Monatsarchiv für Februar 2026

Dante trifft Manfred

Samstag, den 28. Februar 2026

Dieser kurze Monat soll einigermaßen versöhnlich enden. Mir fiel ein, dass in der Göttlichen Komödie von Dante Alighieri auch Manfred (1232-1266), der König von Sizilien und Sohn Friedrichs II., vorkommt. Er hängt im Purgatorium fest und erklärt sich. Das ist nicht allzu lang, verlangt jedoch noch nach einigen Erläuterungen.

Scheol und Gehenna

Freitag, den 27. Februar 2026

Bei Lewis D. Solomon lernte ich, dass das Judentum auch eine Art Fegefeuer kennt. Im Hebräischen heißt es Gehenna. Bei den Katholiken wurde das Wort Fegefeuer erstmals im Jahr 1134 niedergeschrieben, und Ende des 12. Jahrhunderts hatte sich der Gedanke festgesetzt. Private Dowding jedoch erlebte es.

Wie Wolken und Nebel

Donnerstag, den 26. Februar 2026

Durch viele Inkarnationen hindurch verbessert sich der Mensch und lernt, was er zu lernen hat. In einem möglichen Fegefeuer (Purgatorium) bessert sich der Mensch durch Reue. Vielleicht besteht es ja gerade aus der Abtrennung des Schlechten, aber über das konkrete Vorgehen sagen unsere folgenden Zitate nichts. Es wird ja vielleicht wehtun.

TestpilotInnen (109): Drythelm

Mittwoch, den 25. Februar 2026

Der seltsame Vorname in unserem Titel weist auf das frühe Mittelalter hin. Es ist eine bekannte Nahtod-Geschichte, die manipogo noch nicht aufgezeichnet hatte. Der angelsächsische Mönch Beda schrieb sie im 8. Jahrhundert auf. Drythelm »starb« eines Abends, um beim nächsten Sonnenaufgang wieder zu erwachen. Dann erzählte er alles seiner Frau.

Private Dowding im Purgatorium

Dienstag, den 24. Februar 2026

Das Purgatorium ist eine Reinigungsanstalt im Jenseits, könnte man sagen, doch eher als eine Einrichtung ist das Pugatorium eine Phase, ein Vorgang, ein Prozess. Auch die Hölle existiert nicht als konkreter Ort; in der Geistigen Welt sind es unsere seelischen Zustände, die uns in dunkle Zonen werfen. Ein Soldat, der im Ersten Weltkrieg starb, hat […]

Selbst- und Weltliebe. Und die Hölle

Montag, den 23. Februar 2026

Ich hatte mal wieder Lust, in Himmel und Hölle von Emanuel Swedenborg (1688-1772) herumzulesen, und der Meister, der 20 Jahre mit den Engeln sprach, verhehlt nicht, dass extreme  Selbst- und Weltliebe in die Hölle führen; auch wenn er zugibt (wie auch unsere TestpilotInnen), dass Gott der Herr sie nicht hinabstößt: Sie gehen dorthin, wo sie […]

Angst … und Schizophrenie

Sonntag, den 22. Februar 2026

Der argentinische Journalist Francisco Olaso interviewte Herta Müller im November 2011 im Literaturhaus Berlin. Sie schilderte, die Heizung hätte meist nicht funktioniert, die medizinische Versorgung auch nicht, und die Menschen seien schlecht ernährt gewesen. Und überall, omnipräsent, der Diktator. Im Fernsehen, im Radio, im Theater und in den Museen: nur Werke des Regimes: »Es erstickte […]

Die Angst der Gefangenen

Samstag, den 21. Februar 2026

Zum ersten Mal etwas von Herta Müller gelesen, die 2009 den Literatur-Nobelpreis bekam. Herztier, ein Roman aus den 1980-er Jahren in Rumänien unter Diktator Ceauşescu und seiner schrecklichen Frau. Da tritt uns diese Zeit grell entgegen, und Müllers Sprache ist besonders, ist poetisch-dunkel und poetisch überdreht, aber das passt.

Umberto Eco über den Ur-Faschismus (2)

Freitag, den 20. Februar 2026

Hier die zweite Hälfte der 14 Punkte, die laut Eco den Ur-Faschismus kennzeichnen. Damals, 1997, war gerade die Linke in Italien an die Macht gekommen, und Berlusconi lauerte im Hintergrund. 1994 war er schon einmal Ministerpräsident gewesen; 2001 bildete er erneut die Regierung. Man wird diese nicht als faschistisch bezeichnen können und die gegenwärtige Rechts-Regierung […]

Umberto Eco über den Ur-Faschismus

Donnerstag, den 19. Februar 2026

Heute vor zehn Jahren ist Umberto Eco gestorben. Der Mann aus Alessandria schrieb nicht nur erfolgreiche Romane – an der Spitze Der Name der Rose, der auch verfilmt wurde –, sondern war auch ein weitblickender Denker, der Phänomene erkannte und analysierte wie die Intoleranz gegenüber den Migranten und den Faschismus.