Rückblick manipogo: Dezember 2012

So viele Serien habe ich angefangen, und manche versandeten einfach. Doch diese Rückblick-Serie auf das erste Jahr manipogo, an die ich gerade erinnert wurde, muss fortgeführt werden. Im Dezember 2012 war manipogo 4 Monate alt, und mal sehen, was es an Interessantem zu lesen gab.

Wo fangen wir an? Im fahrradfeindlichen Dezember vielleicht mit den Fahrrad-Beiträgen.

Ich schrieb über die Federn, die ich eine Weile an meinem Helm hatte, und kam auf die Mayas zu sprechen, weil Giovanna sich damals in Mexiko aufhielt. War ich früher ein Maya-Priester? Auch Klöster finde ich anziehend. Ich habe wohl im christlichen (oder anderem Ambiente) ein paar Leben verbracht (oder verbringe sie noch, es läuft ja alles gleichzeitig ab). Der Beitrag heißt: Federn passen.

Auch ein schöner Fahrrad-Beitrag ist Die kleine Königin.

Und eine süditalienische Heilige schiebt dein Fahrrad an: Geister helfen über den Berg. 

Zwei poetische Artikel sind Schneeland (über ein Buch von Kawabata Yasunari) und Die Brücke hinüber (über Thornton Wilder und Die Brücke von San Luis Rey).

Psi gibt es auch: Kleine Psi-Geschichte und Telepathie, Hellsehen, Präkognition (viel zu lang). Da muss ich etwas ergänzen und ausholen: Ich war ja von 1994 bis 1999 an dem von Hans Bender gegründeten Institut für Grenzgebiete der Psychologie angestellt. Eberhard Bauer war damals der große Kenner und ist es heute immer noch, außerdem stellvertretender Institutsleiter. Und was sagte er im Juni dem Freiburger Wochenbericht: Er könne nicht gesichert sagen, dass Telepathie oder Präkognition existierten. Der vorsichtige Wissenschaftler hat sich 50 Jahre damit beschäftigt und ist skeptisch geblieben. Was sagt man dazu?

Hans Bender war ja Animist: Er hielt die Phänomene für eher innerpsychische Vorgänge, darum war am Institut auch nichts über das Leben nach dem Tod zu vernehmen.Telepathie und Präkognition sind für mich sekundäre Phänomene; natürlich gibt es sie, doch eigentlich geht es nur um eine Frage: Werden wir weiterleben oder wie ein Schatten verschwinden? (Der Anthropologe Bronislaw Malinowski hat das schön formuliert.) Damit verbunden: Gibt es ein Höheres Wesen und eine Geistige Welt? Alles Andere ist ein Witz und das Spiel von Kindern.

Ich jedenfalls dachte mir stolz: manipogo deckt publizistisch das Thema für Deutschland ab. Im Alleingang.

Mit Präkognition befasst sich etwa der Artikel Viel Leerstand. Gerade las ich eine Prognose von Wissenschaftlern, die meinen, im Jahr 2100 könnte die große Klima-Katastrophe hinter uns liegen und die Menschheit arg dezimiert sein. In dem Beitrag geht es um die Äußerungen von Medien, die Ähnliches gesehen haben.

Da beschäftigen wir uns mit Bewusstseins-Erweiterung, dem Leben nach dem Tod und der Zukunft … und vergessen oft, wie die Lage in vielen Gebieten auf diesem Erdball ist. Vielleicht lesen wir ein Interview von Deine Korrespondentin: Sarah Easter berichtet über die zwei Wochen im November, als sie in Syrien war. Aufbruch im Schatten der Zerstörung heißt der Text. Im Lager aufwachen und sich dann fragen: Wie komme ich mittags zu etwas Essen? Strom ist zu teuer, medizinische Hilfe kaum zu kriegen. So leben viele. Und kaum jemand hilft ihnen; Spenden und Hilfsgelder werden immer weniger. Wir dürfen die Leidenden nicht vergessen.

 

 

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