber nicht dort, sie besichtigte sie nur.

Sara erzählte von sich selbst, sie sei sehr aktiv gewesen, Mutter und eine »Superfrau«. Die Psychologin hatte eine 7-jährigen Sohn und eine 9-jährige Tochter, mit denen sie zum Strand fahren wollte. Einen Artikel musste sie auch noch schreiben. Sie hatte fürchterliche Kopfschmerzen, und auf einer Party eines Freundes überredete sie ein Mann, ins Krankenhaus zu gehen, weil ihre Sprache verwaschen klang. Man versuchte, ein EKG zu bekommen, und wusch!, war sie weg. Alles wurde schwarz, sagte sie. Das Licht ging aus.

Sara sagte, ihre Erfahrung im Koma hätte aus 3 Etappen bestanden. Die erste war eine Art Übergang. Sie wunderte sich, dass sie existierte, sah aber auch schreckliche Szenen, die sie an das Fegefeuer erinnerten: die Traumata und schwierigen Situationen ihres Lebens. Dennoch waren da hochgewachsene Wesen, von denen eines sich als Antonio identifizierte und sie begleitete.

Die zweite Etappe begann mit Kälte. Die Pflegerinnen wollten sie waschen, und sie fühlte sich, als tauche man sie in ein kaltes Meer. Die Menschen im Koma empfinden natürlich alles und hören auch das meiste, und manches davon bauen sie wohl in ihre Visionen mit ein, die damit zu Albträumen werden. – Plötzlich aber traten Farben auf.

Ich kam dann in eine wunderschöne Stadt, die wie aus Kristall schien und fast durchsichtig war. Da gab es viel Energie. Die Menschen schienen glücklich. Sie hatten fast durchsichtig wirkende Körper und trugen helle, klare Farben. Die Flüsse und Seen waren völlig klar. Es gab Fahrzeuge, lange Waggone, doch Schienen oder Straßen sah ich nicht. In den Fahrzeugen saßen Menschen, die oft jung waren. Ich würde es fast eine spirituelle Stadt nennen.  

Da musste ich an das protestantische Kirchenlied Lasst mich gehn, lasst mich gehn denken, das 1851 konzipiert wurde. Darin heißt es:

Wie wird’s sein, wie wird’s sein,
wenn ich zieh in Salem ein,
in die Stadt der goldnen Gassen –
Herr, mein Gott, ich kann’s nicht fassen,
was das wird für Wonne sein!

Da geht es um die Sehnsucht nach dem Himmlischen Jerusalem, das auch Salem genannt wird und über das es am Ende der Bibel  heißt (Offenbarung, 21,18):

Der Bau ihrer Mauer war aus Jaspis, und die Stadt war lauteres Gold, rein wie Kristall. 

Es könnte eine Parallelwelt sein, die technologisch etwas weiter entwickelt ist, doch die Energie und das Aussehen der Menschen legt nahe, dass Sara eine spirituelle Stadt gesehen hat. Die Städte dort gleichen natürlich den unsrigen, da die Bewohner sie gedanklich so bauen, wie sie es gewohnt sind. Ich erinnere mich zudem noch an ein Gespräch zwischen den Astralreisenden Jürgen Ziewe und Mike Marable, die solche Städte kannten. Es gibt sie in Abstufungen: Je weiter spirituell entwickelt die Bewohner, desto heller sind sie, und die Bewohner sind anders gekleidet, festlicher.

Wie Saras Trip ausging, weiß ich nicht mehr, sie sprach so schnell und erwähnte noch, die dritte Etappe ihres Komas habe im Zeichen blauer Farbe gestanden. Jedenfalls fand sie wieder zurück, und so wurde eine Psychologin auf den rechten Weg geführt!

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