Fortleben (2)

Resch ging durch die Jahrhunderte und ließ keinen Aspekt aus, erwähnt sogar die Tonbandstimmen und mediale Durchgaben, und ich nickte dazu, denn er schilderte alles trocken und überlegt, ohne irgendetwas vom Tisch zu wischen. Er sah den Sinn der Techniken ein, freilich, weil er an unerschütterlich an ein Fortleben glaubte.

Wir widmen uns nun Maria und den Heilungen, weil morgen ja ein kleiner Beitrag zum Wallfahrtsort Maria Stein  bei Basel kommt. Andreas Resch zitiert lange aus den Dialogen zwischen den Kindern und der Erscheinung im Mai 1917 in Fatima in Portugal und meint dann noch:

Das Schauspiel der rotierenden Sonnenerscheinung, das »Sonnenwunder von Fatima«, dauerte 10 Minuten und wurde von vielen Menschen gesehen und bezeugt. Das Ereignis der Erscheinung fand einen solchen Widerhall, dass es von der Kirche als Marienerscheinung anerkannt wurde und somit als Zeichen des Fortlebens gewertet werden kann. 

1988 und 2005 untersuchte Resch die Seher von Medugorje, denen Maria erschienen sein soll. Die katholische Kirche erkannte die Echtheit der Erscheinungen nicht an und erlaubte erst durch ein päpstliches Dokument im September 2024 den Gläubigen, diesen Ort zu besuchen, ohne sich zur Echtheit der Marienerscheinungen zu äußern.

In Lourdes und an anderen Orten, an denen Maria verehrt wurde, gab es Heilungen. Es waren nicht viele, doch manche waren sensationell wie der Fall von Josef Matthäus Pennaparampil, der 1954 mit zwei Klumpfüßen geboren wurde. Durch Anrufungen des Dieners Gottes Cyriac Elias Chavara (1805-1871) kam eine völlige Heilung zustande, die als »außernatürlich« betrachtet wurde. Chavara wurde 1988 von Papst Johannes Paul II. seliggesprochen.

Resch selber erlebte zwei Mal einen mystischen Zustand, »wo man sich ganz in das Ewigkeitsempfinden fallen lässt und in eine geistige Verbundenheit im Gott übergeht«. Das Selbst sei frei und unendlich geweitet, und die Rückkehr ist schmerzlich und bedrängend wie bei den TestpilotInnen.

Resch schreibt auch, dass für ihn »das Fortleben nach dem Tode nicht nur das eigentliche Lebenselixier ist, sondern auch der einzige Weg der Trauerbewältigung«, und da bin ich vollkommen einig mit ihm. Wie hilfreich wäre das Wissen um das Fortleben für die, welche um einen lieben Menschen trauern. Er/sie ist nicht fort, ist uns nah!

Nun als Krönung die letzten Zeilen:

Die eigentliche Vollendung und Glückseligkeit erfährt der Mensch in der Geborgenheit in Gott. In dieser Geborgenheit schwinden alle Begrenzungen, jede Form von Unsicherheit und Existenzkampf nimmt ein Ende. Das Selbst kann sich in voller Freiheit zu jenem Abbild entfalten, das Gott von Anbeginn der Schöpfung zu seiner Ureigenheit entworfen hat. … In dieser Geborgenheit in Gott gelangt das Selbst somit zu seiner höchsten Vollendung. Denken und Wollen erübrigen sich, denn das Suchen und Messen hat ein Ende, da die Liebe alles umfasst.  

Å Ω

Als ich über Reschs Buch und ihn schreiben wollte, wurde mir plötzlich irgendwie wohl, ich hielt meine Aufgabe für heilig und sagte mir: Du wirst die Arbeit von Andreas Resch fortsetzen. Vielleicht hat er mir schon aus seiner Dimension Energie geschickt, denn ich war gut gelaunt wie selten. Links sehen wir die Widmung, die er mir 2010 in sein Buch Fortleben geschrieben hat:

.. in dankbarer Verbundenheit für alles Wohlwollen. 

Das Bild oben scheint vom Bayerischen Rundfunk zu sein, Herkunft ungeklärt. Das untere hat ein Freund gemacht und »Brenzone« daruntergeschrieben, das liegt am Gardasee. 

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