Das Fahrrad – (fast) ein Epilog
Nein, kein Epilog. Wir fahren ja weiter, und Norbert auf seinem Mountainbike bekommt im Wald sogar manchmal Beifall von Wanderern: ›Seht ihr den? Ohne Motor!‹ Das elektrifizierte Bike hat triumphiert, und wir Bio-Biker liegen vielleicht bei allenfalls 10 Prozent der verkehrenden Fahrräder. – Ein paar neue Rad-Bilder.
Ich wollte ja jeden Monat einen Fahrrad-Artikel im Angebot haben, und jetzt sind es für Oktober gleich zwei hintereinander. Über das E-Bike brauche ich nicht mehr zu schreiben, das ist durch. Dennoch fahre ich weiter motorenlos, und von der KI würde ich mir niemals einen Artikel schreiben lassen. Das sind feste Grundsätze. Es gibt auch noch Städte, wo der Prozentsatz an herkömmlichen Rädern bei 30 Prozent liegt. Meist sind es Städte mit Studenten, und in Basel, Zürich und Freiburg war mir das aufgefallen. Den Studenten sind E-Bikes zu teuer. (Oben: der »Flyer« aus dem Jahr 2000, ein sehr frühes Modell)
Ò Ô
Noch ein Fundstück zum Fahrrad, das ich nicht unterschlagen will. Ist erst drei Wochen alt. Schaut unbedingt beim folgenden Video von Minute 7:30 bis Minute 12:08. Franz Dschulniggs Gast war Walter Sachs, ein Ingenieur. Am Bodensee raste ein Rennradler auf ihn zu, und plötzlich sah er alles in Zeitlupe, doch er sah nicht nur ohnmächtig zu: Er konnte den Zusammenprall und die Schäden gering halten, weil er eingriff und den anderen Fahrer sanft auffing und zu Boden geleitete. Sachs wurde gefragt, ob er eine Erklärung dafür habe. Seine Antwort: »Nein!« Ich auch nicht.
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Und zum dritten: Erwähnen muss man die italienische Fondazione Michele Scarponi, die sich für mehr Sicherheit im Straßenverkehr einsetzt und vor allem die Schwächeren unterstützen will, also Fußgänger und Radfahrer. Ich stieß auf sie über einen Instagram-Beitrag über Unfälle, bei denen Radfahrer durch ein Automobil starben. Damals in Rom gab es so eine ähnliche Aktion mit dem Hashtag #bastamortinstrada.
Die Stiftung befindet sich in Filottrano in den Marken. Da in der Nähe starb am 22. April 2017 Michele Scarponi (im Bild rechts), 37 Jahre alt, durch einen Lieferwagen, dessen Fahrer ihn übersehen hatte. Mitte Oktober fuhr eine Frau in Italien in eine 9-köpfige Rennradgruppe, zum Glück überlebten alle. Wenn man dies alles liest, bekommt man Angst, in Italien auf ein Rad zu steigen.
Freuen wir uns jetzt an ein paar Rädern, die ich in der Landschaft stehen sah.
Die beiden Radler zeigen einen Radweg in Ungersheim an. Das fällt auf.
Und auch das (unten) gibt es noch: einen Laden für alte Räder, für die glorreiche (Renn-)Vergangenheit. Heißt Unikat, an der Straße, die durch Laufen bei Sulzburg führt, 3 Kilometer vom manipogo-Hauptquartier entfernt. Bild unten mit Fotograf (rechts).
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