Archiv der Kategorie 'Feuilleton'

Einstein in Bern

Mittwoch, den 10. Juli 2013

Am Tag nach dem Indianermuseum wieder ins Museum: eine Fahrt mit dem Volvo in das von Zürich 122 Kilometer entfernte Bern, ins Historische Museum, in dem im zweiten Stock das Einstein-Museum untergebracht ist. Albert Einstein spielt in meinem Zeit-Buch natürlich die Hauptrolle, und so musste ich, bevor ich mein Manuskript abgebe, mir anschauen, was es […]

O arme Makhfi!

Montag, den 8. Juli 2013

Prinzessin Zeb-un-Nissa war die älteste Tochter des indischen Kaisers Aurungzebe. Sie kam 1639 zur Welt, war sehr intelligent, wehrte sich gegen eine Heirat und ging den mystischen Weg, Beim Herumsuchen im Islam-Teil der wunderbaren Internet Sacred Text Archives (wunderbar, wenn man Englisch kann) stieß ich auf ihren Diwan, das ist ein kunstvolle Zusammenstellung von Ghasalis, […]

Kinderspiele drauszen in den straszen

Mittwoch, den 26. Juni 2013

Da liegt bei mir ein dickes Buch von Michael Roes, Leeres Viertel, erschienen  1996 in Frankfurt bei Eichborn. Der Erzähler reist in den Jemen, um die Spielkultur dort zu studieren, und parallel zitiert er aus dem Reisebericht von Alois Schnittke, der Anfang des 18. Jahrhunderts in den Orient reiste. Eine Stelle von Roes will ich […]

Das Five-Cities-Projekt von Gabriele Juvan

Montag, den 17. Juni 2013

Gabriele Juvan ist für mich natürlich Gabi, sie lebt in Offenbach, und ich erinnere mich vage an ihr Kunstprojekt in fünf Städten in den 1990-er Jahren: Tokio, Prag, New York … (Kriege ich sie zusammen, ohne in das schöne Buch zu schauen, das sie gerade darüber gemacht hat?), … Frankfurt und Peking. Nein, Moskau statt […]

Die Frau im Koran

Donnerstag, den 9. Mai 2013

Ich habe hier einen Sack mit Büchern dabei, es werden wohl 30 sein. Einmal wollte ich mir den Luxus gönnen, jedes Werk mit mir zu führen, das ich irgendwie gebrauchen kann. Darunter war auch das Buch A History of God von Karen Armstrong, von 1993, und plötzlich sah ich, wie gut es ist. Frau Armstrong […]

Drei Schwestern

Sonntag, den 14. April 2013

Drei Schwestern heißt ein Drama von Anton Tschechow, 1901 in Moskau uraufgeführt. Olga, Mascha, Irina sind die drei. Drei Schwestern oder drei Frauen sind sicher nicht häufiger als zwei oder vier, jedoch vermutlich häufiger als fünf oder sechs; aber da mich das Thema der drei Schwestern gerade verfolgt, muss ich es abhandeln.

Italien: Vor Monti ist (fast) nach Monti

Dienstag, den 26. Februar 2013

Die Regierung Monti ist nun auch offiziell als ein 15 Monate dauernder Spuk zu bezeichnen. Der Professor – so einer ist anscheinend eine feste Größe im Geschäft, früher war es der lächelnde Romano Prodi – bekam mit seiner Gruppierung bei den Parlamentswahlen soeben nur rund 10 Prozent der Stimmen. Mario Monti hatte keine Chance in Italien, […]

Die letzten Umzüge

Donnerstag, den 21. Februar 2013

Heute am frühen Morgen, beginnend um 4 Uhr, war auch in Basel Schluss mit der Fasnacht: der Endstraich.  Montag Morgen um 4 Uhr hatten die »drey scheenschte Dääg« mit dem Morgestraich begonnen, bei dem die ganze Stadt dunkel war. Allerdings, so rügte die Freiburger Zeitung zum Sonntag,  störten immer die zahlreichen Zuschauer mit ihrem Blitzlichtgewitter […]

Scheibenschlagen

Sonntag, den 17. Februar 2013

Gestern war in allen Gemeinden der Umgebung das berühmte Scheibenschlagen oder Scheibenfeuer. Bei Einbruch der Dunkelheit wird ein Holzstoß entzündet, und über zwei Rampen schleudern geschickte Menschen mit einem Stab kleine glühende Scheiben hinaus in die Luft. Kinder fingen damit an. Eine Scheibe zischte gefährlich an mir vorbei. Und dann gab es kräftigen Funkenflug: wie […]

Die Kinder

Samstag, den 16. Februar 2013

Ich merkte plötzlich, dass auf den manipogo-Seiten keine Kinder vorkommen. Das liegt daran, dass gleichaltrige Freunde keine kleinen Kinder mehr haben, eher dafür Enkelkinder, die sie aber nicht vorzeigen. Beim Spazierengehen trifft man immer nur Hundebesitzer. Aber kürzlich beim Fasnetsumzug in Heitersheim waren viele Kinder.