Celestine

web108 am 3. November 2013 um 00:44

1995 veröffentlichte der Amerikaner James Redfield Die Prophezeiungen von Celestine, und es wurde, wie es irgendwo hieß, das erfolgreichste selbst veröffentlichte Buch aller Zeiten. »Alle mussten das damals lesen«, meinte meine Buchhändlerin. Fast zwanzig Jahre später habe ich das nachgeholt. Große Enttäuschung. Ich will mehr »

Ausgang noch bis Mitternacht

web108 am 2. November 2013 um 00:11

Noch läuft das Fest in Mexiko, vermutlich in anderen lateinamerikanischen Staaten auch. Das Fest ist jedoch in seiner traditionellen Fassung bedroht, da aus den USA die Halloween-Gebräuche es überlagern. So ist das. Wo stehen in Deutschland noch Familien am 1. November frierend an Gräbern? Ich will mehr »

Schönen Totentag!

web108 am 1. November 2013 um 00:08

In Mexiko hat gestern Abend der Tag der Toten begonnen, der unserem christlichen Allerheiligen entspricht. Nicht ganz; gefeiert wird bis 2. November um Mitternacht. Bis dahin haben die Toten Ausgang. Man opfert ihnen, trinkt mit ihnen und paradiert an Altären und Installationen vorüber: ein riesiges Volksfest. Eine manipogo-Korrespondentin berichtet. Ich will mehr »

Was Fellini mag

web108 am 31. Oktober 2013 um 00:35

Ich bin ein Bewunderer von Federico Fellini, und ich würde gern wieder ein paar seiner alten Filme sehen. Heute vor 20 Jahren ist er gestorben; in seinem geliebten Rimini war ich und in Rom, wo er lebte und auch liebte, und in einem kleinen Diogenes-Band (Spielen wie die Kinder, 1989) fand ich eine Liste der Dinge, die Fellini mochte. Ich will mehr »

Un-autonom

web108 am 30. Oktober 2013 um 01:37

Hier auf dem Land geht es schon zu wie in Italien: Kaum einer erledigt Alltagsbesorgungen mit dem Rad. Man hat sich vom Auto abhängig gemacht, und das ist Auto-Dependenz. Autonomie, das wäre wichtig: mehr Freiheit von Geräten und Computern und Daten. Ich will mehr »

Traumschleife

web108 am 29. Oktober 2013 um 00:59

Man liest über ein Phänomen, schreibt es in ein Buch hinein – und dann erlebt man es selber. So erging’s mir vor kurzem mit der Traumschleife. Erst muss ich erklären, was das ist. Es steht in Zeit und Bewusstsein auf Seite 189. »Simon aus London träumte, eine lange weiße Narbe sei auf seinem Arm erschienen.« Ich will mehr »

Geister ins Licht schicken

web108 am 28. Oktober 2013 um 01:03

Geisterfreisetzung oder Spirit Release ist eine sanfte Art des Exorzismus. Die englische Anthropologin Fiona Bowie hat eine Konferenz darüber in London besucht und vor einem Monat ihre Beobachtungen in ihrem Blog aufgeschrieben. Die Konferenz war zwar schon im Juni, aber solche Veranstaltungen sind selten und irgendwie zeitlos. Darum erzähle ich wieder, was Frau Bowie schrieb. Ich will mehr »

Japanische Gärten

web108 am 27. Oktober 2013 um 00:42

Laurens van der Post beschäftigt sich in seinem Buch Yet Being Someone Other mit seinem Verhältnis zum Meer, aber auch zu Japan. Da ich bekennender Japan-Liebhaber bin, habe ich diese Seiten mit Begierde gelesen. Es war um 1929, als er die Kaiserstadt Kyoto betrat und deren vielen Pagoden und Tempel und Gärten sah. Ich will mehr »

Die Holzbrücke

web108 am 26. Oktober 2013 um 01:28

Schön, beim sinkenden Tag an einem Kanal zu sitzen, der hinausführt aufs offene Meer. Zwei Leuchttürme; ein Schiff kehrt heim, man selbst hat Hunger und wird gleich in ein Restaurant gehen – das sind die Freuden des Radreisenden. Da muss ich an eines meiner Lieblingsgedichte denken, Dora Markus von Eugenio Montale, Nobelpreisträger für Literatur 1975. Ich will mehr »

Die Katze und der Maler

web108 am 25. Oktober 2013 um 01:09

Heute mache ich es wie Rolf Hannes, der auf futura99 eine Serie von Sufi-Geschichten hat, von denen am 12. Oktober Folge 23 lief. Ich erzähle eine Episode aus dem Fernen Osten nach, in dem es um einen Maler geht, der bei seiner Arbeit immer wieder von einer Katze besucht wird. Die Geschichte stammt aus einem Buch von Laurens van der Post, einem schier unerschöpflichen Werk: Yet To Be Someone Other(1982). Ich will mehr »