Steads Comeback

web108 am 25. Mai 2020 um 00:56

William Thomas Stead, der 1849 geborene britische Jourmalist und Spiritualist, kam vom Meeresgrund zurück: als Geist. Stead hatte als Redakteur bei der Pall Mall Gazette begonnen und wurde bekannt. Er scheute keinen Skandal, kämpfte gegen die Kinderprostitution, für den Frieden und die Weltsprache Esperanto, hatte Kontakt zur Geisterwelt und schrieb Bücher. Ein derart kommunikatives, quirliges Wesen war prädestiniert dafür, vom Weiterleben Zeugnis abzulegen. Ich will mehr »

Freiheit!

web108 am 24. Mai 2020 um 00:33

Losfahren mit verrücktem Mut, aber auch mit Bangnis im Herzen und dem Gedanken: Was könnte alles geschehen! Dass wir nicht wissen, was vor uns liegt, macht dieses Leben so kostbar. Wir fahren los mit wenig Gepäck und dem Vertrauen, dass alles gut und noch besser wird, und wir werfen alle Bedenken ab und lassen auch sonst alles zurück, was uns bedrückt. Nach vorne schaun! Ein paar Fotos illustrieren unsere Freiheit. Ich will mehr »

Flugverkehr (95): Der 23. Mai

web108 am 23. Mai 2020 um 00:18

Heute haben einige liebe Menschen Geburtstag, denen gratuliert sein soll, und im Revolutionsjahr 1848 kam am 23. Mai Otto Lilienthal zur Welt, der als erster Flieger der Menschheit gilt. Doch vor ihm gab es andere; fliegen zu können ist ein Traum der Menschheit. So starb drei Monate nach Lilienthals Geburt der Uhrmacher Jakob Degen, 88 Jahre alt. Er war mit beweglichen Schwingen bereits 1807 und 1808 in Wien geflogen.   Ich will mehr »

Sie sahen die „Titanic“ sinken

web108 am 22. Mai 2020 um 00:28

Sie sahen die »Titanic« sinken, ja, und zwar schon Tage früher. Ian Stevenson hat 1960 einen Artikel vorgelegt, der die präkognitiven Erlebnisse im Zusammenhang mit dem Untergang der Titanic zusammenfasst (prä heißt vorher, kognitiv betrifft das Wissen). Den Artikel fasse ich hier etwas zusammen, weil er lang ist. Ich hatte ihn 2011 für das geplante Buch »Parapsychologie« übersetzt, das dann vom Verlag gestrichen wurde. (Was ich nicht vorausgesehen hatte.)  Ich will mehr »

Entrückt

web108 am 21. Mai 2020 um 00:51

Zwei Wochen kann man sich an keinen Traum erinnern, und dann kommt es wieder. Ein Filmfest, Gedränge, Fritz und die Geige, ich suche die Unterfahrt, und ein schönes Mädchen mit orangenen Kleidern legt sich zu mir, und am andern Tag feiere ich mit meiner Schwester ein neues Buch, die Sonne blendet, der Himalaya ist klar zu sehen, doch Wolken ziehen auf und wir rennen los, barfuß auf Asphalt, und ich denke: Ein Fahrrad wäre jetzt schön. Und dann eine neue Episode … Ich will mehr »

Reise auf unerforschten Gewässern

web108 am 20. Mai 2020 um 00:54

Ich schlug, ohne mir was dabei zu denken, wieder einmal Krishnamurtis Commentaries on Living auf und las den Satz, den ein Besucher ausspricht: »Gütiger Himmel, Sie rauben mir alles — meine Eitelkeiten, meinen Wunsch, berühmt zu sein, sogar mein Verlangen, einige wertvolle Ideen publiziert zu bekommen. Was kann ich tun, wenn das alles weg ist?« Darum geht es wohl: die Anhaftungen loszuwerden, alles hinter sich zu lassen und nur zu sein. Ich will mehr »

Viale dei Colli Portuensi

web108 am 19. Mai 2020 um 00:27

Vor 20 Jahren war in Rom das Heilige Jahr, was nur alle 50 Jahre stattfindet, doch ich erinnere mich kaum mehr an etwas. Einmal hatte ich ja über meine Jahre in Rom gesprochen, doch ich kann einmal die Bilder unserer Wohnung veröffentlichen. Sie war superelegant, doch das war nicht mein Verdienst, ich war gewissermaßen Trittbrettfahrer, aber das habe ich schon gut gemacht. Ich will mehr »

Die Sonne Italiens

web108 am 18. Mai 2020 um 00:58

Der Mai wird auf manipogo anscheinend zum Italien-Monat, angetrieben von dem Gedanken, dass diese Tourismussaison für unsere Freunde nicht stattfinden wird. Den Verlust beziffern zu wollen (66 Milliarden, heißt es), ist lächerlich. Wir haben etwas verloren, doch werden entschädigt durch eine neuerliche Italien-Sehnsucht, die sich vielleicht im Jahr 2021 erfüllen darf — und die Sidorow kannte, eine Gestalt des russischen Schriftstellers Isaak Babel (1894-1940).  Ich will mehr »

Tagesanbruch, Italien

web108 am 17. Mai 2020 um 00:49

Ich habe im Werk von Mario Luzi ein wunderschönes Gedicht entdeckt, das ich hier übersetzen muss. Ich will es über manipogo allen zugänglich machen, denn ist ist eine Hymne und ist mehr Gebet denn Gedicht. Jeden Tag geht die Sonne auf, und im April ergoss sich ihr Licht jeden Morgen voll und ungezügelt ins Zimmer, so wie bei Luzi. Ich will mehr »

Die Anderen

web108 am 16. Mai 2020 um 00:27

Die Hölle, das sind die Anderen, soll Sartre gesagt haben. Sie sind aber auch der Himmel, die Anderen. Es reicht aber auch ein Anderer oder eine Andere, denn: Das Ich entsteht am Du (Freud). Dieses Du ist dann deine Welt. »Ein einziges Wesen fehlt, und die Welt wirkt wie entvölkert.« (Grabstein in Paris.) No man’s an island. All diese Sprüche. Die Anderen sind da wie die Luft, du mischst dich unter sie und vermischst dich mit ihnen, sie lächeln dir zu und ermutige dich. Wir brauchen sie. Ich will mehr »