Archiv der Kategorie 'Alte Wege'

Sein und Bewusstsein

Mittwoch, den 11. November 2020

»Das Sein bestimmt das Bewusstsein«, sagte Karl Marx. Als in dem Roman Traum ist teuer von Arnold Zweig darauf hingewiesen wurde, hatte ich Lust, darüber nachzudenken und will es dabei so einfach wie möglich halten, weil ich auch wenig darüber weiß. Denken wir also ein wenig herum, es lohnt sich.

Denken um 1460

Sonntag, den 4. Oktober 2020

Warum muss man es sich immer schwer machen? Das ist der Sinn von manipogo: Wir wollen etwas herausfinden und beisteuern und fragen uns mal, wie man im Mittelalter gedacht hat und wie es kam zu den Sprüchen von Gottes Wille und Gottes Strafe, warum man so ausgedehnt diskutierte und so grausam war. Dazu schaue ich […]

Balinesenfrauen

Sonntag, den 6. September 2020

Vor einer Woche waren wir zufällig bei Indonesien gelandet, und solch ein Thema macht sich dann selbstständig und bietet sich selber an. Ich entdeckte ein kritisches Gedicht von Theodor Fontane (1818-1889) über die Niederländer auf Bali, doch zuvor muss kurz die Kolonialgeschichte des Staates mit seinen 17.508 Inseln vorgestellt werden. Das liest man auf Wikipedia, […]

Geben statt nehmen

Freitag, den 4. September 2020

Ist das denkbar: eine Welt ohne Ökonomie, ohne Konsum, ohne Arbeit? Vielleicht muss man das bei Marx nachlesen, im Kapital. Eine Gesellschaft will, dass alle ihre Mitglieder leben können: also Arbeitsteilung und Warentausch, dann soziale Sicherung (oder Nächstenliebe). Einige Indianerstämme Nordamerikas hatten interessante Modelle einer Volkswirtschaft, die auf dem Geben beruhen, schauen wir mal.

Pauline Roland

Freitag, den 14. August 2020

»Ich will in gänzlicher Gleichheit und Freiheit leben«, schrieb Pauline Roland 1830, als sie 25 Jahre alt war. 40 Jahre nach Beginn der Französischen Revolution war wieder alles beim alten. Freiheit und Gleichheit galten nicht für die Frauen und nicht für die Armen, und »Brüderlichkeit« hieß das dritte Motto auf den blutbespritzen Fahnen der Revolutionäre, […]

Böse, böse

Freitag, den 10. Juli 2020

Einen kleinen Gedanken, den ich hatte, kann ich mit den letzten Sätzen des Buches Das Verschwinden des Josef Mengele verbinden, das der Aufbau-Verlag auf der Rückseite mit »Auf den Spuren des Bösen — der internationale Bestseller« anpreist. Da treten schwierige Fragen auf, über die man seit 2000 Jahren nachdenkt.

Josef Mengele aus Günzburg

Donnerstag, den 9. Juli 2020

Das Buch Das Verschwinden des Josef Mengele ist anscheinend ganz neu als Taschenbuch im Aufbau-Verlag erschienen. 2017 kam es auf Französisch erstmals auf den Markt. Wurde ein Bestseller. Steht auch auf dem Buch: »Bestseller«. Über den Verfasser (der Franzose Oliver Guez, 1974 geboren) steht auf dem Titel: »Der Autor der Stunde« (Süddeutsche Zeitung). Der übliche […]

Božena Koska

Sonntag, den 5. Juli 2020

Heute geht es um Božena Koska, »die alte Schlampe, die eine Deutschenliebste gewesen ist, eine Kollaborateurin, die nichts dazugelernt hat«, wie uns Peter Härtling gleich auf der ersten Seite seiner Erzählung Božena hinknallt. Mal wieder eine Kriegsgeschichte, ich kann’s nicht mehr hören, sagen da manche, doch wir werden erfahren, wie aktuell das ist, wie zeitlos […]

Viale dei Colli Portuensi

Dienstag, den 19. Mai 2020

Vor 20 Jahren war in Rom das Heilige Jahr, was nur alle 50 Jahre stattfindet, doch ich erinnere mich kaum mehr an etwas. Einmal hatte ich ja über meine Jahre in Rom gesprochen, doch ich kann einmal die Bilder unserer Wohnung veröffentlichen. Sie war superelegant, doch das war nicht mein Verdienst, ich war gewissermaßen Trittbrettfahrer, […]

Rom, kurzer Rückblick

Mittwoch, den 6. Mai 2020

Jetzt, heute, in diesen Tagen hätte ich in Rom sein wollen, wie mir Anfang des Jahres vorschwebte. Ich hatte Romano wiedersehen wollen und meine im Paranormalen forschenden Freunde auch. Mir fielen erneut Aufzeichnungen in die Hände über meine Lektüre des Gregorovius. Wie gut er beschreibt, dass die römisch-katholische Kirche das Erbe der Caesaren übernahm! Nun […]