Unsichtbare wahrnehmen

Heute fangen wir eine kleine Serie über Geister-Mythologie an und lernen bald, was man vor 100 Jahren auf den Trobriand-Inseln, in Japan und auf Hawaii glaubte (und manchmal immer noch glaubt). Doch zunächst will ich mich mit einer anderen Frage befassen: Wie sehen wir Geister?

Ich bin ja nicht medial begabt. doch einmal ist es mir passiert. Damals habe ich nicht richtig reagiert. Ich hatte an Silvester 2007 in St, Gallen intensiv an eine verstorbene Frau gedacht und bin dorthin gegangen, wo gefeiert wurde. Auf dem Weg tat ich plötzlich einen Sprung zur Seite: Da war jemand neben mir gewesen! Leider habe ich, in Panik, sie nicht angesprochen. Da war jedenfalls eine Präsenz.

Daran dachte ich, als im Januar David Usadel in der Empirischen Jenseitsforschung von seinen Erlebnissen berichtete. Einmal war der Vater plötzlich hinter ihm, und zwei Mal spürte er den Großvater, der neben ihm im Autositz gesessen sei. Er sagte jedoch, sehen habe er beide nicht können, doch sie waren einfach da.

Einmal, auf einer Tour durch Nepal, als Usadel schwer angeschlagen war durch die Höhenkrankheit, spürte er einen unsichtbaren Begleiter neben sich, der ihm Kraft gab. Ohne ihn hätte er den letzten Anstieg nicht geschafft, vermutete er.

Kürzlich war so eine Geschichte auf Instagram, Kilian Jomet hieß der Bergsteiger, der am Everest einen Phantomgefährten hatte. Natürlich wird da sofort eine physiologische Theorie hingeblättert: Halluzination bei Sauerstoffmangel und in der Isolation. Vor langer Zeit hatte ich das Thema für den Alpenverein behandelt, auf Seite 40 in dem Heft, das hier ganz zu lesen ist. Damals war ich auch eher skeptisch und wollte auch den Alpenverein durch spiritistische Ausflüge nicht verschrecken, doch heute bin ich der Ansicht, dass es durchaus ein echter Geist sein kann.

Auch Katharina Strätling spürte die Präsenz ihrer Großmutter hinter ihr, die Hand auf ihrer Schulter. Auch den Vater spürte sie und hörte seine Stimme. Sie sagte:

Du weißt, dass er hier ist; seine Energie ist da, ohne Körper.

Ist das in Träumen nicht auch oft so? Wir sehen jemanden nicht deutlich, wir sehen ihn gar nicht, wissen aber sogleich, um wen es sich handelt. Es gibt keinen Zweifel.

Sylvan Muldoon hat ja in seinem Buch Die Aussendung des Astralkörpers behauptet:

Der Astralkörper ist das genaue Ebenbild des physischen Körpers.

Der physische Körper verleihe dem Astralkörper seine wahre Gestalt. Er zitiert Andrew Davis, der schrieb:

Der Geistkörper ist Substanz, und da er dem Stoff nicht unähnlich ist, gehorcht er dem Gesetz der Schwerkraft. 

Er hat auch Gewicht, nur können wir ihn nicht sehen. Dafür fehlt uns ein Organ, aber manche (wenige) Menschen haben es. Susanne Z., die vor 4 Jahren von Dschulnigg interviewt wurde, hat es. Wie andere Medien auch sagte sie, überall wimmle es nur so von Geistwesen. In der S-Bahn standen sie, und stand ein Fahrgast auf, setzte sich ein Geistwesen auf den freien Platz. Sie waren gekleidet wie wir, wirkten nur »etwas feiner«.

Ein junges Medium sagte Dschulnigg, es gebe beides: die einen, die man nur spüre, und die anderen, die man klar sehe. Lernen könne man die Wahrnehmung schwerlich; es sei wohl genetisch bedingt. Und vor zwei Wochen ließ er Nicole Behr zu Wort kommen. Sie sieht Verstorbene wie lebende Wesen, und es geschah von einem Tag auf den andern im Jahr 2009. Plötzlich kam da eine Frau an die Kasse, an der Frau Behr arbeitete, und wollte ihrem verwitweten Mann eine Botschaft zukommen lassen. Oder im Restaurant kam jemand und tippte sie an …

Doch es ordnete sich. Das frischgebackene Medium bekam einen Geistführer zugeteilt: ihren verstorbenen Schwiegervater. Er begleite sie jeden Tag, denn nunmehr gibt sie Einzelsitzungen und auch öffentliche Veranstaltungen. Die »Geister« sprächen bisweilen telepathisch zu ihr, andere hätten eine »energetische Unterschrift«, doch es gäbe auch solche, die nicht so gute Energie mitbrächten. Manche bringen eine lange Zeit auf der Erde zu, andere steigen in höhere Ebenen auf und sind dann nicht mehr richtig erreichbar.

 

Dies ist übrigens der 666. Artikel unter der Rubrik Jenseits/Psi bei manipogo. The number of the beast!

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