Archiv der Kategorie 'Alte Wege'

Fahrt vorsichtig!

Montag, den 30. März 2020

München, meine Heimatstadt! Die Stadt vom Valentin Karl! Da lag im Bücherregal beim Altenheim ein opulenter Bildband über die Stadt aus dem Verlag Das Beste, 1994 veröffentlicht. Auf Seite 17 war ein Bild aus der ziemlich zerstörten Stadt 1945 abgedruckt, das Karlstor (Stachus), an dem ein Transparent prangt: »Death is so permanent. Drive carefully«. Fand […]

Zehn kämpferische Frauen

Samstag, den 7. März 2020

Heute ist manipogo journalistisch unterwegs. Vor wenigen Tagen wurde im Museum Victor Schoelcher die Ausstellung Dix femmes puissantes eröffnet (Zehn kämpferische Frauen), die noch bis 26. April zu sehen ist (jeweils Dienstag bis Samstag, 14 bis 17 Uhr). Diese Frauen kämpften gegen die Sklaverei, wie auch der Fessenheimer Victor Schoelcher (1804-1893), der das Dekret formulierte, […]

Der Weg der Lusitania

Mittwoch, den 5. Februar 2020

Nach dem Buch über die TITANIC ein weiteres gefunden: über das Schicksal der Lusitania. Auch von Robert D. Ballard, der acht Jahre nach dem Ausflug zur Titanic sich das Grab der Lusitania ansah, die im Mai 1915 sank. Ein deutsches U-Boot schoss einen Torpedo ab, 1195 Menschen starben.   

Schul-Erinnerungen

Freitag, den 8. November 2019

Ganz ungeahnt flogen mich auf dem Fahrrad Erinnerungen an meine Schulzeit an. Ich glaube, ich dachte an die Nazis, und da stand mir wieder der Direktor des Graf-Rasso-Gymnasiums vor Augen, damals, 1970. Ich war 13 Jahre alt, und er jagte mir eine Höllenangst ein. War sicher ein alter Nazi gewesen.

Sonderbehandlung

Mittwoch, den 6. November 2019

Sonderbehandlung war der Ausdruck der Nazi-Bürokraten für den geplanten Tod der Juden durchs Gas. So habe ich dann auch einen Artikel genannt, der vor 10 Jahren in der Kritischen Ausgabe plus erschien. Statt eines Beitrags heute nur ein Link zu diesem Artikel. Das Ende bildet ein Auszug aus einem Buch von Filip Müller, das gleichfalls […]

Der Lebensfunke

Samstag, den 19. Oktober 2019

Schon eigenartig: Als ich aus Auschwitz zurückgekommen war und darüber schrieb, fand ich in einem Regal das Buch Der Funke Leben von Erich Maria Remarque (1898-1970), dessen Schauplatz ein Konzentrationslager ist. Das Buch wurde mir wohl in die Hände gespielt; ich sollte es lesen.

Vom Verschwinden der DDR (7): Die Montagsdemonstrationen

Mittwoch, den 9. Oktober 2019

Montagsgebete um den Weltfrieden gab es in der Leipziger Nikolaikirche schon seit 1982. Die erste Montagsdemonstration wurde am 4. September 1989 abgehalten, und Transparente mit Freiheit! und Wir wollen raus waren zu sehen. Doch erst am 9. Oktober lernte die Staatsmacht das Zittern: massenhafte Beteiligung an der Leipziger Demonstration, und die 25.000 verteilten Flugblätter begannen […]

Nach Auschwitz

Donnerstag, den 3. Oktober 2019

Meine große Radtour des Jahres begann am 1. September in Chemnitz und führte in fünf Tagen nach Auschwitz; zurück ging’s über Prag und Karlsbad nach Hof. Es hatte sich so ergeben, weil mich der Autoverkehr quälte und ich deshalb Tschenstochau und Kattowitz vom Plan strich. Also eine Auschwitz-Sühnefahrt. Ich blieb dort einen Tag.

Polen verloren

Dienstag, den 3. September 2019

Noch ist Polen nicht verloren, lautet eine Zeile der plnischen Nationalhymne. Doch die deutsche Armee überrannte das Land mit ihren Panzern und brauchte nur zwei Wochen, um den Widerstand zu zertrümmern. Der Staat brach zusammen und wurde am 6. Oktober zwischen dem Deutschen Reich und der Sowjetunion aufgeteilt.

Der 1. September 1939

Sonntag, den 1. September 2019

Deutschland und die Weltöffentlichkeit erfuhren von dem Angriff auf Polen durch Hitlers Rede, die er am 1. September um 10 Uhr vormittags vor dem telegrafisch einberufenen Reichstag hielt. Darin versuchte der Aggressor, den Überfall als Polizeiaktion darzustellen. Das Wort Krieg wurde peinlich vermieden.