Bewusstseinsforscher
Von der Fiktion bei Dan Brown zu den Fakten: Es gibt tatsächlich in den Vereinigten Staaten von Amerika zwei akademische Institutionen, die das Bewusstsein und die »Noetik« erforschen. Von ihnen hat sich der Autor inspirieren lassen. Schauen wir sie uns an.
Da gibt es einmal die Division of Perceptual Studies im US-Bundesstaat Virginia, kurz DOPS genannt und 1967 gegründet von dem Reinkarnationsforscher Ian Stevenson. Die Leiterin der Forschungsabteilung, Julie Exline, war
Mitte August beim Podcast von Bernard Beitman zu Gast. Sie war zuvor in Cleveland Professorin für neurobiologische Wissenschaften. Beitman fragte, wie die Realität arbeitet und wies auf die Verbundenheit von allem mit allem hin. Julie Exline blieb distanziert, wie man das von Wissenschaftler:innen kennt.
Wir ermutigen die Leute, neugierig zu sein. Seid offen und besorgt euch Informationen! Die Leute sollten sagen: Es gibt etwas jenseits unserer Welt.
Solch vagen Aussagen gefallen Wisenschaftler:innen, die ja immer objektiv sein wollen. Es gehe um Zeichen, sagte Exline, und wenn der Großvater Rentiere liebte und nach seinem Tod drei Rentiere vorübertrotten und eins mich anschaut, sehe ich das als Zeichen des Verstorbenen, ein anderer als einen Zufall. Mehr kommt da nicht.
Das Paranormale und die Wissenschaft, das geht nicht zusammen. Diese Erlebnisse sind nicht wiederholbar, und sie bleiben »anekdotisch«, und wenn, wie man annimmt, 9 Millionen Amerikaner eine Nachtod-Erfahrung hatten, dann sind das für Wissenschaftler eben 9 Millionen unzusammenhängender Anekdoten ohne Beweiskraft. Es gibt bei Psi keine Beweise, da spielen Emotionen mit und Kräfte, die wir nicht kennen. Die Parapsychologie wollte einen echten Beweis (wie auch Robert Langdon im Secrets-Buch), doch hätten wir solche Beweise, würden die Gegner sie ignorieren, denn sie hassen Psi, weil es unkontrollierbar ist.
Die Bewusstseinsforscherin Julie Exline betonte bei Beitman:
Mir gefällt die Idee der Weisheit des Körpers. So bekommen wir intuitiv Informationen. Bei wichtigen Entscheidungen frag dich: Wie fühlt sich dein Körper dabei?
Seltsam, dass die Bewusstseinsforscherin vom Körper spricht. Klar, von ihm kann man Aufnahmen machen, er liefert Fakten.
DOPs ist nicht die einzige akademische Institution in den USA über Paranormales, wie Bernard Beitman annahm. Es gibt noch das Institute for Noetic Sciences, das man IONS nennt und das 1973 vom Apollo-Astronauten Edgar Mitchell gegründet wurde. Noetic kommt aus dem Griechischen (von nous, Verstand) und bedeutet innere Weisheit, intuitives Wissen, implizites Verständnis. Die Mission des Instituts ist es, die »innere Verbundenheit aller Realität durch wissenschaftliche Forschung und persönliche Entdeckung klarzumachen«.
Ich hatte bei IONS immer an eine andere Julie gedacht, an Julie Beischel, die jedoch vor 10 Jahren ausstieg und das Windbridge-Institut gründete. Sie erforschte immer Medien, ist nun aber schwer krank und kann nicht weiterarbeiten.
Die IONS-Voraussetzung ist, dass Bewusstsein grundlegender ist als Materie, Energie, Raum und Zeit. Man wolle noetische Erfahrungen wie psychische und mystische Ausnahmezustände besser erklären können. Das klingt alles toll, und man könnte bei der Lektüre der Homepage von schönen neuen Zeiten träumen, bis man irgendwo auf den Seiten von »strenger Forschung« liest, und da weiß man wieder, dass es darum geht, in der wissenschaftlichen Community anerkannt zu werden, was nie geschehen wird und nur die eigene Forschung blockiert. Wirklich frei ist man nur, wenn man nichts mehr will außer der Wahrheit.
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