Telefonanrufe von Toten
Mit diesem Beitrag gehen wir zurück zum 1. November 2025. Der Titel hat Sinn, denn das 1979-er Buch von Rogo/Bayless hieß Phone Calls From the Dead, wonach über 30 Jahre später Callum E. Cooper das Thema wieder aufgriff, Fälle aus dem Fundus der beiden Pioniere holen konnte und neu darüber nachdachte. Um sich von Rogo/Bayless abzuheben, nannte er sein Buch von 2012 Telephone Calls from the Dead.
Der junge Parapsychologe machte sich mit Elan an die Arbeit und stellte die Fälle vor, und nach 75 Seiten kommt er zu einer Analye derselben, und dann werden über 100 Seiten alle möglichen alternativen Erklärungen herangezugen, und die »Peers« (andere angesehene Parapsychologen) dürfen lang und breit ihre Bedenken äußern. Callum gehört natürlich auch zu dieser Community und will es sich mit ihr nicht verderben, wollte ernst genommen werden. Wir jedoch ignorieren das alles und schildern nur die Fälle, die sind am spannendsten. Heute sind die einfachen Fälle dran, und längere Gespräche gibt es auch.
Madeleine F. White schrieb im April 1978, sie habe Jahre nichts von Edie und ihrem Mann gehört, als ihr eigener Ehemann plötzlich sagte: »Edie hat angerufen.« Sie würde sich wieder melden. Am nächsten Tag war sie wieder dran und sagte dasselbe. Als am dritten Tag Madeleines Ehemann ihre Nummer wollte, erwiderte sie: »Es spielt keine Rolle.« Besorgt rief die Schreiberin bei Edies Mann an und erzählte ihm von den drei Anrufen an drei Tagen. Dieser schwieg zuerst und sagte dann: »Edie ist vor 3 Tagen gestorben, an einem Hirnschlag.« Es kam kein weiterer Anruf mehr.
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Dr. Jones (ein Pseudonym) erinnerte sich an den Winter 1958, als er 11 Jahre alt war. Am späten Nachmittag läutete das Telefon, seine Mutter ging hin und sprach 10 Minuten. Dann sagte sie verwirrt: »Es war ER!« Anscheinend hatte er ihr gesagt, dass er sie liebe, doch er, Richard (Pseudonym) war vor geraumer Zeit im Krankenhaus gestorben. Einige Monate nach dem ersten Anruf meldete sich Richard wieder, als ob er noch leben würde, und immer häufiger, manchmal drei- oder vier Mal in der Woche. Die Mutter nahm das Telefon ins Badezimmer und unterhielt sich mit ihm zuweilen 20 Minuten. Für den Jungen wurde es normal: wie zu Lebzeiten Richards. So ging es die nächsten 4 Jahre fort; erst nach 1961 versiegten die Anrufe.
Einmal ging der Junge ans Telefon und erfuhr das, was seine Mutter berichtet hatte: Der Anrufer kam »auf dem Wind daher«. Es rauschte, bevor er zu sprechen anfing. Leider erschreckte sich der junge Jones und legte auf. In einem Beispiel bei Rogo und Bayless heißt es: »Wieder rief mich Peggy an, und es geschah inmitten eines Rauschens wie dem von starken Winden. Diese Winde schwollen zu einem Dröhnen an und wichen plötzlich der Stille.«
Ō Ο
D. Boyd schrieb im Juni 1981, vor 4 Jahren sei seine Schwiegermutter gestorben. Das Paar fuhr zu ihrer Großmutter, als das Telefon läutete. Boyds Frau schilderte, sie habe gehört: »Jessy hier ist Mama mach dir keine Sorgen über mich jetzt weil es mir gut geht.« Nur ihre Mutter und ihr Bruder nannten sie Jessy.
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D. Simon schrieb Ende Januar 1979, vor zwei Jahren habe er seinen Vater verloren. Kurz zuvor hatte er ihn noch angerufen und ihm zum Geburtstag gratuliert. Ein Jahr nach seinem Tod läutete am Morgen zwischen 6 und 7 das Telefon. Simon hörte statisches Rauschen und dann die Stimme seines Vaters: »David? … David.« Und wieder: »David? … David.« Dann war die Leitung wieder tot.
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Carl war unglücklich mit seiner Lebenssituation und seinen Freunden, es wurde ihm zuviel, und am 11. August 1969 verreiste er. In einem kleinen Cottage am Meer mietete er sich ein, und seine Vermieterin durfte er »Grandma« nennen. Sein Zimmer war im Stil des 19. Jahrhunderts eingerichtet, und da stand auch ein altertümliches Telefon mit Kurbel, um den Vermittler anzurufen. Nach einem Tag am Meer war er müde, und gegen Nacht läutete das Telefon. Die Uhr zeigte 23.11 Uhr an. Carl hatte ja für sich sein wollen, doch er nahm ab und hörte:
»Ah, da bist du ja, Carl. Deine Mutter wird dich erreichen wollen. Ruf sie an, sie will dir etwas mitteilen.«
»Hol sie doch ans Telefon, Dad, dann rede ich mit ihr.«
»Kann ich nicht, sie ist nicht bei mir.«
»Von wo rufst du an?«
»Es ist ein sehr schöner Ort. Ruf unbedingt deine Mutter an. Good-bye, Carl.«
Seltsam. Was war das Problem? Beim Frühstück erzählte Carl Grandma den Vorfall, und diese sagte, den Telefonapprat habe einst ihr Mann gekauft, er sei gar nicht angeschlossen. Carl wunderte sich und rief seine Mutter an, die sagte:
»Carl, wo um aller Welt bist du gewesen? Ich rufe in der Weltgeschichte herum, um herauszufinden, wo du bist. Dein Vater ist letzte Nacht um 23.11 an einer Herzattacke gestorben. Niemand wusste, wo du warst.«
Carls Vater wusste es.
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Es sind also mediale Phänomene, das Gerät spielt nur eine Nebenrolle. (Marcello Baccis Radiogerät, aus denen die Stimmen Verstorbener drangen jeden Freitag Nachmittag, musste auch nicht angeschlossen sein; ein Forscher baute sämtliche Röhren aus, die Verstorbenen sprachen weiter.) Der Fall, den Dr. Jones berichtete, ist wirklich sensationell. Regelmäßige Gespräche mit einem Verstorbenen, das haben wir nur bei Channelern, die immer wieder Besuch von demselben Weisen bekommen, der ihnen über Jahre hinweg Bücher diktiert. Doch die Srimme eines geliebten Menschen zu hören, der nicht mehr unter uns ist, und das über Jahre!
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