Archiv der Kategorie 'Alte Wege'

Schul-Erinnerungen

Freitag, den 8. November 2019

Ganz ungeahnt flogen mich auf dem Fahrrad Erinnerungen an meine Schulzeit an. Ich glaube, ich dachte an die Nazis, und da stand mir wieder der Direktor des Graf-Rasso-Gymnasiums vor Augen, damals, 1970. Ich war 13 Jahre alt, und er jagte mir eine Höllenangst ein. War sicher ein alter Nazi gewesen.

Sonderbehandlung

Mittwoch, den 6. November 2019

Sonderbehandlung war der Ausdruck der Nazi-Bürokraten für den geplanten Tod der Juden durchs Gas. So habe ich dann auch einen Artikel genannt, der vor 10 Jahren in der Kritischen Ausgabe plus erschien. Statt eines Beitrags heute nur ein Link zu diesem Artikel. Das Ende bildet ein Auszug aus einem Buch von Filip Müller, das gleichfalls […]

Der Lebensfunke

Samstag, den 19. Oktober 2019

Schon eigenartig: Als ich aus Auschwitz zurückgekommen war und darüber schrieb, fand ich in einem Regal das Buch Der Funke Leben von Erich Maria Remarque (1898-1970), dessen Schauplatz ein Konzentrationslager ist. Das Buch wurde mir wohl in die Hände gespielt; ich sollte es lesen.

Vom Verschwinden der DDR (7): Die Montagsdemonstrationen

Mittwoch, den 9. Oktober 2019

Montagsgebete um den Weltfrieden gab es in der Leipziger Nikolaikirche schon seit 1982. Die erste Montagsdemonstration wurde am 4. September 1989 abgehalten, und Transparente mit Freiheit! und Wir wollen raus waren zu sehen. Doch erst am 9. Oktober lernte die Staatsmacht das Zittern: massenhafte Beteiligung an der Leipziger Demonstration, und die 25.000 verteilten Flugblätter begannen […]

Nach Auschwitz

Donnerstag, den 3. Oktober 2019

Meine große Radtour des Jahres begann am 1. September in Chemnitz und führte in fünf Tagen nach Auschwitz; zurück ging’s über Prag und Karlsbad nach Hof. Es hatte sich so ergeben, weil mich der Autoverkehr quälte und ich deshalb Tschenstochau und Kattowitz vom Plan strich. Also eine Auschwitz-Sühnefahrt. Ich blieb dort einen Tag.

Polen verloren

Dienstag, den 3. September 2019

Noch ist Polen nicht verloren, lautet eine Zeile der plnischen Nationalhymne. Doch die deutsche Armee überrannte das Land mit ihren Panzern und brauchte nur zwei Wochen, um den Widerstand zu zertrümmern. Der Staat brach zusammen und wurde am 6. Oktober zwischen dem Deutschen Reich und der Sowjetunion aufgeteilt.

Der 1. September 1939

Sonntag, den 1. September 2019

Deutschland und die Weltöffentlichkeit erfuhren von dem Angriff auf Polen durch Hitlers Rede, die er am 1. September um 10 Uhr vormittags vor dem telegrafisch einberufenen Reichstag hielt. Darin versuchte der Aggressor, den Überfall als Polizeiaktion darzustellen. Das Wort Krieg wurde peinlich vermieden.

Die letzten Tage vor dem Krieg

Sonntag, den 25. August 2019

Vor 80 Jahren schürzte sich der Knoten. Es wurde wie wild verhandelt, die Tage vom 20. bis zum 30. August 1939 waren voller hektischer Aktivität. Depeschen gingen von Rom nach Berlin, von London nach Warschau, von Moskau nach Berlin. Doch alles hatte keinen Erfolg, weil der »Führer« meinte, dass der Krieg nicht zu verhindern sei. […]

Vom Verschwinden der DDR (2): Entrissen

Donnerstag, den 9. Mai 2019

Unsere Serie vom Untergang des Nachbarstaates, immer am Neunten eines Monats, nicht vergessen! Katrin Behr wurde an einem Februartag des Jahres 1972 in Gera in Thüringen ihrer Mutter entrissen und ins Kinderheim gebracht. Die Mutter galt den Behörden als asozial und asozialistisch. Man enteignete sie: wie grausam.

Vom Verschwinden der DDR (2): Abgehauen

Dienstag, den 9. April 2019

1997 veröffentlichte Manfred Krug sein Buch Abgehauen, das ein großer Erfolg und ein Jahr später auch von Frank Beyer verfilmt wurde. Es gab viel aufzuarbeiten. 1966 war Krug Hauptdarsteller in Beyers Film Spur der Steine, der 1966 bald verboten wurde und legendär wurde. In Teil 2 unserer Serie geht es um Krugs Buch und seine […]