Monatsarchiv für April 2021

Traumleben

Donnerstag, den 22. April 2021

Die ineinander verschachtelten Märchen der Tausendundein Nächte (alf layla wa-layla) können einen ganz schön verwirren, aber dann taucht eine Wendung auf, die die ganze Landschaft in ein fremdartiges Licht taucht, graurosa and diffus wie die Morgenröte. Das Leben als Traum, das Leben als Märchen schien die Botschaft, doch nun muss ich mich erklären …

Flugverkehr (118): Mit gefalteten Flügeln

Mittwoch, den 21. April 2021

Der persische Mystiker und Poet Rumi schrieb: »Du wurdest mit Flügeln geboren. Es ist nicht gedacht, dass du kriechen sollst, darum lass‘ es sein. Du hast Flügel. Lerne sie zu benutzen und fliege.« Das nahm ich als Motto für diesen Beitrag, der uns Mut machen soll.

Thomas (2): Charles Drayton Thomas

Dienstag, den 20. April 2021

Zehn Jahre vor John F. Thomas hatte ein anderer Thomas angefangen, Informationen aus dem Jenseits zu überprüfen. 1928 veröffentlichte der englische Reverend Charles Drayton Thomas (1867-1953) seine Ergebnisse in dem Buch Life Beyond Death with Evidence (etwa: Das Leben nach dem Tod mit Beweisen). Ich habe es gelesen.

Ungläubiger Thomas: John F.

Montag, den 19. April 2021

Wir kennen die Geschichte vom ungläubigen Thomas, der Jesu‘ Besuch verpasst hatte und zweifelte — bis der Meister erneut erschien, irgendwie materialisiert, und Thomas ihn betasten durfte. Erst vor 8 Tagen wurde dieses Stück aus dem Evangelium verlesen, am Weißen Sonntag. Zwei Thomasse treten nun auf, die nach dem Tod naher Angehöriger mehr wissen wollten. […]

Unna

Sonntag, den 18. April 2021

Bleiben wir dran am Alkohol. Ein Buch, das mich bewegte, kam ohne ihn nicht aus, und zum gestrigen Beitrag passt es noch dazu. Das wie so oft  zufällig entdeckte Buch heißt Unna und wurde 1992 von Juri Rytchëu (1930-2008) geschrieben. Unna Owtowna Owto spielt die Hauptrolle. Warum musste der Autor sie sterben lassen? Darüber bin […]

Die Legende vom heiligen Trinker

Samstag, den 17. April 2021

Joseph Roth hatte bei manipogo noch keinen Platz. Ich kenne sein Werk vielleicht zu gut, habe mein Diplom mit der Arbeit Joseph Roth als Journalist erworben. Seine schönste Geschichte soll er in den ersten vier Monaten des Jahres 1939 in Paris geschrieben haben, Titel oben. Am 27. Mai 1939 starb er, am Alkohol.

Abschluss und Neubeginn

Freitag, den 16. April 2021

Nicht nur die Krimis bringen den Tod zur Sprache, von dem sonst niemand spricht, sondern auch manche Bücher. Zwei Romane, die ich unlängst gelesen habe, sind gute Beispiele dafür. Es waren Accabadora von Michela Murgia (2012) und Die Lügen der Frauen von Ljudmila Ulitzkaja (2005). Gute Bücher, nicht zu lang und nicht zu schwer: Das […]

Licht am Ende des Durchgangs

Donnerstag, den 15. April 2021

Die Tür zum Kellerloch wird aufgestoßen (in dem Film Der Aufstieg), und ein Soldat schreit: »Liquidation!« Und hinten baumeln schon die Stricke. Aus der Dunkelheit ans Licht. Unter meinen Sizilien-Bildern fiel mir der Arco degli angeli auf, der Engelsbogen, und es gab ähnliche Bilder — von düsteren Durchgängen, die einen ins (nicht hinters) Licht führen? […]

Erhöhung

Mittwoch, den 14. April 2021

Manchmal habe ich keine Lust, mich mit dem Blog zu beschäftigen. Also schau ich mir einen Film an. Ein neuerer russischer sollte es sein, aber ich kannte außer Tarkowski keinen Namen. Also schaute ich in eine Wikipedia-Liste und suchte mir eine Frau aus, die 1977 in Berlin den Goldenen Bären gewoonnen hatte: Larissa Schepitko mit […]

Augustus wird deutlich

Dienstag, den 13. April 2021

Wir möchten manchmal einem Verstorbenen etwas erzählen. Und denen geht es genauso: Sie möchten sich mitteilen. Augustus Pearl Martin rief andauernd nach »Robbins«. Rector — der Kontrollgeist des Mediums Eleonora Piper — fing den Ruf auf und arrangierte ein Treffen mit Anne Manning Robbins und dem Medium. Das war fast zwei Jahre nach Martins Tod, […]